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Freitag, 17. November 2006

Tod im Osten

Heute öffnet das Plastinarium in Guben seine Pforten. Dort kann man Gunther von Hagens über die Schulter schauen und erhält einen Einblick in die Herstellung von speziellen anatomischen Dauerpräparaten, den Plastinaten.
Zweimal habe ich mir bisher die Körperwelten angesehen. Das erste Mal konkurrierten die Lebenden mit den Toten. Beim über fünfstündigen Anstehen ist das Warten schon ein Erlebnis für sich und in der Ausstellung ging es auch sehr lebendig zu. Beim zweiten Mal hatte ich dagegen mehr Muße, mich dem Ausgestellten in aller Ruhe zu widmen.
Ich glaube, niemand, der dies gesehen hat, würde von Leichenfledderei und einem unwürdigen Umgang mit Toten reden. Zwar mögen zunächst voyeuristische Neigungen und Lust am Gruseln im Vordergrund stehen, aber bald wandeln sich diese in ehrfurchtsvolles Staunen über die Vollkommenheit und Schönheit im Innern. Manch einer, von denen, die jetzt nur noch ein paar Scheiben sind, mag zu Lebzeiten nie so viel Aufmerksamkeit erhalten haben.

Ein fettes Dankeschön

... für diesen schönen Abend!

Wenn man vom Teufel von jemandem spricht, der die Höllensprichwörter zitiert, dann braucht man sich nicht wundern, wenn er quasi vor der Tür steht.
Also, eigentlich wundere ich mich ja doch darüber, aber wie heißt es so schön? Die Wege des Schicksals sind unergründlich und somit schließt sich der Kreis. Und diese Wege gehe ich sehr gern, auch wenn sie noch so unerwartet sind.
Ein fettes Dankeschön geht auch an die Frau Sünderin, die mich ebenso spontan unterstützte wie ich spontan diese spontane Einladung annahm. Ein Loblied auf das Schicksal, den Zufall, die Spontaneität oder was auch immer.