Montag, 27. August 2012

God Bless America

USA, 2011
Regie: Bobcat Goldthwait
Darsteller: Joel Murray, Mackenzie Brooke Smith, Maddie Hasson, Melinda Page Hamilton, Rich McDonald, Tara Lynne Barr

Bei den Zutaten Selbstjustiz sowie älterer Verlierertyp und jüngerer Fan zur Unterstützung in einer brutalen und schwarzhumorigen Komödie musste ich unweigerlich an „Super„ denken. Aber in dieser bitterbösen Gesellschafts- und vor allem Mediensatire wird auf Superheldenkostüme verzichtet, dafür um so mehr auf all das mit Worten und meist viel mehr mit Waffen gezielt, was es auch hierzulande zur Genüge gibt: schwachsinnige Castings- und Reality-Shows, Konsumwahn und alles andere, was die westliche Zivilisation an Dummheit ansonsten hervorgebracht hat. Sicher hätte die Kritik noch tiefer gehen können, aber dafür liegt der Focus zu sehr auf knallharter Unterhaltung. Und die hat man auf jeden Fall, vor allem auch durch die sehr gut umgesetzte Darstellung der Hauptfigur. Ich könnte mir auch sehr gut ein deutsches Remake vorstellen, bei dem sich dann Dieter Bohlen oder Heidi Kulm vorgeknöpft werden.

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Excision

USA, 2012
Regie: Richard Bates Jr.
Darsteller: AnnaLynne McCord, Ariel Winter, Jeremy Sumpter, John Waters, Malcolm McDowell, Marlee Matlin, Ray Wise, Roger Bart, Traci Lords

Wenn ein Film für die Fresh-Blood-Reihe des Fantasy Filmfestes geeignet ist, dann dieser. Denn sehr blutig geht es hierbei zu. Allerdings stilvoll künstlerisch umgesetzt, auch wenn das dadurch nicht magenfreundlicher sein mag. Bei so einer lieblosen Mutter wie sie die 18-jährige Pauline hat, sollte man sich eigentlich nicht darüber wundern, wie gestört die Hauptdarstellerin ist. Zugegebenermaßen wird nicht jedes Problemkind solche blutigen Traumphantasien haben. Parallel zu den Leiden von Pauline spitzt sich auch die Handlung zu. Nur leider wird der Schluss dieses Films der wenn auch soziopathischen, so doch vor allem sehr intelligenten Hauptrolle absolut nicht gerecht. Trotzdem war dies ein richtiger Arthouse-Horror-Leckerbissen, wobei neben der sehr guten darstellerischen Leistung natürlich vor allem die äußerst blutige und bizarre Phantasiewelt den größten Eindruck hinterlässt. Eine sehr gute Mischung zwischen einfühlsamen Psychodrama und surrealem Horror.

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Get Shorty

Diesmal gab es shorty Shorties, denn zwei Filme „Bear” und „Beliefe the Dance” konnten wegen technischer Probleme leider nicht gezeigt werden. Als Ersatz gab es den ganz netten, aber auch wieder nicht sonderlich hervorzuhebenden „Do you have your ticket?”, bei dem ein Roboter als Schwarzfahrer einige Probleme hatte. Ebenfalls in diese Kategorie einzugordnen ist „The Little Mermaid” – Meerjungfrauen führen im Zirkus kein leichtes Leben und dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn sie sich eines Tages rächen … Die SciFi-Computeranimation „Abiogenesis” (danach weiß man, wie das Leben wirklich auf die Erde kam) und „The Trapp” (schaue nie durch Löcher in Wänden, wenn darüber „Don’t look” steht) waren leider sehr langweilig. Rech heftig und richtig schön düster sowie mit toller Ausstattung war „The Black Lake”, was zum Thema Satanismus in einsamer Waldhütte auch sehr gut passte. Sehr kurz und sehr lustig war „Tune for Two!” – so wurde der durch die Sesamstraße bekannte Song „Mah Nà Mah Nà” sicher noch nie interpretiert. „Danny Boy” ist der einzige Mensch, der einen Kopf besitzt, was sein Leben aber nicht leichter macht, bis auch er seinen Kopf verliert – eine sehr schön anzusehende Animation aus Polen. Noch bezaubernder war allerdings der Stop-Motion-Film „Luminaris” – nun sieht man Glühbirnen mit ganz anderen Augen. Nicht einfach hat es ebenfalls ein Mordverdächtiger in einem Werwolfkostüm - „The Furred Man”. Die Beteuerung seiner Unschuld kommt höchst amüsant herüber – noch mehr nach einem Zwischenfall mit einer darauf toten Polizistin. Den allergrößten Spaß bereitete aber „Sugar” – man sollte nie seiner Nachbarin Zucker ausleihen. Das kann ganz böse Folgen haben, ohne dass man dafür verantwortlich ist.

Soweit vorhanden, gibt es hier die Filme bzw. vorwiegend die Trailer oder Teaser zu sehen.
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Cerberus

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Inquisition

 




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Leichenhalle

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