Montag, 16. Januar 2017

Die lieben Kollegen, Teil 46

Eigentlich könnte man dies wieder unter der Rubrik „Die lieben neuen Kollegen” posten, nur dass diesmal die Perspektive eine andere ist. Es ist zwar nicht das erste Mal, dass neue Kollegen gesucht werden, aber genau deswegen ist es nicht einfacher. Aus Fehlern lernt man und hat eben ein noch genaueres Augenmerk bei der Auswahl. Aus der Sicht eines Bewerbers kann man ohne weiteres nachvollziehen, dass so eine Angelegenheit euphemistisch ausgedrückt nicht ganz so stressfrei ist (außer man ist ein A+++-Kandidat oder so). Auf der anderen Seite sieht es allerdings auch nicht so entspannt aus, auch wenn man eigentlich am längeren Hebel sitzt. Bei einer Fehlentscheidung schneidet man sich ins eigene Fleisch – zumindest ist das bei mir so. Von daher gilt (wie bei allen Angelegenheiten): es gibt immer (mindestens) zwei Seiten.

Montag, 9. Januar 2017

Die Wirren der letzten Tage

Ruhig angefangen hat dieses Jahr wohl nur knapp für die ersten beiden Tage, dann wirbelte alles mitunter heftig durcheinander. Wobei das nicht unbedingt nur negative Auswirkungen hatte. Also jetzt mal der Blick aufs Positive. Zumindest freue ich mich, dass ich vielleicht in ein paar Monaten auf einem Vulkan tanzen könnte. (Mal sehen, wie ich das mit meiner Höhenangst in Einklang bringe, denn das Tanzen auf dem Vulkan ist diesmal nicht metaphorisch, sondern wirklich wortwörtlich gemeint.) Und ich habe mich auch darüber gefreut, in eine Weltausstellung (sehr schön) zu schlittern. Das Glatteis war aber auch wirklich überall. Und die Kälte. Und ja, vielleicht habe ich heute ein Leben gerettet. Vielleicht kann man aber gar nichts retten. Nicht mal ich mich selbst.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Die Ruhe vor dem Sturm

Wie man sich irren kann... Mit der Stille war es doch wieder ganz schnell vorbei und ein Sturm zog auf, dessen Folgeschäden man immer noch nicht überblicken kann. Die große Verzweiflung ist inzwischen verflogen, aber Zweifel und Unsicherheit bleiben.

Sonntag, 1. Januar 2017

Still ruht das neue Jahr

So einen ruhigen Start ins neue Jahr hatte ich wohl noch nie. Insbesondere persönlich war das wohl der ruhigste Jahreswechsel, den ich je erlebt habe. (Also die Zeiten betreffend, wo ich selbst bestimmt habe, was ich zu diesem Anlass machen möchte.) Aber auch die unmittelbare Welt da draußen betreffend, herrscht viel mehr Stille vor, als all in den Jahren zuvor. Vor allem am nun ersten Tag des neuen Jahres ist es erstaunlich still. Es gab Jahre, wo man hätte meinen können, dass sich all die Leute da draußen im Datum geirrt haben und der 1. Januar den ganzen Tag über teilweise sogar lauter war als der Tag zuvor. Und nun herrscht Stille, nur ganz vereinzelt unterbrochen. Wenn es nicht so ein Allgemeinwunsch wäre und soundso illusorisch, dann hätte ich mir einfach ein friedlicheres Zusammenleben gewünscht. Mit so etwas Frieden fängt nun dieses Jahr an. Vielleicht ist das doch trotz aller gegensätzlichen Entwicklungen ein gutes Zeichen.

Samstag, 31. Dezember 2016

Mit einem Schnipp ist alles weg

Oder doch nicht ganz. Ein paar Unliebsamkeiten aus diesem Jahr wird man auch zwangsweise ins nächste schleppen müssen – im Großen wie im Kleinen. Apropos schleppen. Gefühlt habe ich mich insgesamt ziemlich durch dieses Jahr geschleppt, dabei hatte ich mir beim letzten Jahreswechsel doch schon mehr Energie gewünscht… Bei genauerer Betrachtung war dieses Jahr aber auch viel mehr los. Zwar kommt es mir gar nicht so viel vor, aber ich habe eigentlich doch sehr viel mehr gemacht, erlebt und unternommen. Die Kraft dazu habe ich allerdings mühsam zusammengekratzt. Neben erneut mehr Energie, wünsche ich allen einfach ein lässiges Jahr, voll schöner Erlebnisse als auch entspannter Ruhe.

