Nie wieder werde ich etwas schreiben. Zumindest von Hand. Viel zu viel kann man
dabei herauslesen:
Die Deutung der Handschrift brachte folgendes Ergebnis:
Die Schreiberin ist selbstbewusst und bereit,
ihre Stärken auch anderen zu zeigen.
Sie ist locker und großzügig.
Chefs sind nun mal so.
Die Schreiberin ist ein impulsiver, unsteter, vielseitiger und unkonventioneller Typ.
Es fällt ihr nicht leicht, sich anzupassen.
Sie ist von sich überzeugt und hat eine eigene Meinung.
Sie lässt sich von anderen nicht so leicht beeinflussen,
auch nicht von einem "Das gehört sich aber so."
Sie ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll.
Im Großen und Ganzen wirkt sie gelassen bis uninteressiert,
wenn sie aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht sie
ihre Umwelt durch ihr überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.
Die Schreiberin ist überdurchschnittlich intelligent.
Nüchtern und zweckmäßig bewältigt sie ihre Aufgaben.
Die Schreiberin legt Wert auf eine Grunddistanz zu ihren Mitmenschen.
Auch gute Kollegen müssen nicht alles wissen.
Sie ist bestrebt, anderen Menschen so weit wie möglich zu helfen.
Die Schreiberin ist sehr stark um Gerechtigkeit bemüht.
Sie versucht stets, sich für andere einzusetzen.
Sie ist ein sehr humorvoller Mensch, bemüht sich, mit diesem Humor niemanden zu verletzen.
Die Schreiberin ist ein impulsiver und phantasievoller Idealist.
Dazu, ob das nun wirklich alles zutrifft, kann ich natürlich nichts sagen. Denn: „Auch gute Mitblogger müssen nicht alles wissen.”
C. Araxe - 2010.01.12, 14:07
Die Kälte da draußen, mit ihren immer wieder erneut tanzenden Flocken, landschaftlich eingebettet, als käme sie aus einem Traum von Winter, genau die finde ich nach wie vor faszinierend, auch wenn sie mich frieren lässt.
Aber ansonsten … muss es brennen. Nicht auf Sparflamme, sondern lichterloh. Nicht mal ab und zu, sondern jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde. Immer.
C. Araxe - 2010.01.08, 00:08
Da werde ich nun wohl etwas Eis vom Blog abkratzen müssen und zunächst erst einmal den ganzen Schnee wegschaufeln. Hoffentlich ist es nicht erfroren.
C. Araxe - 2010.01.06, 10:37
Was letztes Jahr noch auf angenehmste Weise dahintrieb, entpuppte sich nach anfänglicher Fortsetzung in diesem Jahr als reißende Strömung voller Untiefen, die einen zwar nicht hinabgezogen haben, aber man musste sich doch ziemlich anstrengen, um den Kopf über Wasser zu behalten. Es scheint so, als wenn man sich nächstes Jahr nicht mehr ganz so sehr abstrampeln muss, aber was weiß man schon.
Neben all diesen negativen Turbulenzen, gab es durchaus Positives. Denn gleichzeitig gab es Stromschnellen, die einen nicht nach unten zogen, sondern weit aus den Fluten hinausschleuderten. Dort in lichter Höhe ist es zwar auch nicht immer einfach und Wolken bieten nicht unbedingt Halt, aber Fliegen ist dann wohl einzig das, was einem am meisten Schwerelosigkeit vermittelt – und sei es nur für Momente.
Von mir aus kann es nächstes Jahr auch gern voller Spannung weitergehen. Auf jegliche Anspannung würde ich allerdings lieber verzichten. In diesem Sinne, allen ein spannendes
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C. Araxe - 2009.12.31, 13:31
„O Mensch! Gib acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
'Ich schlief, ich schlief -,
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: -
Die Welt ist tief,
Und tiefer als der Tag gedacht.
Tief ist ihr Weh -,
Lust - tiefer noch als Herzeleid:
Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit -,
- will tiefe, tiefe Ewigkeit!”
Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra
Und die Planeten kreisen gefangen in ihren Bahnen – so nah und doch so fern. Oder sind es gar Galaxien, die sich in der Unendlichkeit begegnen? Die Illusion von Polarring-Galaxien, letztendlich aber dann durch Gezeitenkräfte zerrissen und verschluckt werden? Oder doch einfach zu weit voneinander entfernt, um einen Zusammenhang erkennen zu lassen. Und dann ist da noch diese gewisse Dunkle Materie, die sich jeder Erleuchtung entzieht und einen in Unwissenheit zurücklässt. Aber selbst wenn es da Licht gäbe, besonders hell tief im Innern, auch dann gäbe es Schwarze Löcher. Dieses Feuer, dass da in der Mitte von allem, von mir, ist, das ist einfach nicht wahrnehmbar, nicht annehmbar – nur Schwarz. Dabei enthält doch Schwarz alles, wirklich alles. Aber wie sollte man das sehen können, wenn der so genannte Ereignishorizont – das, was nur am Rande von dem ist, sich jedem Erkennen entzieht? Und so brennt es, verbrennt es. Ich werde und kann auch nicht dieses Licht auslöschen, bis es mich selbst verbrennt.
C. Araxe - 2009.12.29, 02:47
Allen ein paar Tage voller Süße und Wärme!
