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Bewusste Halluzinationen

Das diesjährige Fantasy Filmfest (FFF) hält schon nach kurzer Durchschau wieder einige Leckerbissen bereit. Insbesondere den neusten Film von Hélène Cattet und Bruno Forzani, L’étrange couleur des larmes de ton Corps, erwarte ich schon sehnsüchtig – ist doch Amer nach wie vor der beste Film, den ich je auf dem FFF gesehen habe. Aber dieses Jahr ist außerdem noch ein ganz besonderes Jahr oder vielmehr der Sommer, denn dieser Sommer ist der Sommer des Surrealismus. Genauer, der des surrealistischen Films. Noch genauer betrifft dies leider nur das Rhein-Main-Gebiet. Etwas neidisch bin ich dann schon, wenn ich sehe, was da bewusst halluziniert wird. Jaja, die Weiden jenseits vom Zaun sind immer surrealer. Wenn ich sehe, was z. B. da in Brooklyn das Morbid Anatom Museum oder in Barcelona El Satélite (Essen + Švankmajer = die ideale Kombination) macht, möchte ich mich schon gern mindestens dreiteilen. Aber Frankfurt ist zum Glück doch etwas näher dran, wenn es gilt, nicht nur virtuell Anteil zu haben. Bewusst werde ich also demnächst (wahrscheinlich doch eher im Herbst nach dem FFF) den Weg dorthin nicht nur halluzinierend finden.
C. Araxe - 2014.08.11, 20:19

Von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Filmmuseums kam heute eine Mail, durch die ich mich nun noch mehr auf den dortigen Besuch freue. Hach, von allen Seiten gibt’s Leckerlis ... :·)

joss - 2014.08.15, 19:20

Wenn du die Zeit hast, schau auch mal in die Dauerausstellung rein, die wurde nach dem Umbau komplett neu konzipiert.
C. Araxe - 2014.08.15, 19:59

Ich war ja noch nie dort, von daher werde ich mich da sicher auch noch umsehen. (Die Freikarten, die ich bekommen werde, sind zwar sicher nur für die Sonderausstellung, aber dann wird da eben noch aufgestockt.) Wie groß ist denn die Dauerausstellung?
joss - 2014.08.16, 10:23

Das ist noch überschaubar auf zwei Etagen untergebracht. Auf der einen werden die Filmgeschichte in ihren Anfängen, auf der anderen die Grundlagen und Techniken filmischen Erzählens vorgestellt. Auch mit sehr schönen Angeboten zum Ausprobieren, sich mal auf einem Greenscreen filmen oder eine Laterna Magica Kammer bestaunen. Früher war es viel stärker auf Lesetexte und Schauvitrinen abgestellt, nach der Rekonzeption gibt es mehr zum Anfassen und Ausprobieren. Selbst mir als Liebhaber der alten labyrinthischen Gänge und Schüttvitrinen hat es sehr gut gefallen und besonders für die Jüngeren, die vieles zum ersten Mal überhaupt zu sehen bekommen, ist es natürlich toll vieles anfassen und ausprobieren zu können.
C. Araxe - 2014.08.16, 20:40

Das kleine Monster wird wohl nicht mitkommen – zumal bisher konnte es sich nicht für einen Besuch begeistern. Mit einem Greenscreen kann man es auch nicht locken, da es seinen eigenen hat.
joss - 2014.08.17, 09:39

Hätte ich Filmpädagogik statt Kleptomanie studiert, würden mir jetzt bestimmt viele tolle überzeugende Motivationskrücken einfallen, schade. Hier gibts noch ein paar sachdienliche Hinweise des Hauses:
http://deutsches-filminstitut.de/filmmuseum/ausstellungen/dauerausstellung/