Dienstag, 3. April 2012

Die Entdeckung der Langsamkeit von Gesetzesmühlen

Ich kann gar nicht so viel treten, wie ich Tritte in Lahmärsche verteilen möchte.
Mahakala - 2012.04.03, 18:17

Lassen Sie doch den Untermieter treten.

C. Araxe - 2012.04.03, 18:54

Den habe ich auch schon angespitzt, aber mal davon abgesehen, dass Betreuungsrecht nicht sein Gebiet ist, ist das leider so, dass man sich in so etwas wohl nur in Geduld üben kann oder um mal aus dem Rechtspflegerforum zu zitieren: „Diese dämliche FamFG (Familienverfahrensgesetz) ist ein Riesenbürokratieschwein...” Dabei gibt es noch so viel Anderes und Wichtigeres, um dass ich mich kümmern muss. Immerhin habe ich vom Amtsgericht den Namen und die Telefonnummer des nun hinzu bestellten Verfahrenspflegers herausquetschen können, so dass ich da auch noch mal nachtreten kann.
Moscowitz - 2012.04.03, 18:34

Kommt drauf an. Ich hab mir sagen lassen dass im Bett, Lahmärsche die ewig brauchen gar nicht mal so unbeliebt sind.

C. Araxe - 2012.04.03, 18:56

So oder so. Ein Lahmarsch bleibt ein Lahmarsch. Das sollte man nie mit Durchhaltevermögen verwechseln.
Monsterkeks - 2012.04.05, 07:48

Traurig aber wahr. Selbst wenn man weiß, wie lahmarschig die sind, es erschüttert doch immer wieder. Wenn ich so arbeiten würde, wäre ich längst meinen Job los.

Ich drücke die Daumen, dass es bald voran geht.

C. Araxe - 2012.04.05, 12:21

Immerhin: der Umzug von der Reha-Klinik ins Pflegeheim hat gestern gut geklappt. Und der nun zuständige Arzt scheint sehr kooperativ zu sein - d. h. offen für Vorschläge meinerseits.
Monsterkeks - 2012.04.06, 10:58

Das freut mich sehr zu lesen! :-)
Zia - 2012.04.13, 13:53

Ja, über die Zeit hinweg, die bürokratische Lahmärsche brauchen, um vergleichsweise einfach Entscheidungen zu treffen, können mitunter Menschenleben zu Ende gehen. Das habe ich Ende letzten Jahres auch mitgekriegt.
Nicht daß die Lahmärsche das natürliche Ereignis zu verschulden gehabt hätten, aber schnelle und unbürokratische Arbeitsweise könnte gerade Pflegebedürftigen und deren Angehörigen das Leben oft kollossal erleichtern.

  Vorsicht,
  bissige Bloggerin!

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