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Montag, 19. April 2010

Noch Meer



Es reicht nur etwas rückwärts zu denken, schon ist der Geruch der See wieder in der Nase, die Rufe aufgeregter Austernfischer im Ohr, der salzige Geschmack im Mund, den die Haut aufgenommen hat. Der Wind, der es gut mit einem meint nach einer fast durchgemachten Nacht. Hier am Meer scheinen lange Großstadtnächte so fern, dabei liegen beide Erinnerungen so nah beieinander. Die Sonne meinte es auch sehr gut. Für manch einen zu gut. Meiner Mondscheinblässe konnte sie indes kaum etwas anhaben. Und dann das Wasser, das sich das Land und meine Sehnsüchte eroberte. Es lockte mit so einer Macht, dass nicht viel fehlte und ich wäre seines gewesen oder es meines. Hach, ich hätte es doch tun sollen. Nicht nur bis zu den Knien, sondern voll und ganz. Aber die Wellen und ich – wir sprechen uns noch. Keine Lippenbekenntnisse – da wird der Mund unweigerlich wortwörtlich vollgenommen werden. Wenn ich in den Wellen sein werde, können sie auch in mir sein. Vorerst bleibt mir aber nur mein unerfülltes Verlangen. Und die Erinnerung.