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Montag, 29. Januar 2007

Hin und her

Warten auf die Fähre. Ein Mann geht am Anleger. Hin und her. Seine Fingernägel sind einige Zentimeter lang. Das Schiff kommt an, wenige Passagiere steigen aus, wenige steigen ein. Der Himmel ist grau mit tief hängenden Wolken. Kein einladendes Wetter. Der Mann bleibt auch an Bord nicht stehen. Schritt um Schritt. Hin und her. Wie ein Tier im Käfig.
Fragen und Antworten. „Wo gibt es überall Kreisläufe?” „Eigentlich überall.” Hin und her. Die Wellen schäumen weit über den Bug und lassen das Schiff schaukeln. Hin und her.
Die regenschweren Wolken entlassen ihre Last. Tropfen prasseln gegen die Scheiben. Wasser fließt von oben, Wasser fließt von unten. Hin und her. An Deck weht eine steife Brise. Möwen scheinen sich regungslos in der Luft zu halten. Der Wind greift nach den Haaren und zerzaust sie. Hin und her. Die Fähre legt an und fährt wieder los. Hin und her. Etwas anderes scheint es nicht zu geben. Manchmal ist dies deprimierend, weil es kein Entkommen gibt. Dann wieder wirkt es beruhigend, da man nach jedem Hin mit einem kommenden Her rechnen kann.