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Montag, 1. Februar 2016

Frisches Blut fürs Gruselkabinett



Wie schon beim letzten Beitrag angekündigt, musste ich dringend etwas gegen Ohrwürmer unternehmen, die ihr Verfallsdatum längst überschritten hätten, wenn es sich eben nicht um Ohrwürmer handeln würde. Gesagt, getan und schon gibt es jetzt für mich eine Masse an Songs, die zumeist sehr catchy sind und sofort ins Blut gehen. Peter Kernel bezeichnen ihre Musik selbst als Art Punk, was man zwar schon so stehen lassen könnte, aber mehr könnte man sich darunter vorstellen, wenn man dies als äußerst melodiösen Post-Punk-Wave benennen würde. Die Melodiösität ergibt sich aus ausgefeilten Arrangements, die durchaus vor allem live auch mal noisy werden können und mehrstimmigen Gesang. Neben den Gründern und Hauptmitgliedern der Band – der Bassistin und dem Gitarristen – trug gestern Abend auch der Schlagzeuger dazu bei. Damit hatte man eine Mischung aus der Schweiz, Kanada und Mexiko auf der Bühne. Trotz der längeren Bandgeschichte ist es für mich dennoch Frischblut, die ihr ganzes Potenzial noch nicht ausgereizt hat. Das, was es bisher jedoch an Blutkonserven gibt, ist für mich schon vollwertige Kost, da die Zubereitung schon so viele Zutaten beinhaltet, die diese Band zu etwas (etwas) anderen macht. Und man kann auch nicht sagen, dass diese Band nur „Sad Songs” spielt. Live boten sie auch „Salsa Songs” an. Zugegebenermaßen eine etwas subjektive Deutung von Salsa, die ich aber durchaus teilen kann. Aber allein die Tatsachen, dass das Debütalbum „How to Perform a Funeral” heißt und auf Covern schwarze Katzen auftauchen sollten endgültig verdeutlichen, was ich von dieser Band halte: Jetzt peterkernelt es sehr deutlich bei mir.