Sonntag, 1. Dezember 2013

Kreuzberger Nächte

… sind dann doch nicht sooo lang, wenn man tagsüber schon die ganze Zeit unterwegs ist und vor allem, wenn man weiß, dass sich zwischen Nachtleben und horizontaler Niederlassung gefühlt 1000 Stufen befinden. Der Ausblick über die Dächer Berlins ist schon schön, aber eben auch etwas beschwerlich. Diesmal beschränkte sich der Aktionsradius fast nur auf Kreuzberg, aber das heißt nicht, dass nicht viel unternommen wurde. Los ging es mit einer entspannten Runde quasi um den Block, also quer durch den SO 36. Zwischendurch wurden sich aus dem reichhaltig vorhandenen Angebot an türkischen Köstlichkeiten Tekno Köfte geangelt – Köfte zusammen mit Haloumi, Falafel und Salat mit viel frischer Minze = super lecker. Der Dauerregen (nicht aus Hamburg mitgebracht – darauf lege ich wert!) war aber nicht sehr zum ewigen Schlendern geeignet und so wurde dann erst einmal Merret Oppenheim besucht. Vor allem ihre Objektsachen habe ich zwar schon größtenteils gesehen, neu entdeckt habe ich für mich allerdings ihre Gedichte und ihre Wolken-, Nebel- und Gestirnbilder sind real kaum erfassbar – als Abbildung wird deren Atmosphäre sicher überhaupt nicht erfahrbar sein. Der Regen draußen war indes nach wie vor sehr gut erfahrbar, so dass ein Rückzug in unser Himmelsnest erfolgte, um dort in aller Ruhe den Abend zu planen.
Das zuvor angedachte pralle Programm schrumpfte auf einen Ausflug zum SO 61. Kulinarisches Verwöhnprogramm gab es erneut beim Parlament der Engel (mein Gaumen erfreute sich an hausgemachten Tortiglioni mit Artischockenfüllung, die sich mit einer Kräuterweißweinsauce und Tintenfischchen sehr gut vertrugen). Und schon war es Zeit, um rüber zum Arcanoa zu gehen – Höhepunkt der dortigen sehr kreativen Innenraumgestalung ist sicher der Fluss im Tresen. Hingelockt haben uns aber die beiden auftretenden Bands. Die recht jungen Musiker von Isolation Berlin boten einen sehr professionellen Auftritt, der musikalisch irgendwo bei 80er Post Punk mit 50er Einfluss zu verorten ist und viel Wert auf ernsthafte Texte legt. The Polymonsters sind optisch alles andere als unauffällig. Ihre Musik ist eine catchige Mischung aus Pop, Punk, Elektro und Glam.
Um den Bericht mal abzukürzen, geht’s mit Häppchen weiter. Auf diese Weise verbrachten wir auch den folgenden Tag. Ein bisschen Friedrichshain, ein bisschen Neukölln. Da mal einen leckeren Happen, dort eine schmackhafte Kleinigkeit – diesmal mehr asiatisch geprägt. Und schon war der Tag auch wieder vorbei, dabei waren wir doch gerade erst angekommen. Abends wurde im Wrangelkiez Madame Claude aufgesucht, bei der einiges auf dem Kopf steht. Live sorgten Alix Vesper mit Post Dance für Bewegung AMOIRË traten reduziert mit Klavier und großer Leinwand auf, auf der sich sehr schön anzusehende grafische Animationswelten ausbreitenden.
Durch die relativ frühe Rückfahrt reichte der nächste Tag nach dem Ausschlafen nur für ein ausgiebiges türkisches Frühstück in Begleitung einer trägen Englischen Bulldogge. Ach, ja – von Mateo Dienen und Johan Potma wanderte auch wieder Zuwachs ins Gruselkabinett – beispielsweise der da. So, und nun brauche ich erst einmal ein Wochenende zum Ausruhen. Morgen ist doch Samstag, oder?
  Vorsicht,
  bissige Bloggerin!

Cerberus

... nur keine Angst.
Inquisition

 




Katakomben

Dezember 2013
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 2 
 3 
 7 
 8 
10
11
12
13
14
16
17
19
20
21
22
23
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
Gehenna

Offene Wunden

O.K., das mag sich jetzt...
O.K., das mag sich jetzt etwas kryptisch anhören,...
C. Araxe - 2018.04.23, 23:11
Hagazussa: A Heathenʼs...
Deutschland / Österreich, 2017 Regie: Lukas Feigelfeld Darsteller:...
C. Araxe - 2018.04.23, 21:59

Fantasy Filmfest u. a.
FFF 2005 Nina The League Of Gentlemen's Apocalypse...
C. Araxe - 2018.04.23, 18:43

Brawl in Cell Block 99
USA, 2017 Regie: S. Craig Zahler Darsteller: Marc Blucas,...
C. Araxe - 2018.04.23, 18:38

Revenge
Frankreich, 2017 Regie: Coralie Fargeat Darsteller:...
C. Araxe - 2018.04.23, 17:06

Im Osten nannte man das...
Im Osten nannte man das früher Bückware.
C. Araxe - 2018.04.23, 16:20
Der Weg führt ins...
Der Weg führt ins Licht!
C. Araxe - 2018.04.23, 16:17
Die Benennung von Gefahrengebieten...
Die Benennung von Gefahrengebieten ist in Hamburg nicht...
C. Araxe - 2018.04.23, 16:16
Das war bestimmt dieser...
Das war bestimmt dieser Sammelkarton für Rücksendungen...
NeonWilderness - 2018.04.22, 15:49
Wie ich es vorausgesehen...
Wie ich es vorausgesehen habe: die beiden jungen Azubis...
NeonWilderness - 2018.04.22, 15:41
Eigentlich komme ich...
Eigentlich komme ich ja heuer am 4. und 5. August nach...
steppenhund - 2018.04.22, 15:25
Control (Het Tweede Gelaat)
Belgien, 2017 Regie: Jan Verheyen Darsteller: Koen...
C. Araxe - 2018.04.21, 19:16

Leichenhalle

Kommentar verschwunden?
Vielleicht ist er hier:

Verwesungsstadium

Horror seit 4885 Tagen

Letzter Spuk:
2018.04.23, 23:11

E-Mail: C. Araxe

hits counter



Kostenlos
Bilder hochladen





Creative Commons Lizenzvertrag






Profil
Abmelden
Weblog abonnieren