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Samstag, 2. September 2017

Hikikomori (ひきこもり)

Ohne jegliche Verpflichtungen und ohne das dann doch vorhandene Bedürfnis, mich zu bewegen bzw. mindestens auch im Grünen (richtig Natur ist natürlich besser, aber schwerer umsetzbar) aufzuhalten, würde ich diese Daseinsform derzeit favorisieren. Momentan habe ich zumindest kein Bedürfnis, mich privat im Außen zu bewegen, wenn es um mehr oder weniger soziale Begegnungen geht. Einfach nur für sich selbst sein reicht vollkommen aus. Das Interagieren in der Blogosphäre ist da oft einfach auch schon zu viel (unabhängig davon, was Kommentare betrifft, für die ein Augenrollen schon zu viel an Aktion ist.) Aber zumindest ist das Bloggen etwas, wozu man nicht das Haus verlassen muss oder vielmehr, wo man gar nichts machen muss, wenn man es denn nicht will.

Samstag, 26. August 2017

Was soll man denn nur wählen?

Sicher ist das demnächst eine schwierige Frage, wenn der persönlichen Meinung nach keine der zur Bundestagswahl antretenden Parteien (die über die fünfprozentige Hürde kommen) als wählbar erachtet werden. Sicher kann man auch gar nicht wählen gehen. Sicher könnte man sich allerdings auch mit dem detailliert auseinandersetzen, was man eigentlich will und was dementsprechend zumindest ansatzweise wählbar wäre. Sicher hätte man selbst auch politisch aktiv werden können (also jenseits von missmutigen Äußerungen). Aber das ist ja alles nicht so einfach und deswegen gibt es schon seit längerem diverse Onlinetests. Aber die sind ja meist auch nicht so einfach, da dort hin und wieder doch eine politische Meinung gefragt ist. Richtig unkompliziert ist jedoch der Musik-O-Mat. Könnte man zumindest meinen, denn zu Musik haben die meisten Menschen einen konkreteren Zugang als zu Politik. Wenn beim Thema Politik oft eine diffuse Antihaltung eingenommen wird, hört man, was Musik betrifft, vielmals eine klare Ansage: „Ich höre eigentlich alles.” Was bei Nachfrage jedoch differenziert wird. Aber dann ist man sich doch recht schnell sicher, was „gute” Musik ist. So schnell legen sich dann auch bei Nachfrage viele nicht fest, was die Wahl einer Partei betrifft. Aber nun gibt es ja den Musik-O-Mat, der alle Entscheidungsunsicherheiten aus den Weg räumt (zumindest aller Parteien, die in näherer Zeit im Bundestag vertreten waren).

P.S.: Manche Zuordnung von Songs sind mitunter sehr überraschend, auch wenn mich mein Gesamtergebnis nicht überrascht hat.

Freitag, 25. August 2017

Jenseits von Bürokratie

Dieses Ereignis liegt inzwischen schon etwas in der Vergangenheit, aber ich wurde vor Kurzem wieder daran erinnert und man sollte dies doch einmal öffentlich festhalten.

Wer meint, dass hier in Deutschland nichts ohne Bürokratie geht, dass immer alles nur nach Vorschrift gehandhabt wird, kann an diesem Erlebnis das Gegenteil kennenlernen. Für die Kündigung eines Zahlungsauftrags war eigentlich die Unterschrift des Zahlungsbeauftragten notwendig. Der war jedoch nicht anwesend. „Dann unterschreiben Sie doch einfach mit dessen Namen. Muss nur ,erwachsen’ aussehen.” So wurde das kleine Monster ermuntert, um dessen Angelegenheiten es ging. Nach einem kurzen Blickwechsel war das dann mein Part. Und schon fälschte ich eine Unterschrift. Die ja keinerlei Nachteil hatte, sondern im Gegenteil zukünftige finanzielle Belastungen ausschloss. Korrekt ist das sicher nicht, aber so einfach kann das auch gehen.

Freitag, 18. August 2017

Twoday – Everyday

An all die Verbliebenen, die stoisch hier ausharren. Mir ist zumindest nicht bekannt, dass sich hier verbleibende Blogger zusammengeschlossen haben. Der Status ist bekannt – es wird nichts mehr (von den Betreibern der Plattform) gemacht, um twoday.net am Leben zu erhalten. Von daher möchte ich hier alle versammeln, um gemeinsam etwas gegen das zunehmende Sterben dieser Plattform zu unternehmen. Keine Ahnung, wie man da was erreichen kann, aber vielleicht schafft man etwas zusammen.

Strafanzeige, aber sofort!

