Freitag, 28. Januar 2011

Schuld und Sühne

Es wird gesagt, dass jemandem vergeben wird, wenn er seine Schuld eingesteht und Reue zeigt. Wie ist das aber, wenn bereut wird, aber keinerlei Schuld zugegeben wird? Wobei nicht mal sicher ist, ob es überhaupt ein Schuldigsein gibt. Und man wird es wohl auch nie erfahren. Die Geste der Sühne ist indessen unübersehbar.
C. Araxe - 2011.01.28, 21:17

Wenn diesen Beitrag niemand versteht, ist das absolut nachvollziehbar. Ich weiß nämlich auch nicht, was ich davon halten soll.

rinpotsche - 2011.01.28, 21:28

Vielleicht haben Sie den falschen Horoskopdienst abonniert?

C. Araxe - 2011.01.28, 21:43

Das ist einfach Fucking-Life. So richtig mit Blut. Also das ist mein Blut, auch wenn ich es nicht wirklich kenne, aber es fließt trotzdem in mir.
rinpotsche - 2011.01.28, 21:54

Oh, ich wollte mich nicht über Sie lustig machen! Mitunter liest man so einen Käse über das vermeintliche Sich, Treffer gibt es allerdings dann nur, wenn bzgl. des Angesprochenen auch ein Schuldbewusstsein existiert, so ist das jedenfalls bei mir. Um eines künstlich zu entwickeln, bin ich schon zu alt.
C. Araxe - 2011.01.28, 23:27

Hach, ich glaube, das ist einfach zu kompliziert, als dass ich das bloggen könnte und wollte.
romeomikezulu - 2011.01.28, 21:41

"Vergeben", das ist ein religiöser Begriff, irgendwie immer noch.
In unserem Kulturkreis verstehen wir SCHULD ja als etwas, was "von außen" an einem Dritten objektiv festgestellt wird (persönliche Vorwerfbarkeit), während REUE etwas nicht Herstellbares, aus dem Individuum Hervortretendes ist.

Vergebung ist dann so etwas wie die Verneinung der (persönlichen) Schuld im Anderen, in dem man sinngemäß sagt:
"Genausogut hätte ich an Deiner Stelle sein können."

Uff. Hoffetllich war das jetzt nicht noch wirrer
als die ursprüngliche Fragestellung ;-)).

C. Araxe - 2011.01.28, 21:48

Mit dem Vergeben habe ich weniger Probleme. Wenn ich das nicht könnte, dann könnte ich gar nicht leben. Menschen sind einfach fehlbar. Und es ist einfach so: der Fehler, wenn es ihn denn gibt, ist meine Existenz.
NeonWilderness - 2011.01.29, 03:04

Ich mag Menschen, die sich und ihr Denken in Frage stellen. Nur komplette Idioten zweifeln nie an sich selbst. Und trotzdem: Sünde, der fehlbare Mensch, Reue, Beichte, Sühne und Vergebung sind Begriffe und Instrumente einer 2000-jährigen religiösen Indoktrination und Disziplinierung einer sonst nicht zu beherrschenden Weltbevölkerung. Und niemals, niemals, niemals, kann Ihre Existenz ein Fehler sein, allerhöchstens eine brillante Laune der Evolution. Und ich finde, da hat sie in diesem Fall etwas sehr Besonderes hervorgebracht. Dies sage ich in meiner Funktion als langjähriger Blog-Abonnent, lokaler Ehrenvorsitzender des Darwin-Gedenkvereins und als Kassenwart der Arbeitsgruppe zur rechtlichen Egalisierung von Kirche und Swingerclub. Ich denke, das spricht für sich.
C. Araxe - 2011.01.29, 14:02

Das war wohl etwas missverständlich von mir ausgedrückt. Besser vielleicht so: der Fehler, wenn es ihn denn gibt, hatte meine Existenz zur Folge.
NeonWilderness - 2011.01.29, 17:07

Oh - dann nehme ich natürlich alles zurück. Außer natürlich mein Blog-Abonnement. ;)
C. Araxe - 2011.01.29, 17:36

Das war ja klar ...
Die Sünderin - 2011.02.03, 16:51

Blut ist in jedem Fall dicker als Wasser.
Hauptsache, Sie kommen gesund und munter zurück und bringen mir etwas Schönes mit!!! :-))

C. Araxe - 2011.02.03, 17:09

Jaja, Hauptsache, dass ich für Sie was Schönes mitbringe.

Ich schau’ mal ... Schönheit liegt ja im Auge des Betrachters. :·P
Die Sünderin - 2011.02.03, 17:17

Sie kennen doch meinen Geschmack ... 500-Euro-Scheine finde ich extrem anziehend!
C. Araxe - 2011.02.03, 17:25

Da schenke ich Ihnen lieber was Praktisches. Eine Mütze ist beispielsweise bei dem derzeitigen Wetter doch viel geeigneter.
Die Sünderin - 2011.02.03, 20:25

Pah!
Dennoch: gongvataj!
  Vorsicht,
  bissige Bloggerin!

Cerberus

... nur keine Angst.
Inquisition

 




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C. Araxe - 2018.01.19, 21:03
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