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Samstag, 18. August 2007

Ex Drummer

Belgien, 2007
Regie: Koen Mortier
Darsteller: Norman Baert, Dries Vanhegen, Gunter Lamoot, Sam Louwyck, Bernadette Damman

Laut, dreckig und gemein. Ob nun die Underdogs einer Band oder der erfolgreiche, äußerst zynische Erfolgsautor, der bei den "Feminists” als Drummer einsteigt – alle sind behindert. Inwieweit man dies als Zuschauer ebenfalls ist, darf man sich nach diesem Film gern selbst fragen. Denn es kann hierbei viel gelacht werden, auch wenn es dazu eines "etwas” derberen Humors bedarf und das alles andere als politisch korrekt ist. Manchmal bleibt einem auch jegliches Lachen im Halse stecken und das Ende, was sich unvermutet sehr hinzieht und eine unerwartete Wendung nimmt, lässt diesen Film dann doch nicht so witzig erscheinen, wie er manchmal anmutet, wenn man ihn nicht allzu ernst nimmt. Der Film hat aber auch noch zudem einige einfallsreiche Ideen zu bieten, so dass es nicht verwunderlich war, dass es im Anschluss Publikumsbeifall gab. Auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man nicht sehr zart besaitet ist.

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The Living and the Dead

Großbritannien, 2006
Regie: Simon Rumley
DarstellerRoger Lloyd-Pack, Leo Bill, Kate Fahy, Sarah Ball, Neil Conrich

Psychisch Kranke kommen in den besten Familien vor, auch wenn das nicht so dramatische Wendungen zur Folge haben muss wie in diesem Film. Der Wahn des erwachsenen Sohnes, der zunehmend drastischere Folgen hat, wird sehr anschaulich und überzeugend, teilweise mit experimentelleren Umsetzungen, die ins Surreale gleiten, dargestellt. Es nimmt kein gutes Ende, als er die Pflege seiner kranken Mutter eigenmächtig übernimmt. Eine bewundernswert gute schauspielerische Leistung, die einen aber doch immer nur als Zuschauer zulässt, der auf Distanz gehalten wird. Sehr verstörend wirkt dieser Film, der alles andere als leichte Unterhaltung ist und deswegen gerade ein qualitativ sehr guter Film ist. Man fragt sich schon, wie man dazu kommt, so etwas zu machen, zumal der Regisseur den Film seinen Eltern widmete. Die Frage und auch noch einige andere hätte ich sogar nach dem Sehen stellen können, wenn ich nicht andere dringende Bedürfnisse gehabt hätte und ich mich wahrscheinlich soundso nicht getraut hätte, denn der Regisseur war danach anwesend. Auf Vieles wird man aber keine Antwort bekommen können, wie es eben auch im Leben und nicht nur bei Filmen ist.

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