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Montag, 31. August 2015

Lieber ein Schrecken ohne Ende

Meint man zumindest, wenn das Fantasy Filmfest zu Ende geht. Aber nun ja, das war’s wieder mal. Zu den Häppchen im nächsten Frühjahr (Fantasy Filmfest Nights) gibt es testweise auch noch dieses Jahr im Dezember die White Nights. Nur leider nicht hiererorts. Da muss ich dann wohl meine Blutkonservenvorräte anzapfen.

Cop Car

USA, 2015
Regie: Jon Watts
Darsteller: Kevin Bacon, Kathleen Bentley, James Freedson-Jackson, Camryn Manheim, Hays Wellford, Shea Whigham

Zwei Kiddies entdecken ein verlassenes Polizeiauto mitten in der Pampa von Colorado. Der Schlüssel steckt, also kann der Spaß losgehen! Natürlich ist an der Sache nicht nur ein Haken. Klar, dass der zum Auto gehörige Sheriff seine Karre vermisst, aber die stand ja nicht ohne Grund so verlassen in der Gegend fahrbereit herum. Und mit diesem Sheriff (Kevin Bacon) ist ganz gewiss nicht zu spaßen… So viel gibt die Story eigentlich nicht her und zudem ist alles sehr geradlinig, recht vorhersehbar sowie außerdem teilweise sehr gemächlich inszeniert. Aber die beiden Kinderdarsteller und Kevin Bacon machen mit ihrer tollen Schauspielleistung daraus einen Film, den man sich gern ansieht. Als Abschlussfilm war das dann aber doch eher weniger geeignet. Trotzdem alles andere als schlecht.


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Reality

Belgien / Frankreich / USA, 2014
Regie: Quentin Dupieux
Darsteller: Matt Battaglia, Élodie Bouchez, Alain Chabat, Lola Delon, John Glover, Kyla Kenedy, Jonathan Lambert, Eric Wareheim

Nach dem letztjährigen Film Wrong Cops ist Quentin Dupieux auch dieses Jahr wieder dabei. Vom Vorgänger war ich ja teilweise enttäuscht. Anfangs machte sich beim neuen Werk auch etwas Enttäuschung breit. Ja, es gab abstruse Situationen und skurrile Charaktere, aber die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Die Musik war diesmal nicht so präsent und auch keine Eigenproduktion, sondern von Philip Glass (Music With Changing Parts) und war recht angenehm im Hintergrund. Und immerhin war das alles nicht so mit Slapsticks überladen. Aber dann, ehe man sich versah, ging es richtig los. Auf unnachvollziehbarste Weise werden Realität, Traum, Film im Film und Traum im Film im Film durcheinander gewirbelt, so dass man wirklich nicht mehr wusste, wo und was das überhaupt war. Sämtliche Gehirnwindungen verhedderten sich zu einem unentwirrbaren Knäuel. Sollte man da noch etwas zur Handlung schreiben (können)? Vielleicht nur noch ein paar Elemente: das Verlangen nach einem Oscar für den besten Schmerzensschrei, eine Videokassette in Wildschweingedärmen, ein Fernsehmoderator im Biberkostüm mit Juckreiz und … egal. So schön verwirrt wurde ich jedenfalls schon lange nicht mehr. Und das werde ich bestimmt noch mal wiederholen.


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