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Samstag, 25. August 2012

Beast

Dänemark, 2011
Regie: Christoffer Boe
Darsteller: Nicolas Bro, Marijana Jankovic, Nikolaj Lie Kaas

Liebe und Wahn – wie dicht beieinander beide doch liegen. Und manchmal sind sie eins. Man könnte meinen, dass Liebe auch einfach zu stark sein kann, als dass man sie ertragen könnte. Dies sagt jedenfalls Maxime, die Ehefrau des Hauptdarstellers Bruno: „Du liebst so stark, dass du das zerstören musst, was du liebst”. Diese dunkle Seite der Liebe (die Schwarze Romantik lässt grüßen) zeigt sich in diesem Film in all ihren Facetten, auch wenn manches nur angedeutet wird. Verschlungen und verschlungen werden. Bis auf’s Messer, bis auf’s Blut. Brennende Leidenschaft, die bis zum Äußersten geht. Die Intensität der Umsetzung dieses Themas ist vielfach sehr beeindruckend. Sei es nun der psychologisch tief gehende Anspruch in Dialog und Darstellung (absolut großartige Leistung von Nicolas Bor) oder die zwischen dem meist allgegenwärtigem irreführenden warmen Licht auftauchenden Szenen, die verstörend als auch faszinierend in ihrer Ästhetik sind. Das alles geht in seiner Vielschichtigkeit und Deutungsmöglichkeit jedenfalls weit über ein Eifersuchts-Drama hinaus und verlangt – genauso obsessiv wie dieser Film ist – danach, sich noch ausführlich im Nachhinein damit zu beschäftigen und am besten diesen Arthouse-Horrorfilm noch mehr als einmal anzusehen.

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The Possession

USA, 2012
Regie: Ole Bornedal
Darsteller: Grant Show, Jeffrey Dean Morgan, Kyra Sedgwick, Madison Davenport, Natasha Calis

Eigentlich habe ich nicht mehr von diesem Film erwartet. Nämlich, dass es sich bei der Umsetzung um reinen Hollywood-Standard handelt und dem schon x-fach umgesetzten Thema „Besessenes Kind / Exorzismus” nicht wirklich etwas Neues abgerungen wird. Dass es sich bei dem Geist um einen Dibbuk handelt und so etwas jüdische Mythologie einfließt, macht es nun nicht spannender. Aber da war die leise Hoffnung, dass der Regisseur Ole Bornedal trotz Hollywood-Produktion nicht allzu sehr in den Klischees versinkt. Bei dem Namen denkt man ja immer noch an „Nightwatch” und auch sein letzter Film „Deliver Us From Evil” war durchaus sehr sehenswert. Nun ja …
Aber immerhin muss ich zugeben, dass ich mich nicht wirklich gelangweilt habe.

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