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Donnerstag, 4. Juni 2009

Tote Mäuse auf großer Leinwand




Natürlich war ich gestern Abend hauptsächlich unterwegs, um auch noch etwas anderes zu sehen – Bilder von toten Mäusen hatte ich schließlich selbst noch auf meiner Kamera gespeichert (könnte man ja mal bloggen, auch wenn es diesbezüglich eigentlich schon genug gibt) – nämlich wieder einmal ein Konzert von CocoRosie. Die erste Überraschung gab es beim Betreten der Location auf Kampnagel: der Konzertsaal war bestuhlt ... Später wurde das dann als doch gar nicht mal so schlecht empfunden, da die beiden Casady-Schwestern nebst Begleitung über wahrscheinlich größeres Stehvermögen als man selbst verfügten und sich eine sehr lange Spielzeit ergab. Spielzeit ist genau das richtige Stichwort, denn die Musik bewegte sich wieder mehr zu der Verspieltheit der Anfangsphase hin und weg von Ghettoattitüde, Hip Hop, Beatbox etc. Dabei hatte ich mich daran ja inzwischen gewöhnt. Die gestrige Instrumentierung mit Flügel, Harfe und dezenterer Perkussion u.a. wäre recht zurückhaltend klassisch gewesen, wenn da nicht noch neben einem Laptop der reich mit Kinderpielzeug gedeckte Gabentisch gewesen wäre, der dann doch einfach zu CocoRosie gehört. „Pippi Langstrumpf auf Absinth”, meinte der Absinthexperte – diese Musik kann man aber auch ohne Absinth genießen. Man darf nur nicht so verengte Gehörgänge haben.