(... also voller Blut.)
C. Araxe - 2009.12.23, 11:14
Erst war es nur der Frost, der einen spüren ließ, dass es vorbei ist mit dem ewigen Herbst, also dem hiesigen Allzeitwetter. In der Kälte der Nacht freute man sich auf dem Heimweg über halberfrorene Ohren, weil einen nicht nur daheim Wärme erwartete, sondern auch dadurch die innere Wärme noch deutlicher fühlbar war. Und nun sieht es auch nach der kältesten Jahreszeit aus. Nach der kleinen Schneeballschlacht im Wohnzimmer gestern Abend, ist das Weiß da draußen heute immer noch nicht verschwunden, sondern wird durch die kleinen Flocken, die sich sehr viel Mühe geben, immer mehr.
Das es so was noch gibt ...
C. Araxe - 2009.12.18, 09:55
Crowd surfing ist bei gewissen und gut besuchten Konzerten ja nicht so selten, aber
diese Band überschreitet da weitaus mehr Grenzen, die allgemein zwischen Publikum und Bühne bestehen. Zunächst gibt es gar keine Bühne, d.h., es gibt diese schon, aber die wird nicht in Anspruch genommen – stattdessen wird mitten im Publikum gespielt. Zunächst heißt das nur ebenerdig vor dem leider recht wenigen Zuschauern. Dann zieht die Gitarristin ihre Kreise quer durch die Anwesenden (Achtung! Stolpergefahr durchs Kabel). Irgendwann liegt sie nur noch am Boden spielend inmitten der begeisterten Menge. Man fragt sich etwas, woher die beiden diese Art von Energie hernehmen (ohne Frage, Tel Aviv ist ein heißes Pflaster) – im Vergleich zum Drummer ist der Duracell-Hase vollgepumpt mit Schlaftabletten. Aber eigentlich fragt man sich das gar nicht während des Konzertes. Diese Ekstase sprengt einfach jedes Denken. Ganz im Sinne von Georges Bataille. Keine Musik-Konserve kann das erfassen – das geht nur live.
Leider nur ein Eindruck vom Anfang des Konzertes. Der Akku von meiner Cam kennt Georges Bataille nicht.
C. Araxe - 2009.12.15, 01:32
In diesen dunklen Tagen begab es sich, dass ich mit noch mehr Blindheit geschlagen wurde. Das war jetzt kein Wunder, sondern Dämlichkeit. Aber dann ... der Wunderheiler bedurfte nur die Zeit einer Stunde und ich wurde wieder sehend. Und ich habe keinen Pfennig dazu bezahlt.
C. Araxe - 2009.12.14, 14:10
Wenn man eine
nukleare Explosion verursacht, kann man mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Wie lange das beim Bloggen ist, ist nicht im Strafgesetzbuch vermerkt. Es wird sich dabei aber auf jeden Fall um eine schwerwiegendere Straftat handeln (auch wenn ich für Schuldunfähigkeit nach § 20 StGB plädiere), denn fünf Jahre sind nun schon abgesessen und es sieht gar nicht danach aus, als ob ein Ende absehbar wäre. Für die vielfältige Mittäterschaft möchte ich mich an dieser Stelle bedanken.
C. Araxe - 2009.12.09, 15:34
Sehr unterhaltsam war es, am Wochenende mal wieder
in die Gänge zu kommen. In Anbetracht dessen, dass es um einen Sonntagabend ging, hätte man aber vielleicht doch besser einen Gang zurückschalten sollen, um sich nicht am nächsten Tag nahe dem Untergang zu fühlen. Aber es geht ja nichts darüber, auch mal auf’s Ganze zu gehen.
C. Araxe - 2009.12.08, 09:58
Dieser Beitrag erfolgt etwas zeitversetzt, aber was ist schon Zeit? Etwa das, was ich diese Woche totschlagen möchte, weil es sich zu sehr aufbläht, ohne es mit etwas (er)füllen zu können, was mir sinnvoll erscheint? Und mir nur übrig bleibt, das zu machen, bei dem mir von manchen Seiten Prügel angedroht wird? Und dann auch noch mit Spinnenverbot. Nein, man kann auch in dieser Zeit, die so zeitlos erscheint, aber dennoch zum Glück nicht ohne Ende ist, in andere Zeiten finden.
Nun, denn. Es wurde sich alle Mühe gegeben, aber selbst die Schädelnischen in der Wand können dem neuen „King Calavera” nicht den Charme geben, den das alte hatte. Mag sein, dass dem in ein paar Jahren eine Patina verliehen wird, die ein Heimatgefühl aufkommen lässt. So fühle ich mich aber doch etwas an die DDR erinnert. Nur dass dort der Name geändert wurde und der Ort gleich blieb, es hier jedoch anders herum ist. Vereinigungen kann man da und dort ausmachen. Manche scheinen durchaus geglückt zu sein, aber die Heimat ist unwiderruflich in der Vergangenheit verschwunden. Das mag jetzt sentimental klingen, aber immerhin handelt es sich um einen Ort, mit dem sehr viel verbunden wird. In etwa so etwas wie „Auferstanden aus Ruinen”, wenn da auch die Trümmer eigentlich schon weiträumig entfernt wurden.
C. Araxe - 2009.12.03, 02:06