Ich weiß nur noch nicht, welcher Paragraph hierbei am zutreffendsten ist und wo ich die Anzeige erstatte. Gleich an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag? Ich weiß nur, dass nun das Maß überschritten ist, an dem ich das einfach so hinnehmen kann. Vieles verdrängt man ja oft, gerade wenn es um unangenehme Dinge geht. Ich kann mich dennoch in Anbetracht dieser Kenntnis nicht daran erinnern, dass es jemals so schlimm war. Die Anklage richtet sich gegen den diesjährigen Sommer oder besser sogenannten Sommer. Und falls sich da noch etwas ändern würde, dann würde sich dies auf das Strafmaß nur rudimentär mildernd auswirken. Dazu sind die ganzen Anklagepunkte einfach zu massiv. Da hilft es auch nicht, dass es schon öfters verregnete Sommer gab oder auch viel zu kalte Sommer bzw. auch zu warme Sommer (was hierbei allerdings irrelevant ist) gab. Dieser Sommer hat sich nicht mal eindeutig auf die Temperatur festlegen können. Und das oft nicht mal für einen Tag. Oft schwankten die Temperaturen im zweistelligen Bereich. Gar nicht davon zu reden, was da teilweise an Wassermassen hinzukommt. Eigentlich musste man fast ständig dafür gewappnet sein, sich in den Tropen zu befinden (inklusive Monsun) oder eher in Richtung Polarkreis (inklusive Eisbrocken aka Hagel). Sicher könnte man in Betracht ziehen, dass das die Konsequenzen von dem sind, was von uns allen den Klimawandel beeinflusst hat. Und sicher kann kaum jemand von sich behaupten, da absolut klimaneutral zu sein, selbst wenn man sich darum mehr oder weniger bemüht. Aber ich glaube, dass dieser Sommer einfach so keinen Bock hatte, Sommer zu sein. Und das man demzufolge diesen Sommer zur Rechenschaft ziehen sollte, weil er einfach nicht seinen Pflichten nachgekommen ist. Nur mal so zur Bilanz: ich war bisher hierorts nur einmal in Kontakt mit Wasser, das kein Regen war (Baden/Schwimmen). Ganz zu schweigen von lauen Sommernächten, die man ohne Regenjacke oder dick eingemummelt verbringen konnte. Dieser Sommer gehört also ganz klar angeklagt. Rechtsdienliche Hinweise zur Anklage sind hiermit sehr willkommen.

Mittwoch, 16. August 2017

Die lieben Kollegen, Teil 53

Über eine Kollegin von mir wurde sich beschwert. Sie würde zu wenig Widerworte geben bzw. alles einfach nur ausführen ohne darüber zu diskutieren. Da wäre man anderes gewohnt und würde dies erwarten... Diese Erwartungshaltung ist jedoch nicht selbstverständlich bzw. stießen Widerworte oder auch endlose Diskussionen bei dem Beschwerdenden zu meiner Anfangszeit auf, nun ja, ziemliche Verblüffung (um es mal euphemistisch zu beschreiben). Tja, inzwischen sieht das anders aus und ich freue mich doch sehr darüber, dass eine eigenständige Meinung so anerkannt wird.

Montag, 14. August 2017

Mitten in der Stadt



Fernab der Wälder entdeckte ich am Wegesrand diesen Schatz. Es lohnt sich also nicht nur der sogenannten Fitness wegen zu Fuß zur Arbeit zu gehen, vornehmlich fernab von verkehrsreichen Straßen, sondern auch um für mehr als ein leckeres Abendessen zu sorgen, denn mit über 1 Kilo kann man dann doch mehr als ein Abendmahl zubereiten. Um in die Wälder zur Pilzsuche zu gehen hatte ich bisher keine Zeit, obwohl der diesjährige „Sommer” immerhin hierzu taugen dürfte. Aber nun denke ich, warum in die Ferne schweifen? Zumindest was die Pilzsuche betrifft, denn durch die Wälder zu streifen beinhaltet ja nicht nur dieses.

Montag, 31. Juli 2017

Die lieben Kollegen, Teil 52

Nun ist es so weit. Tag 1 (von zwei Wochen) ist vollendet und ich kann zumindest schon feststellen, dass die Englischkenntnisse des chinesischen Grafiker-Kollegen alles andere als vollendet sind. Für eine Woche ist seine chinesische Kollegin noch mit dabei, die heute größtenteils als Übersetzerin fungierte. (Irgendwie kam mir das Englische heute vor, als sei es meine Muttersprache.) Bei einer kurzen Präsentation ist das schon sehr dürftig, wenn man keinen einzigen uns verständlichen Satz dazu äußern kann. Spannend wird nun auch das Trainingsprogramm, aber immerhin hat der Kollege eine Übersetzung-App auf seinem Smartphone. Ansonsten herrscht viel Hand und Fuß bei der Kommunikation. Morgen werde ich mal versuchen, ihn über private Interessen auszufragen. Immerhin sind wir ja auch teilweise für die Freizeitgestaltung nach der Arbeit verantwortlich. (Ich weiß zumindest jetzt schon, dass es bei ihm nicht mehr als ein kleines Bier geben darf.) Tja, es bleibt spannend. Und morgen ist auch der Tag, an dem der neue Azubi anfängt, also mein neuer Azubi und somit mein erster Tag als Ausbilderin. Wann ich eigentlich zur „normalen” Arbeit komme, weiß ich allerdings überhaupt nicht ...

