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Mittwoch, 26. August 2015

Nobody from Nowhere

Frankreich, 2014
Regie: Matthieu Delaporte
Darsteller: Eric Caravaca, Marie-Josée Croze, Siobahn Finneran, Mathieu Kassovitz, Diego le Martret, Olivier Rabourdin

Sébastien Nicolas ist Immobilienmakler und hat nicht nur ein höchst tristes und einsames Leben, sondern gefühlt gar keines. Um sich lebendig zu fühlen, schlüpft er in die Existenzen seiner Kunden. Mit großem Aufwand geschminkt und gekleidet wie diese, so redend und sich so verhaltend, deren Wohnungen in Abwesenheit nutzend, empfindet er sich selbst nur im Leben anderer. Als er einen misanthropischen ehemaligen Stargeiger imitiert, gerät er zusehends in Schwierigkeiten. Größtenteils als Drama angelegt entwickelt sich so zudem auch noch viel Spannung. Vielfach lässt sich hierbei an „Der talentierte Mr. Ripley” denken. Psychologisch ausgefeilt, gepaart mit der äußerst exzellenten Darstellung des Hauptprotagonisten, ist dies ein Film, dem man gebannt bis zum Ende folgt. Sehr bemerkenswert und sollte man sich nicht entgehen lassen.


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H.

Argentinien / USA, 2014
Regie: Rania Attieh, Daniel García
Darsteller: Robin Bartlett, Rebecca Dayan, Julian Gamble, Will Janowitz, Roger Robinson

Seltsames geschieht in diesem Film, sehr viel seltsames. Die Naturgesetzte werden vielfach außer Kraft gesetzt. Es fällt schwer, all die bildhaften Metaphern zu deuten. Es fängt schon damit an, dass der Titel für alles Mögliche stehen kann. Auf Homers Ilias wird sich sehr oft bezogen – so heißen auch die beiden Hauptdarstellerinnen Helen. Abwechselnd erhält man Einblicke in die Leben der beiden und der zunehmenden Häufung von unerklärlichen Ereignissen. Am Anfang ist es nur die Verschrobenheit der älteren Helen, die sich fürsorglich um ihre Reborn-Babypuppe kümmert. Das mag man auch schon etwas seltsam finden, kann man aber noch so etwas wie Realität zuordnen. Danach sollte man sich den surrealen Geschehnissen anvertrauen, ohne krampfhaft nach Deutungen zu suchen. Dass es sich hierbei um reines Arthaus-Kino handelt, war eigentlich schon vorab klar (leider wohl auch diesbezüglich der einzige Film bei dem diesjährigem Fantasy Filmfest) – spätestens beim Ansehen dürfte dies jedoch überdeutlich sein. Die guten schauspielerischen Leistungen dürften für viele daher nicht ausreichend sein, um sich von diesem Film faszinieren zu lassen. Wer sich für mehr Anspruch begeistern kann, dürfte dem Reiz dieses Films nicht entgehen und ihn zu schätzen wissen.


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