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Samstag, 11. Juni 2011

Gestrige Träume

„Die Beschäftigung mit den Wahnideen vergangener Jahrhunderte machte ihn zu einem Träumer und Phantasten, dem die Grenze zwischen Wirklichkeit und Übernatürlichem verloren ging.” Und er, Allan Grey, verstummte. Die Macht über die Töne ergriff Hauschka gestern Abend leibhaftig mit einem präpariertem Harmonium. Auf diese Weise entfaltete Carl Theodor Dreyers Meisterwerk des subtilen Horrors ganz neue Facetten. Aber das würde dieser Film auch so traumwandlerisch bei jedem Ansehen schaffen. Je näher ein Film an oder besser in Träumen ist, um so faszinierender finde ich ihn oft, da sich durch die Überschreitung der Grenzen der Realität unendlich viel mehr entdecken lässt.

„Das eigene Leben überleben”, der neuste Film meines Lieblingsregisseurs Jan Švankmajer, widmet sich sehr intensiv diesem Thema, aber das ist nun schon wieder ein anderer Traum. Vielfach sind aber auch die Grenzen zwischen den Träumen fließend, so dass man gar nicht sagen kann, wo der eine aufhört und wo der andere anfängt. So lange man nicht aufwacht, ist das allerdings egal.