Vorsicht, bissige Bloggerin!: Anleitung zum Glücklichsein
 

Montag, 5. November 2007

Anleitung zum Glücklichsein

„Wenn das Denken, indem es alle Vorsicht und alle Schwerfälligkeit fahren ließe und sich ein einziges Mal einem leicht aufblitzenden Licht hingäbe, für einige Augenblicke auf die Welt und die Leere zustürzte, dem Gefälle folgend, das ihr eigen ist ...
Es spielt keine Rolle, dass die aufleuchtenden Gestalten, die dann in die Nacht projiziert würden, die flüchtigsten sind: das glückliche Auflachen, das sie auftauchen sähe, würde sich fortsetzen, wenn die schwarze Dunkelheit sich bereits wieder geschlossen hätte, unerbittlich. Was kann man in der Tat mehr erwarten von einer menschlichen Existenz, es sei denn, man stelle sich noch vor, nach Art der Alten und ihrer blinden Steinbüsten, dass das Wissen der Menschen der Sockel dieses gestirnten Universums sei.
Das Glücklichste wäre, sich plötzlich der Chance anzuvertrauen: zum Beispiel glauben oder selbst vorgeben zu glauben, dass die Welt nicht dazu da ist, dass der Mensch sie erkenne, sondern dazu, dass er trunken sei von ihr.”

Georges Bataille
Paulaline - 2007.11.05, 10:26

Ja, nee. Iss klar.

(Ich glaube, ich sollte es langsam noch einmal von vorne lesen. Montage. Muss das Hirn erst aufwecken.)

C. Araxe - 2007.11.05, 10:43

’n bisschen müssen Sie sich zum glücklich werden schon bemühen.
;·)
Paulaline - 2007.11.05, 10:45

Ich bemüh mich und bemüh mich und kann den Sinn doch nicht finden.
C. Araxe - 2007.11.05, 10:48

Den Sinn des Bemühens oder den Sinn des Glücklichseins?
C. Araxe - 2007.11.05, 10:51

Naja, eigentlich geht es ja gerade ums Nichtbemühen.
Mondelfchen - 2007.11.05, 12:03

gut, dann bemüh ich mich icht mehr und werde verstehen
theswiss - 2007.11.05, 11:28

ist das sowas wie die pünktlibilder, wo man daneben gucken muss um das bild zu sehen?

C. Araxe - 2007.11.05, 11:47

Eher die Augen schließen. Oder so weit öffnen, dass alles nur noch Auge ist.
schlepp - 2007.11.05, 11:58

Na, das sind ja mal ordentlich ungekämmte Gedanken ... aber ich glaube zu verstehen ... naja, das liegt sicher an meinen von Erkältung gepeinigten Synapsen. Morgen werde ich diese Worte lesen und nichts mehr verstehen.

C. Araxe - 2007.11.05, 12:09

Eugene Faust - 2007.11.05, 12:14

Der Link funktioniert leider nicht, Frau Araxe.
C. Araxe - 2007.11.05, 12:16

Der nicht funktionierende Link hätte zwar irgendwie schon gepassst, aber nun habe ich es doch geändert.
schlepp - 2007.11.05, 12:21

Naja, wie gesagt, das Erkältungsdelirium läßt mich schon halbwegs verstehn, wenn ich es richtig analysiere, dann nehme ich an: Öfter mal Fahrstuhlmusik anmachen?
C. Araxe - 2007.11.05, 12:30

Oder etwas von Hirsche Nicht Aufs Sofa.
schlepp - 2007.11.05, 12:43

Oh ... der Titel "Musik für Schuhgeschäfte" klingt aber sehr verlockend.
joss - 2007.11.05, 12:06

Ich sehe ihn wiederauferstanden aus Ruinen vor mir, wie er trunken die Sorbonne durchtaumelt und den flatternden Röcken der Studentinnen nachseufzt, jedem einzelnen, immer bereit, sich todesmutig noch der allerkleinsten Chance anzuvertrauen.

C. Araxe - 2007.11.05, 12:09

Gotteslästerung!
joss - 2007.11.05, 12:24

Ach was, mich führt der nicht hinters Licht, vom Taumeln verstehe ich was.
C. Araxe - 2007.11.05, 12:31

Seit wann haste etwas gegen die Dunkelheit?
joss - 2007.11.05, 12:56

Da habe ich gar nichts gegen. Ich habe den einen Pol benannt, wie man das denken kann. Den der unmittelbaren Begierde, der heute zur Spaßgesellschaft entblödet wird. Am gegenüberliegenden steht doch nicht viel anderes, als das, was mich so an den Surrealismus bindet. Das aber ist etwas sehr voraussetzungsvolles, und kein Geheimnis, dass dieses Aufgehen in der Apparition, von dem er da spricht, auf etwas sehr aufwendiges hinausläuft. Man muss ja nur an den Zen-Buddhismus denken, dieses Allerextremste Loslassen und Überlassen an das Hier und Jetzt. Wie das die Menschen, die das Praktizieren, verrückt macht, wie das zur unendlichen Reise wird, durch alle Extreme. Oder bestimmte Wahnformen, die das Realitätsprinzip außer Kraft setzen und auch in dem enden, was Bataille beschreibt: Das glückliche Auflachen (der Irren)... unerbittlich. ... Gab es alles, von den ständigen Revolutionen en miniature, dem Wahn, das durch die Welt Taumeln. Aragon schrieb später im Rückblick, dass seine (sehr bürgerliche) Liebe zu Elsa Triolet ihn gerettet habe, aus alledem. Sowas geht mir dann durch den Kopf, wenn ich Bataille da trällernd über den Campus taumeln sehe. Ein Panaroma mit sehr vielen Facetten. Ich hab also nix gegen die Dunkelheit :)
C. Araxe - 2007.11.05, 13:33

Ach, das klang so einseitig. Das Äußere spielt ja nun gerade keine Rolle.
honigsaum - 2007.11.08, 10:39

Seit wann wird hier denn geduzt?
C. Araxe - 2007.11.08, 10:42

Ausnahmen bestätigen die Regel. *g*
Das gibt es schon seit dem Exexex(oder so)-Blog von Joss.
honigsaum - 2007.11.08, 10:50

Jetzt überleg ich mir aber ernsthaft, ob ich beleidigt sein soll.
C. Araxe - 2007.11.08, 10:56

Das ist aber ’n bisschen zu leicht zu durchschauen, wenn Sie mich dann duzen.
(„So. Jetzt bin ich beleidigt und kann dann auch du sagen!")
;·)
honigsaum - 2007.11.08, 13:10

Wieso, was würde man denn dann durchschauen können?
C. Araxe - 2007.11.08, 14:08

Na dass Sie nur beleidigt sind, weil Sie dann meinen, einen Grund zum Duzen zu haben.

Also, viele Leute werden ja beleidigend, wenn sie beleidigt sind und fangen dann an zu duzen, weil das für sie beleidigend ist. Für mich aber nicht. Und ich denke, das wissen Sie auch, aber Sie versuchen so zu tun, als wüssten Sie das nicht.

Alles klar? *g*
honigsaum - 2007.11.08, 15:36

Liebe DuSie, ich weiß, dass ich nichts weiß.
C. Araxe - 2007.11.08, 15:55

Womit wir wieder bei obigem Zitat wären. *g*

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