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Gefrierpunkt

So lautet der Name einer Wochenbeilage (chin. Bingdian), die der chinesischen Zensur zum Opfer gefallen ist. Nicht besonders spektakulär denkt man, horcht dann aber doch auf, wenn der Chefreadkteur Li Datong gegen die eigene Partei klagt. Noch mehr die Ohren spitzen sollte man allerdings, wenn man mitbekommt, wer bereitwillig mit der chinesischen Zensur zusammenarbeitet.
wvs - 2006.02.18, 13:09

So bitter ....

diese Erkenntnis in Hinsicht auf Handlungsweise der "Großen" des Internets auch ist:
Wird das Yahoo-Kunden dazu bringen, ihren Account dort zu kündigen? (Und könnte/sollte man ihnen in der heutigen Zeit, in der bei Vielen das Geld nicht allzu üppig vorhanden ist, daraus einen Vorwurf machen?)

C. Araxe - 2006.02.18, 13:23

Wirklich konsequentes Handeln ist nur schwer möglich und scheitert oft am eigenen Unvermögen, welches nicht nur durch Bequemlichkeit bedingt ist. Trotzdem sollte man die Augen offen halten und Kritik üben dürfen.
wvs - 2006.02.18, 15:05

Darin ....

stimme ich Ihnen mit vollem Herzen zu ....
honigsaum - 2006.02.18, 16:07

Auch flickr gehört yahoo; denke auch, seitdem ich das in der Zeitung las, über Kündigung des accounts nach.
C. Araxe - 2006.02.18, 17:18

Noch problematischer finde ich, dass China immer mehr an Einfluss gewinnt. Was sich da auf dem wirtschaftlichen Sektor anbahnt, ist ja nur ein Schritt.
wvs - 2006.02.18, 18:15

Ich habe ....

Freunde in China - aus meiner Zeit in USA. Selbst die stehen der Einschränkung kritisch gegenüber:
Obwohl sie als "Priviligierte (= Partei-nah)" gelten müssen. Denn wer die Erlaubnis zum Auslandsstudium erhält muß wenigstens ein Elternteil in einem Ministerium haben .... in diesem Fall war der Onkel zudem im diplomatischen Dienst.
Was man daran erkennen kann:
Wenn die Menschen erst einmal aus dem Einflußbereich der politischen Indoktrination heraus sind, erkennen sie dessen Schwächen!
Interessant war dabei, daß dies natürlich nie direkt zugegeben oder ausgesprochen wurde - es kam mehr so "durch die Blume" - wohl aus dem Gefühl heraus man müsse für die Möglichkeiten dankbar sein und dürfe nicht über das "Vaterland" herziehen .... ein Spagat, um den ich diese Menschen sicher nicht beneide.
C. Araxe - 2006.02.18, 18:49

Nun ja, mehr oder weniger muss man überall einen Spagat machen. Auch hierzulande. Sicher sollte man dankbar sein über die Verhältnisse, in denen man hier lebt, nichtsdestotrotz gibt es genügend Kritikpunkte.
Meist erfolgt aber doch eine Anpassung, nicht um letzten Endes zu (über-)leben.