Dienstag, 25. Juli 2017

Im Regen stehen



Trotz unheiterem Anlass hätte das Wetter heute ruhig besser sein können. So waren wir diesmal, nass bis auf die Knochen, nur zu einem sehr kurzen Besuch da. Die vielen Schnecken hätten dich geärgert, das satte Grün hätte dich jedoch sehr erfreut.

Samstag, 22. Juli 2017

Der Tag, ab dem es keine Kinderschokolade mehr gibt



Naja, etwas kann man da ja schummeln. Weniger jedoch bei der Erkenntnis, dass nun unwiderruflich ein Lebensabschnitt vollendet ist, auch wenn der Tag nur ein symbolisches Datum ist, was das Erwachsensein betrifft. Ich selbst habe allerdings immer noch nicht wirklich herausgefunden, was das sein soll.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Wie die Post nicht abgeht

Noch halbwegs gut zu erreichen wurde ein Päckchen in der nächsten Postfiliale (natürlich keine richtige) hinterlegt. Zwei Kunden vor mir – geht ja, dachte ich als ich mich in die kurze Schlange einreihte. Der erste Kunde entpuppte sich allerdings als Problemkunde. Er hatte keinerlei Benachrichtigung dabei (was meist noch geht), aber auch kein Datum der Lieferung. Er tippte auf irgendein Datum. Die Suche ergab nichts. Er tippte usw. usf. Schließlich wies ihn der Mitarbeiter nach der inzwischen zu beträchtlicher Länge angewachsenen Schlange an Kunden mit dem Hinweis ab, dass er doch mal seine Benachrichtigungen wegen des Datums checken sollte und da der dies vor nicht konnte, dann noch einmal wiederkommen sollte. Der Kunde zog laut dementierend verärgert ab, der Mitarbeiter blieb sichtlich genervt zurück. O.K., also nur noch ein Kunde vor mir – zehn Minuten verschwendete Zeit, nun kann es ja fix weiter gehen. Dachte ich ganz optimistisch. Der nächste Kunde reklamierte allerdings die Frankierung eines Briefes, den er nicht selbst aufgegeben hatte, aber eine Quittung dazu vorweisen konnte, die zu teuer berechnet gewesen sein soll. Es ging um 75 Cent … Der Brief war inzwischen nicht mehr in der Filiale, um die Beanstandung nachzuprüfen. Der Kunde bestand trotzdem auf die Erstattung des seiner Meinung nach zu viel bezahlten Portos (75 Cent!) und auf eine Rücksprache mit dem Vorgesetzten des Mitarbeiters. Ohne Erfolg, aber mit erneuter Wartezeit. (Die Schlange war inzwischen ziemlich lang geworden.) Aber nun war ich endlich an der Reihe und dachte gleich mit der Sendung abziehen zu können. Diese wurde allerdings nicht gefunden. Der Sendungsverlauf bei Päckchen sieht nicht so gut aus … Erneute Prüfung der vorhandenen Sendungen. Ohne Erfolg. Tja, es könnte sein, dass die auch in einer anderen Filiale (als wie auf der Benachrichtigung angegeben) abgegeben wurde. (?) Quintessenz: knapp eine halbe Stunde für nichts. Und wieder ein erneuter Kunde, der unverrichteter Dinge die Filiale verließ. Inzwischen habe ich eine Vermutung, wo die Sendung ist, aber die vergeudete Zeit nervt mich immer noch etwas. Wie es mit den Nerven des Mitarbeiters aussieht, will ich lieber gar nicht wissen.

Japanischer Arbeitsweg



Die Gegend, in der ich arbeite, besteht fast nur aus Büroklötzen. Fast, denn knapp eine Handvoll kulturell genutzter Orte gibt es dort ebenfalls. Wenn man dann abends zu einer dieser Örtlichkeiten unterwegs ist, mutet das schon recht befremdlich an. Zum einen sind die Straßen, im Gegensatz zum quirligen Treiben tagsüber, vollkommen unbelebt. Zum anderen irritiert einen auch die Uhrzeit, zu der man sich auf seinem Arbeitsweg befindet. Der ungewöhnliche Weg lohnte sich indes. Turtle Yama – zwei kleine Japanerinnen – formten aus Tapeloops und Synthesizerimprovisationen eine elektronische Mischung, die voll frischer Lebendigkeit war. Zuvor legte u. a. auch noch Felix Kubin auf. Beim Heimweg empfand ich die Umgebung schon etwas weniger seltsam – dazu hatte ich zu viel seltsame Musik gehört.