2 0 1 7
locker bleiben! Und allen anderen wünsche ich ebenso ein legeres neues Jahr!

Freitag, 30. Dezember 2016

Das Jahr klingt aus mit experimentellen Geräuschen

Als ich das erste Ausklangfestival der Hörbar 1995 besuchte, war all das, was es dort zu hören gab, sehr interessant, allein schon deswegen, weil meine Ohren erst seit ein paar Jahren sich dieser Richtung vermehrt zuwendeten. Zu der Zeit gab es auch eine erneute Blüte bei Industrial und elektronischer Avantgarde. Als es kaum noch neue Impulse zu entdecken gab, rückten diese Klangwelten wieder in den Hintergrund. Seit ein paar Jahren bin ich allerdings wieder öfters in dieser Hinterhoflocation anzutreffen, auch zum Ausklangfestival. Nicht dass es da nun viel aufregend Neues zu entdecken gäbe, aber dann meist doch interessant genug, um den Ohren diese Ausflüge zu gönnen. Und manchmal sind dann auch richtig gute Sachen dabei, die auffallend besser sind. Wie Fake Mistress bei dem diesjährigen Ausklang. Auch wenn es noch gar nicht so lange her ist, dass ich ihr letztes Konzert besuchte, freute ich mich dennoch sehr auf ihren Auftritt und wurde auch ganz gewiss nicht enttäuscht. Das ist vor allem live wirklich gute Unterhaltung (entertainted) – ansprechend und mit Anspruch.

Samstag, 24. Dezember 2016

Weihnachten für Spinner

Von welcher Seite man es auch betrachtet, kann man einfach zu keinem anderen Schluss kommen, als dass dieses Fest nur von Spinnern gefeiert wird. Und wenn das so ist, sollte man dann wenigstens richtig spinnen. Das Spinnen von Gedankenfaden um Gedankenfaden, bis sich verknüpft ein Netz ergibt, das dazu dient, wiederum neue Gedanken einzufangen. (Denken soll nämlich gar nicht so verkehrt sein.) Fröhliches Spinnen wünsche ich somit allseits!

Montag, 19. Dezember 2016

Berlin

Meine Stadt nun also auch. (Die, die Bescheid wissen, verstehen, was ich insbesondere damit meine.) Man hat zwar immer gehofft, dass nichts passieren wird, aber es war dann doch wohl nur eine Frage der Zeit. Nicht dass all das Leid, was andernorts geschieht nicht weniger schlimm wäre. Aber wie ich schon zu einem anderen weitaus banaleren Anlass schrieb: „das, was einem am nächsten ist, geht einem viel näher”. Und noch viel aber – Pauschalurteile, populistische Meinungen etc. sind hierbei bei mir nicht nur einfach 117+, sondern einfach unreflektiert. Und ja auch noch, wenn es jetzt Parolen gibt à la je suis Berlin – ich bin es (fast) seit Geburt an.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Die Blumen der grünen Fee

Ein Abend wie man ihn nicht besser verbringen könnte – angefüllt mit Vampiren, Rausch und Tod. Im Golem trug Jean Coppong Gedichte von Charles Baudelaire vor. Die Stimme klingt nach Grab und Nacht. Am liebsten möchte man alles nur noch von dieser Stimme vorgelesen bekommen. Verdichtet wurde der Auftritt durch bewegte Bilder und tönende Klänge von Roland von der Birkenheide (aka der Schlendrian). Noch dichter wurde es dann, als die leise vor sich hintröpfelnde Absinthfontäne ihr Werk getan hatte und die gefüllten Gläser rumgereicht wurden. Manch einer wagte kaum daran zu nippen, aber letztendlich sind alle mit zwei Ohren in die Nacht gegangen.

