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The Piano Tuner of Earthquakes

Deutschland/Großbritannien/Frankreich, 2005
Regie: Timothy und Stephen Quay
Darsteller: Gottfried John, Amira Casar, Cesar Saracho, Assumpta Serna

„Diese Dinge geschehen nie, sind aber immer.” Mit diesem passenden Zitat von Sallust beginnt der zweite Langfilm der Gebrüder Quay, die ansonsten eine Menge Kurzfilme in der Tradition von Jan Svankmajer gemacht haben. Ebenso wie im ersten längeren Werk - „Institute Benjamenta” - wird sich von jedweder Realität abgewendet und eigene phantastische, meist recht düstere Traumwelten erschaffen und diese beherrscht da wie dort Gottfried John in einer Hauptrolle. Diesmal als eine Art musikbesessener Dr. Frankenstein, der mit Hilfe von Automaten seine eigene Oper aufführen will, die natürlich alles andere übertreffen wird. Zu deren Vollendung soll die auf mysteriöse Weise gemeuchelte und entführte Opernsängerin Malvina beitragen, die wieder zum Leben erweckt wurde oder nun zumindest zwischen Leben und Tod existiert. Außerdem bedarf es der Unterstützung eines Klavierstimmers, der sich wie der Zuschauer hypnotisch angezogen in dieser bizarren Geschichte verliert, in welcher von Pilzen in Ameisenhirnen oder dem Zusammenhang zwischen Stimmbändern und weiblichen Geschlechtsorganen die Rede ist. Aber vor allem die Bilderwelten faszinieren hierbei. Man lässt sich nur allzu gern die Sinne von diesem Film verwirren.

(Kinostart war eigentlich der 17.08.2006, aber hier läuft der Film gerade.
Egal - erstaunlich genug, dass ein Film der Quays ins Kino kommt.)

C. Araxe - 2006.12.05, 10:20

Hier noch der Trailer, leider nicht so aussagekräftig.

sokrates2005 - 2006.12.05, 20:07

Ich wart mal ...

bis das bei ARTE läuft. ;-)

C. Araxe - 2006.12.06, 08:43

Darauf warte ich auch. *g*
(Den Film kann man nämlich durchaus mehrmals sehen. Vielleicht muss man es sogar.)
honigsaum - 2006.12.06, 11:05

Ich muss wohl auch auf "arte" warten, bin aber doch neugierig, was denn der Zusammenhang zwischen Stimmbändern und weiblichen Geschlechtsorganen sein mag?

C. Araxe - 2006.12.06, 11:14

Also, ARTE war hierbei kein Synonym für Kunstkramfilm oder dergleichen. Der Film wurde u.a. durch ARTE gefördert. Somit hoffe ich doch sehr, dass man ihn da auch noch mal zu sehen bekommt.
honigsaum - 2006.12.06, 11:15

Ja, das meinte ich doch auch nur. Mir gegenüber braucht arte auch nicht verteidigt zu werden, bin bekennender Fan. Und was ist mit meiner Frage?
C. Araxe - 2006.12.06, 11:18

Abwarten!

Man kann doch nicht alles verraten. Ja, ich weiß - ich bin gemein. Dass ich dafür schon bekannt bin, wurde mir gestern im Kindergarten auch gesagt, als ich die Lösung zu einem Rätsel der Erzieherin nicht verraten wollte.
honigsaum - 2006.12.06, 11:22

Sie sind eine solche Geheimniskrämerin (das Wort ist für Sie erfunden worden)!
C. Araxe - 2006.12.06, 11:44

Ich gehe da wohl immer allzu sehr von mir aus, denn ich mag es nicht, Antworten auf dem Tablett serviert zu bekommen, sondern liebe es gerade, wenn es schwierig ist, diese zu finden. ;·)
honigsaum - 2006.12.06, 11:48

Und ich gehe gern davon aus, dass es keine einfachen Antworten gibt und zerpflücke gern, was mir auf dem Tablett gereicht wird :-)
Eugene Faust - 2006.12.06, 11:50

Ja, im Geheimhalten und im maximal dezenten Andeuten sind Sie ganz großartig!
C. Araxe - 2006.12.06, 11:54

Na, gut. Es geht um anatomische Gleichnisse, die dann auch auf der Bedeutungsebene weitergeführt werden.
honigsaum - 2006.12.06, 11:59

So ähnlich, wie man an der Stimme erkennen kann, ob ein Mensch unmusikalisch ist?
C. Araxe - 2006.12.06, 12:09

Nein, nein. Um irgendeine Form von (Be-)Wertung ging es eigentlich nicht, zudem ging es in dem Film ja, was Musik betrifft, um das genaue Gegenteil von Unmusikalität. Also, um eine Gleichsetzung in Vollendung. Man könnte auch sagen, es wurden zwei semiotische Dreiecke an der oberen Spitze zusammengefügt.
honigsaum - 2006.12.06, 12:17

Uiui, für's Konkrete sind Sie wirklich nicht zu haben. Schade, ich rede doch auch so gern über Musik...
C. Araxe - 2006.12.06, 12:33

Die musikalische Besessenheit steht im Vordergrund, wird dann aber mit sexuellen Begehren vermischt bzw. mit diesem gleichgesetzt. Besser? *g*
honigsaum - 2006.12.06, 12:38

Etwas besser *g*. Hab ich schon selbst erlebt, was Sie hier beschreiben.
C. Araxe - 2006.12.06, 12:41

Seelig sind die Groupiezeiten, meinen Sie?
*ggg*
honigsaum - 2006.12.06, 12:52

Hach, das wär schön gewesen, aber bei mir war es der Klavierunterricht...
C. Araxe - 2006.12.06, 12:58

Das hört sich immerhin greifbarer an.