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Freitag, 11. November 2005

Die Schreibblockade in der Brotdose

Jeden Morgen dasselbe. Ich stehe in der Küche und grübel, grübel, grübel. Was sich da zwischen meinen Ohren befindet ist das absolute Vakuum. Ein Blick zur Seite erklärt das Unvermögen, auch nur einen Gedanken zu fassen - der Kaffee läuft gerade erst in die Kanne. Mit anderen Worten: ich habe noch keinen Schluck Kaffee getrunken. Und das ist ein Zustand, in dem ich praktisch gar nicht existiere. Das sieht nur so aus. Trotz dieser schwierigen Verfassung, mühe ich mich, ein paar Worte zu finden. Nicht nur irgendwelche Worte. Nein, sie sollen auch noch einen Sinn ergeben. Und möglichst auch noch mit etwas Witz. Am Ende soll sogar ein ganzer Satz dabei herauskommen. Aber leicht verständlich sollte dieser auch noch sein, denn er ist für das kleine Monster bestimmt. Die Lehrerin hatte die Idee zur besseren Unterstützung beim Lesenlernen, einen beschriebenen Zettel in die Brotdose zu geben. Zur physischen Nahrung gibt es geistige hinzu. Ein sehr gute Idee, wie ich finde. Nur morgens, da finde ich das überhaupt nicht, wenn ich da stehe und grübel, grübel, grübel.

Damit ich in Zukunft keine Beschwerden hören muss, wie eine andere Mutter, weil immer das gleiche auf dem Zettel steht, nehme ich dankend Vorschläge entgegen.

Edit: Ich komme gerade sehr amüsiert vom Adventsbasteln, das in der Schule des kleinen Monsters war. Die Klassenlehrerin hat mich doch tatsächlich angesprochen und meinte, dass meine Brotdosensprüche immer so reizend wären ... Naja, nun mache ich mir doch etwas Sorgen um den qualitativen Gehalt des Unterrichts vom kleinen Monster.