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Montag, 17. Dezember 2012

Wie ich zum Groupie wurde



Meist ist es so, dass man Musik, an der man Gefallen gefunden hat, wiederholt hören kann. Mag das manchmal auch bei Livedarbietungen etwas variieren, so kommt man dann doch oft genug in den Genuss, vertraute und gemochte Klänge erneut zu hören. Bei Passierzettel ist das anders. Vollkommen anders. Das, was man hört, war nie zuvor zu hören und wird auch nie mehr danach zu hören sein (außer, es wird gleichzeitig aufgenommen). Es ist faszinierend, wie aus dem Nichts Musik entsteht und für mich nach wie vor unbegreiflich, wie das so gut funktionieren kann. Diese psychedelektronischen Improvisationen fügen sich von den ersten Tönen an gleich zu etwas Ganzem zusammen, das dann in seinem Wachsen und Ausweiten durchaus auch etwas archaisch Schamanisches in sich birgt. Auf dem Zettel hatte ich diese Band schon mal, aber dann ist aus irgendwelchen Gründen doch nichts passiert. Diesmal gab es definitiv mehr Gründe zum Konzert zu gehen. Vor allem, um dem Bandmanager als Groupie zur Seite zu stehen, da er diesmal das erste Mal mit Mikrowelle und Laserschwert musikalisch live auf der Bühne zu Gange war und bestimmt 45 °C Lampenfieber hatte. Schließlich habe ich seine Unterstützung auch schon oft genug in Anspruch genommen – als Herr der Fliegen beispielsweise.