Montag, 17. Juli 2017

Man möge mir einen Hammer geben…

…so dass ich mir einhämmern kann, dass Gefühle etwas sind, die einen in vollkommen diametrale Richtungen leiten können. Der Verstand hinkt immer noch hinterher. Das Herz ist kein verlässlicher Ratgeber. Ohne Augen ist es einfach nur blind. Man sieht ganz gewiss nicht damit gut. Zumindest dann nicht, wenn man sich doch besser mehr auf seinen Verstand verlassen sollte.

Friedenszeit

Eigentlich wollte ich noch etwas zum G20 schreiben bzw. was die Folgen von diesem betrifft. Das mache ich vielleicht auch noch, da es aus meiner Sicht noch viel zu sagen gibt, das etwas zu kurz kommt bzw. die allgemeine Berichterstattung in den Medien recht einseitig ist oder vielmehr eine verallgemeinernde Richtung anschlägt, die subjektiv gesehen nicht gerechtfertigt ist. Aber darum geht es mir bei diesen Beitrag nicht oder wenn, dann nur insoweit, dass das dennoch nicht mit kriegsähnlichen Zuständen vergleichbar ist, so beängstigend das auch alles wirkte und ohne die stattgefundene Gewalt zu verharmlosen. Inzwischen gibt es hier in Deutschland nur noch wenige Menschen, die wissen, was Krieg bedeutet. Selbst all das, was in den 90ern in Jugoslawien stattfand, ist inzwischen schon wieder in weiter Ferne, so dass es teilweise vollkommen ignoriert wird. Wir hatten keinen Frieden in Europa (auch wenn das vielmals anderes wahrgenommen wird) seit dem 2. Weltkrieg. Dieser rückt auch immer weiter in Vergessenheit und wir leben hier in Mitteleuropa in einer Welt, für die Krieg und Folgen davon unvorstellbar sind, man selbst nur theoretisch das Leid nachvollziehen kann. Ein sehr lebendig erzähltes Zeitzeugnis ist dieses Buch, das nun wieder aufgelegt wurde. (Die Verfilmung damals scheint mir nach kurzem Reinsehen im Vergleich zum Buch sehr seicht ausgefallen zu sein.) Man kann nur feststellen, wie gut wir hier leben. In Frieden seit Jahrzehnten.

Dienstag, 11. Juli 2017

Zeugnis der Reife

Nach knapp 12 Jahren ist nun diese Zeit für das kleine Monster beendet. Stolz kann es auf diesen Abschluss sein und ich bin es mit ihm. Es sind nicht nur die Zensuren, die dazu beitragen. Nachdem die zwei Stunden Gottesdienst (das wohl letzte Mal in unser beider Leben) überstanden waren und noch etwas Pause zu den nachfolgenden Reden und der abschließenden Abiturverleihung war, zog mich eine Lehrerin beiseite und hob zu einer nicht enden wollenden Lobeshymne auf das kleine Monster an. Dessen nicht genug, gab es später auch noch eine ganz besondere Ehrung. Das kleine Monster erhielt ein Stipendium über ein Jahr für sein außergewöhnliches Engagement und zudem einen Gutschein sowie freie Teilnahme für Besinnungstage. Auch wenn dieses Stipendium von einer jesuitischen Stiftung kommt, spielte der Glaube beim Engagement überhaupt keine Rolle. (Inwieweit die Schulleitung bei der Wahl des kleinen Monsters auch auf dem Zettel hatte, dass es nicht getauft ist, wird sich noch herausstellen.) Neben der Anerkennung freue ich mich besonders darüber, zu was für einer Persönlichkeit es herangereift ist – allgemeine Desinteressiertheit ist ein Fremdwort für das kleine Monster. Hilfsbereitschaft als auch Wissbegierde sollten eigentlich bei jedem ausreichend vorhanden sein bzw. sind diese ja eigentlich ganz natürlich. Die Erfahrung, dass das bei vielen Menschen nicht so ist, macht man nur leider oft genug. Umso schöner, dass sich das kleine Monster seine Offenheit nicht nur bewahrt hat, sondern diese überdurchschnittlich ausgeprägt zu sein scheint. Ich wünsche ihm sehr, dass es so engagiert bleibt!