Donnerstag, 2. März 2006

Bunkermentalität

Tür zu. Telefon nicht beachten. Lass die Winde wehen und am Fenster rütteln. Hier kommt niemand rein. Sprich mit niemanden, nur der fragile Online-Pfad wird begangen, mit dem man keinerlei Verpflichtungen eingeht. Man antwortet, wenn man es denn will und über allem schwebt nur eines: Distanz, Distanz, Distanz. Ich bin nicht hier und auch nicht dort. Ich lasse mich nicht finden. Bleierne Mauern umgeben mich und niemand durchdringt sie. Von weiter Ferne nehme ich alles wahr, aber es berührt mich nicht. Distanz, Distanz, Distanz. All die Worte, die nichts zu sagen haben. Und dabei können Worte so göttlich sein. Mehr noch, was zwischen den Worten steht. Eine Sprache, die dem Vergessen anheim fällt. Nur wenige verstehen sie noch. Die Mauern sind hoch. Distanz, Distanz, Distanz ...
theswiss - 2006.03.02, 19:26

*schneeballübermauerschmeisst*

C. Araxe - 2006.03.02, 19:45

Selbstschussanlagen. Scharfschützen. Tellerminen.
Es lebt der Autismus.
theswiss - 2006.03.02, 20:26

klingt eher wie Heimweh nach der guten alten Zeit. Aber ich kenn mich da ja nicht aus
C. Araxe - 2006.03.02, 20:29

Ach, nö. Ich möchte nicht mit alten Zeiten tauschen, auch wenn die jetztigen ebenso nicht die meinen sind. Also, ich meine jetzt äußere Gegebenheiten, die ich auch nicht durch eine andere mentale Einstellung ändern kann. Meine eigenen Zeiten und vor allem meine eigene Umgebung, meine Welt - ja, dafür bin ich selbst verantwortlich. Und wenn ich meine, dass diese phasenweise düsterdunkel auszusehen hat, dann hat das für mich auch seine Richtigkeit.
theswiss - 2006.03.02, 21:16

und braucht auch keine Rechtfertigung. Man macht sich seine Laune selber und das Wetter draussen lädt geradezu ein, sich einzumummeln.
Die Sünderin - 2006.03.02, 20:28

Kenn ich gut!

C. Araxe - 2006.03.02, 20:32

Na ja, Sie haben ja soundso 'nen Extrabonus bei mir.
Wissen Sie ja.
Budenzauberin - 2006.03.02, 20:31

Scharfschützen, die auf 'nen Schneeball ballern - Sie wirken leicht gereizt, junge Frau. Machen Sie sich mal 'nen Fencheltee.

C. Araxe - 2006.03.02, 20:34

Da verkennen Sie die Lage. Gereizt sieht bei mir volkommen anders aus. Das ist so mehr ein Tiefverschneitimwattebauschgefühl.
twoblog - 2006.03.02, 20:39

Ist ja wohl legitim, ab und und zu das Gefühl zu äussern, dass man mal ein wenig für sich sein will.

Hat mit Fencheltee nichts zu tun. Eher mit so etwas wie zunehmender Reife im Sinne von ich muss aufpassen, dass ich in dem ganzen Sumpf und Senf noch mich lebe.

Dauert ja eventuell nicht allzu lange - das Leben.

C. Araxe - 2006.03.02, 20:47

Reduziertes, phasenweises Abschalten trifft es wohl. Um wirklich mal alle Hebel zu betätigen, fehlt es mir dann doch an Konsequenz. Aber so Halbzeitaussetzer sind ja auch nicht zu verachten.
twoblog - 2006.03.02, 20:54

Habe gerade Send in Senf (gemeint) geändert.

Es geht nicht um das Betätigen aller Hebel. Geht kaum und wäre brarchialisch. Ist ein Traum, alles zusammenzuhauen und das bitte gleich auf einmal.

Nach einer Konsequenz kann es auch eventuell leer sein.

Dann schon eher ab und zu den Fuss von der Spielzeit ;-).

Und, sich nicht überschätzen im Sinne von Aufladen. Das können Frauen auch gut: Kind, Verantwortung, Job, ich?

Ich habe gerade ein anderes Problem.

Wie male ich wieder einmal ein gutes Bild. Oder, um es sinngemäss nach Pablo Picasso zu sagen:

Eine Linie ist das Schwierigste, was es überhaupt gibt.

(Na gut, aus seiner Sicht ;-).
C. Araxe - 2006.03.02, 21:10

Diese eine Linie finden ...
Aber irgendwann erkennt man, dass es kein richtig oder falsch gibt. Und wissen Sie, ich habe gerade erst bei Picasso herzhaft gelacht. Vielmehr bei einem Zitat auf einer Plasiktüte. Diese wurde mir nämlich in Berlin mitgegeben und darauf stand, biografische Auszüge, dass er als Kind Muscheln, Federn, Steine etc. gesammelt hätte und dass das seine Schätze gewesen wären. Welches Kind tut dies nicht? Und wenn es Kinder gibt, die dies nicht tun, haben sie mein aufrichtiges Beileid. Die Schwierigeit besteht wahrscheinlich vielmehr darin, dass man noch jenseits der Kindheit die Schätze erkennen kann.
twoblog - 2006.03.02, 21:22

Picasso sammelte alles, was sammelnswert war und was er mochte und was Kinder sammeln und es gilt heute noch - er hat mit (seinen) Kindern zusammen gemalt und auch dort hat er sich sehr, sehr, inspirieren lassen zur Linie:

Kind mit Taube. Unerreicht. Nicht?

