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Dienstag, 28. August 2012

The Awakening

Großbritannien, 2011
Regie: Nick Murphy
Darsteller: Rebecca Hall, Diana Kent, Dominic West, Imelda Staunton, John Shrapnel, Lucy Cohu, Richard Durden

In Großbritannien ist es nach dem Ersten Weltkrieg eine gute Zeit für Geister. Vor allem aber auch eine gute Zeit für Scharlatane, die mit allen Tricks arbeiten, um vermeintliche Geister herauf zu beschwören. All die Tricks enttarnt Florence Cathcart mit Leichtigkeit Dank Logik und Wissenschaft. Nur das abgelegene Knabeninternat, in dem es spukt, ist kein so einfacher Fall. In bester klassischer Horror-Manier beschwört dieser Film sehr gekonnt eine dichte Atmosphäre voll wohligem Schauer. Zur Gänsehaut reichte es allerdings bei mir nicht ganz. Mag sein, dass das daran gelegen hat, dass neben mir andauernd zusammengezuckt wurde. Das Ende ist für meinen Geschmack auch etwas zu sehr konstruiert, aber die guten Darsteller und vor allem die bestens passende Ausstattung machen daraus dennoch einen sehr gut ansehbaren Gruselfilm.

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Portrait of a Zombie

Irland, 2011
Regie: Bing Bailey
Darsteller: Diane Jennings, Geraldine McAlinden, Gerry Shanahan, Patrick Murphy, Paul O’Bryan, Rory Mullen, Sara Eavan, Sonya O’ Donoghue, Steven Neeson, Todd Fletcher

Heutzutage wurde eigentlich schon auf fast alle Randgruppen aufmerksam gemacht, die diskriminiert werden. Nur Zombies haben noch keine Lobby gefunden, die sie unterstützt. Dabei haben es Zombies alles andere als leicht, gesellschaftlich akzeptiert zu werden. Nicht minder schwierig ist es für die ebenfalls ausgegrenzten und angefeindeten Angehörigen, die sich oft wortwörtlich aufopfern. Ein Reporterteam dokumentiert eine solche Familie, die sich liebevoll um ihren infizierten Sohn kümmert, der sicherheitshalber aber doch besser Zwangsjacke und Maulkorb verpasst bekommt. So weit die sehr nette Idee zu diesem Film. Nur hapert es leider ziemlich mit der Umsetzung. Die Doku besteht zu gefühlten 90 % aus Closeups von Interviewten. Und für die Zombies hätte man nicht unbedingt zu den Schminksets aus der Grabbelkiste greifen müssen. Sehr schade um dieses vermurkste Potenzial.

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Killer Joe

USA, 2011
Regie: William Friedkin
Darsteller: Matthew McConaughey, Emile Hirsch, Gina Gershon, Gralen Bryant Banks, Juno Temple, Scott Martin, Thomas Haden Church

Eiskalt geht der Auftragsmörder Joe Cooper vor, auch wenn dies nur ein Nebenjob für ihn ist, denn hauptberuflich ist er Detektive bei der Polizei. Eine durch und durch sowohl verkommene als auch verkorkste Familie engagiert ihn, um die Mutter wegen einer Lebensversicherung ermorden zu lassen, da der Sohn als Kleindealer Schulden bei den Drogenbossen hat, weil eben jene Mutter sein Koks vertickt hat. Alle unterstützen den Plan von Sohn Chris. Der ständig bargeldlose und trinkende Vater, der soundso nichts mehr mit seiner Ex-Frau zu tun hat. Die Stiefmutter, die sich für ihre Nacktheit beim Empfang des Stiefsohns damit entschuldigt, dass sie ja nicht gewusst hätte, dass er vor der Tür steht. Und auch die unschuldig wirkende kleine Tochter, die größtenteils aber einfach nur hoffnungslos naiv bis debil ist. Der Plan geht allerdings gewaltig nach hinten los. So böse wie die Rolle des Hauptdarstellers ist auch der ganze Film in seiner Brutalität und auch in dem ebenfalls nicht zu knapp vorhandenen Humor, auch wenn dieser manchmal im Halse stecken bleibt. Es ist eine Bösartigkeit von der faszinierenden Art, gerade auch weil sie so brillant gespielt wird. Und spannend ist dieser bitterböse und böse komische Thriller zudem auch durchweg. Ein böses Must-See.

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