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Mittwoch, 16. August 2006

Strange Circus

Japan, 2005
Regie: Sion Sono
Darsteller: Masumi Miyazaki, Issei Ishida,
Rie Kuwana, Tomorowo Taguchi, Hiroshi Ohguchi

Harte Kost. Sehr harte Kost. "Ich wurde schon bei meiner Geburt zum Tode verurteilt." Es geht um Kindesmissbrauch und die Folgen davon. Oder auch nicht. Denn ziemlich schnell mischen sich Traum und Trauma, immer wieder neue Sichtweisen ergeben sich, bis man nicht mehr erkennen kann, was nun wirklich Realität ist. Das alptraumhafte Grauen verbindet sich mit traumhaft schönen Bildern. "Wunden sind Blumen", sagt jemand in diesem Film. Wunden, die nie verheilen und immer wieder bluten. Und doch auch faszinierend schöne Blüten hervorbringen. Begleitet von klassischer Musik. Einer der beeindruckensten Filme, die ich je gesehen habe. Und einer der schrecklichsten. Dass vielfach für diesen Film David Lynch und Takashi Miike zum Vergleich herangezogen werden, ist schon sehr treffend.

Im Rahmen der Filmreihe "Asian New Wave" von RapidEyeMovies wird dieser Film noch einmal ab September in diversen Programmkinos zu sehen sein.

Nuttige Info

Oder auch nicht. Vieles, was man erfährt, muss nicht unbedingt nützlich sein. Kann aber durchaus unterhaltsam sein. Ab und zu mache ich ja gern das hier. Und so weiß ich jetzt, dass es in Belgien einen Ort gibt, der Drogenbos heißt. Passt sehr gut zum gestrigen Film und ich musste gleich an die Szene denken, als der dortige Drogenboss am Wasser sentimental wurde und über Tolkien schwadronierte.