Montag, 12. Dezember 2016

Böse Abkürzungen

WSR ist so eine.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Schlager in der Roten Flora



Unter den Schlagworten „gloom goth post punk cold wave horror anthro hool psychedelic apocalyptic gospel mods undercut hornglasses doktor martens cave pias dundee goetheanum darkfolk end of the world cult ufo” gab es gestern drei Bands zu sehen. Neben dem powervollen australischen Trio Ascetic und den etwas inspirationslosen Alpha Waves trat dort die St. Michael Front auf. Kurz vorher hatte ich erst durch Videos die Bekanntschaft mit dieser außergewöhnlichen Band gemacht. Sekündlich war ich hin und her gerissen, ob ich das, was ich da sah und hörte, nun richtig gut fand oder ganz schlimm. Das Meinungspendel blieb bei richtig gut stehen. Nie zuvor hätte ich gedacht, dass mir etwas, das sich fast wie Schlager anhört, so gut gefallen könnte. Sie selbst nennen es Misanthro-Pop oder Mis-an-tropic-pop. Insbesondere live trifft einen dieser apokalyptische Pathos mit voller Wucht und man kann gar nicht genug davon bekommen. Gern wieder und gern mehr kann man da nur sagen.

Freitag, 9. Dezember 2016

Das blutige Dutzend

Zum heutigen Tage kann ich diese Rechnung machen:

1850 + 35343 = 12

So frisch wie vor 12 Jahren sprudelt das Blut hier zwar inzwischen nicht mehr, aber es tröpfelt immerhin zumindest noch etwas vor sich hin. Blutigster Dank geht aber auf jeden Fall an die ein oder zwei Leser, die dem vituellen Gruselkabinett immer noch Besuche abstatten.
  Vorsicht,
  bissige Bloggerin!

Cerberus

... nur keine Angst.
Inquisition

 




Katakomben

Januar 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 2 
 3 
 4 
 6 
 7 
 8 
10
11
12
13
14
15
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 
 
Gehenna

Offene Wunden

Die lieben Kollegen,...
Eigentlich könnte man dies wieder unter der Rubrik...
C. Araxe - 2017.01.16, 20:11

Nun ja, für mich...
Nun ja, für mich ist es eine Selbstverständlichkeit,...
C. Araxe - 2017.01.09, 20:23
das mit dem leben retten...
das mit dem leben retten haben sie aber nicht recht...
la-mamma - 2017.01.09, 10:48
Ich glaube nicht, dass...
Ich glaube nicht, dass dies die Ursachen sind, aber...
C. Araxe - 2017.01.09, 07:36
Die Wirren der letzten...
Ruhig angefangen hat dieses Jahr wohl nur knapp für...
C. Araxe - 2017.01.09, 07:31

Jahreswechsel
... vielleicht war es einfach nur kälter als die...
Treibgut - 2017.01.09, 00:18
Die Ruhe vor dem Sturm
Wie man sich irren kann... Mit der Stille war es doch...
C. Araxe - 2017.01.05, 15:07

Still ruht das neue Jahr
So einen ruhigen Start ins neue Jahr hatte ich wohl...
C. Araxe - 2017.01.01, 20:17

Mit einem Schnipp ist...
Oder doch nicht ganz. Ein paar Unliebsamkeiten aus...
C. Araxe - 2016.12.31, 15:38

Das Jahr klingt aus mit...
Als ich das erste Ausklangfestival der Hörbar...
C. Araxe - 2016.12.30, 14:16

mein gott. ich egebe...
mein gott. ich egebe mich den spinnern dieser welt... danke...
bonanzaMARGOT - 2016.12.26, 12:13
Das Wort „spinnen”...
Das Wort „spinnen” wird in diesem Text...
C. Araxe - 2016.12.26, 12:09
Leichenhalle

Kommentar verschwunden?
Vielleicht ist er hier:

Verwesungsstadium

Horror seit 4423 Tagen

Letzter Spuk:
2017.01.16, 20:46

E-Mail: C. Araxe


moon phase
 

site
stats


hits counter




Kostenlos
Bilder hochladen





Creative Commons Lizenzvertrag






Profil
Abmelden
Weblog abonnieren