Alien
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Eintritt

In sich den Bruch aller Tore haben
Sich einen Regenschirm aus Innerlichkeiten stricken
Und aus Schlüsseln Brücken bauen in denen ich hause

Zu den Mündern der kleinen Vögel zurückkehren
    die sich erschrecken

Wenn der letzte Schwan gefallen ist
Verblutet am Ufer der Liebe
Es gibt keinen Leib mehr noch die Versuchung

Was kann man in den Brüsten der Schachbretter
    schon verlieren

Pavol Bunčák: Schlafe nicht ein, entzünde die Sonne

honigsaum - 2006.09.22, 11:58

So schlimm?

C. Araxe - 2006.09.22, 12:08

Hört sich schlimmer an als es ist.
Ein Sichwiederfinden jenseits von Abgründen.
Ein Einpendeln in der Mitte, die einem nicht zusagt, da es dort zu ruhig ist, aber doch ganz gut tut. Hin und wieder. Bis zum nächsten Sprung.
honigsaum - 2006.09.22, 12:57

Wie ich sehe, haben Sie offenbar noch nicht alle Sprungkraft verloren. Langweilen Sie sich ruhig etwas in der Mitte herum. Muße macht schöpferisch.
C. Araxe - 2006.09.22, 14:31

... oder träge.
honigsaum - 2006.09.22, 14:34

Nur eine Zeitlang.
C. Araxe - 2006.09.22, 14:46

Hm, bei ist das meist anders, mit dem Schöpferischen. Entweder geht's mir sehr gut oder sehr schlecht. Allerdings auch nicht wieder zu viel zu sehr, denn dann geht auch nix.
honigsaum - 2006.09.22, 14:50

Der Nährboden für Kunst und Kultur braucht bei Ihnen quasi einen bestimmten ph-Wert?
C. Araxe - 2006.09.22, 14:55

Stimmt - ja. Eigentlich habe ich angenommen, dass das allgemein gültig ist, denn wenn man in sich ruht, dann gibt es ja keinen Anstoß, etwas zu tun.
honigsaum - 2006.09.22, 15:02

Ich habe z. B. nur dann den Anstoß, schöpferisch zu werden, wenn ich nicht viel zu tun habe. Wenn ich in mir ruhe, steigen Bilder und Vorstellungen aus der Tiefe herauf.
C. Araxe - 2006.09.22, 15:07

Zeit, um in sich zu gehen, muss schon da sein. Aber das hat dann nichts mit Ruhe für mich zu tun, da man dann in sich hin- und herwandert.
honigsaum - 2006.09.22, 15:09

Vielleicht eher schwimmt oder fliegt in unendlichen Weiten...
C. Araxe - 2006.09.22, 15:11

Auch das. Auf jeden Fall. Eben auch keine zu große Unruhe. Allerdings kein Stillstand.
honigsaum - 2006.09.22, 15:26

Stillstand kann ich mir gar nicht vorstellen.
C. Araxe - 2006.09.22, 15:31

Aber hat Ruhe nicht irgendwo mit Stillstand zu tun?
(Spitzfindigkeitsmodus on)
honigsaum - 2006.09.22, 22:00

Ruhe kann ruhiges Dahinfließen bedeuten, Ausgeglichenheit, Einklang. Stillstand ist Bewegungslosigkeit, nicht vorwärts und nicht zurück kommen, evtl. sogar vor die Wand gerannt sein, eingeschachtelt sein, gefangen, gelähmt. Das sind zwei völlig verschiedene Aggregatzustände.
C. Araxe - 2006.09.23, 12:29

Ruhe kann natürlich sehr vieles bedeuten. Ich war beim Hinweis auf den Stillstand allerdings von absoluter Ruhe ausgegangen. Ja, gut. Man kann auch gleich darauf zu sprechen kommen, dass es Stillstand relativ gesehen gar nicht gibt. Etwas erinnert fühle ich mich nun auch an diese Diskussion. Hier wie dort geht es mir aber nicht um objektive Erkenntnisse, sondern um subjektive Sichtweisen, die sich jederzeit ändern können bzw. gar nicht mal selbst vertreten werden müssen, sondern nur die Betrachtung des Blickwinkels interessant erscheint.