Auch sonst: Bleib`bei den Kindern. Ab und zu wollen sie mit Dir sein, mit Dir malen, die Linie finden.

Linie, Lebenslinie.
C. Araxe - 2006.03.02, 21:44

Ja. Ja. Ja. Ich muss aber zugeben, dass ich meine Schwierigkeiten mit Picasso habe. Irgendwo war er doch menschlich ein ziemliches Arschloch. Auch wenn ich das wiederum verstehen kann. Skorpion halt. Also mein Verhältniss ist doch shr zwiespälig, obwohl es eigentlich nur eine eindeutige Postion geben dürfte. Beispielsweise pro Donna Maar. Nun ja, so ein paar feministische Wurzeln habe ich auch.

Und Lebenslinie ... ich preferiere da den Kreis, oder vielmehr eine mäandernde Elipse.
Pegasus200 - 2006.03.02, 20:40

Offenbar sind Sie einfach deprimiert. Sowas kommt vor.
Gleich kommt Frühling. Dann könnte es sich wieder ändern.

C. Araxe - 2006.03.02, 20:50

Harhar. Also, jetzt mal ernsthaft - Depimiertheit sieht wirklich ganz anders aus und ich denke, nicht nur bei mir. Dennoch ist für mich der Frühling eine sehr suspekte Jahreszeit.
Webcat72 - 2006.03.02, 21:25

Jetzt fangen bitte Sie nicht auch noch an !!!

... es reicht wenn ich zur Zeit in schöner Regelmäßigkeit immer mal wieder richtig heftig durchknalle ... .

... für die letzten Tage passt dieses Posting auch wieder, (ausgelöst durch einen Vollidioten, der diese wunderbar unverbindliche Distanz genau so mit Wonne durchzieht ...) hatte sogar überlegt das Posting nochmal "hochzuziehen". Daher herzliche Bitte: NEIN !! (Falls Auskotzbedarf: s. immer offenes Postfach statt Weblog-fast-Suizid - der Löschknopf war nur noch one-Klick-Away - a la Webcat ... ;-) Versprochen !!??

C. Araxe - 2006.03.02, 21:47

Enttäuschende Mitteilung:
Die Stillle ist Lärm.
Webcat72 - 2006.03.03, 14:04

Enttäuschen? Im Gegenteil, dann bin ich zumindest nicht völlig bekloppt *gg*
sravana - 2006.03.03, 16:52

sind

Sie immer noch auf Distanz, Distanz, Distanz...? Wir brauchen doch Ihre Nähe.

C. Araxe - 2006.03.03, 16:54

Bin ja da, teilweise zumindest. Aber so kuschelig ging's hier eigentlich noch nie zu.
Brille - 2006.03.03, 16:55

Frau A. hämmert bei Herrn Human.
C. Araxe - 2006.03.03, 16:56

"Frau Araxe wills wissen!"
Die Band kenne ich übrigens nicht.
Brille - 2006.03.03, 16:58

Das wundert mich jetzt aber.

Sollte ich löschen??
C. Araxe - 2006.03.03, 17:06

Nur weil ich sie nicht kenne, heißt es ja nicht, dass sie nicht doch existieren könnte. Ich schätze auch, dass das aber niemand überprüfen wird.
Tubias - 2006.03.03, 22:15


Frau C. Araxe!! Ich bin wieder nahe dran, Sie zu duzen. Das könnte ich geschrieben haben. Da ich arbeitslos bin, geht es mir wie oben beschrieben nicht nur FreitagNachmittagFeierabendWochenende so, sondern ständig...

Tiefverschneitimwattebauschgefühl - das gefällt mir sehr.

Ich hoffe, das kleine Monster durchschreitet alle bleiernen Mauern.


C. Araxe - 2006.03.04, 12:03

Nix da! Hier wird gnadenlos gesiezt.
Und man kann auch arbeiten und trotzdem den ganzen Tag zu Hause runmhängen. So wie ich. Was ich ja auch sehr gut finde. Ob das so gut für mich ist, das ist wiederum ein anderes Thema.

Um das kleine Monster brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Das braucht gar nichts zu überwinden, um bei mir zu sein.
Tubias - 2006.03.05, 01:38


Bitte sehen Sie mir meine Distanzlosigkeit nach.

Heimarbeit wäre mein Verderben...

  Vorsicht,
  bissige Bloggerin!

Cerberus

... nur keine Angst.
Inquisition

 




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