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Montag, 24. Januar 2005

Die unvermutete Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch

Nachdem ich gestern auf ein surrealistisch inspiriertes
Blog gestoßen bin, wollte ich heute als Zwischenmahlzeit zu einem Cappuccino die vom Format kleine, aber sehr umfangreiche, surrealistische Gedichtsammlung von Zweitausendeins zu mir nehmen. Und griff ins Leere. Zugegebenermaßen bin ich nicht so ordentlich, aber ich weiß meistens doch, wo ich etwas wiederfinde. Wenn ich es denn selbst benutzt habe. Womit der zuletzt Interessierte feststeht: das kleine Monster. Zum einen hat es ihm natürlich der rotschimmernde Komtesse-Leinen-Einband angetan, aber außerdem besteht es auch des öfteren darauf, ein Gedicht daraus vorgelesen zu bekommen.

P.S.: Wer kennt sich mit Kindern im Vorschulalter aus, die sich auch dafür interessieren? Was haben die denn für Interessen, wenn sie älter sind???

Edit: Die Inquisition erbrachte zwar ein Schuldbekenntnis, der Verbleib wurde aber nicht geklärt.
Typischer Fall von Kindergarten-Amnesie.

Sonntag, 23. Januar 2005

Über nackttittige Wuchtbrummen u.a.

Zu einer guten Allgemeinbildung zählt auch ein umfangreiches naturwissenschaftliches Wissen; insbesondere, was den Bereich der Najadologie betrifft. Mit Bedauern musste ich gerade wieder feststellen, dass das Standardwerk hierzu immer noch weitestgehend unbekannt ist. "Die Nixen von Estland" von Enn Vetemaa möchte ich hiermit dem ernsthaften Forscher wie auch interessierten Laien dringend empfehlen. Im Mittelpunkt steht die Bestimmung der Familien, Gattungen und Arten:

1. Familie: Schönhaarige (Euplocamidae)
1. Gattung: GOLDBLONDE (Auricomata)
1. Art: Tränenreiche Goldblonde oder Sentimentale (Auricomata flebilis)
2. Gattung: FLACHSBLONDE (Linicomata)
2. Art: Neckische Flachsblonde (Linicomata hilaris)
3. Gattung GRÜNHAARIGE (Viridiosa)
3. Art: Grünhaarige Kokette (Viridiosa irritans)

2. Familie: Waschversessene (Lotidae)
4. Gattung: WASCHVERSESSENE (Lotis)
4. Art: Waschversessene, gemeine baltische (Lotis vulgaris baltica)
5. Art: Waschversessene Seifomanin (Lotis saponiphila)

5. Gattung: WASCHVERSESSENE RUBBELFEE (Lavatrix)
6. Art: Sittsame waschversessene Rubbelfee (Lavatrix facilis)

3. Familie: Kopfkratzerinnen (Capitiscabidae)
6. Gattung: KOPFKRATZERIN (Capitiradens)
7. Art: Kopfkratzerin, gemeine (Capitiradens vulgaris)
8. Art: Kopfkratzerin, schwarzzahnige (Capitiradens nigrodentata)


4. Familie: Nackttitten (Nudimamillaridae)
7. Gattung: NACKTTITTE (Nudimamillaris)
9. Art: Nackttitte, kinderliebe (Nudimamillaris paidiphila)
10. Art: Nackttittige Wuchtbrumme (Nudimamillaris gigantea)

8. Gattung: BURSCHIKOSE (Anhybrida)
11. Art: Burschikose, mollige (Anhybrida luxurians)

5. Familie: Lauthalsige (Carrulidae)
9. Gattung: TRÄLLERNDE (Calliphonica)
12. Art: Trällernde Nymphomanin (Callphonica nymphomanica)
10. Gattung: HEULSUSE (Lamentosa)
13. Art: Heulsuse. kinderliebe (Lamentosa paidiphila)
14. Art: Heulsuse. minilesbische (Lamentosa minilesbica)

11. Gattung: ZETERNDE (Carrula)
15. Art: Flucherin (Carrula immunda)

Neben detaillierten Beschreibungen gibt es auch noch sehr viel Hintergrundwissen und praktische Tipps für die Beobachtung, z.B. den, dass ein gewöhnlicher weicher Bleistift am praktischsten ist, da die Aufzeichnungen sehr leicht nass werden können und dann bei Verwendung anderer Schreibutensilien verschwimmen würden. Einigen Arten von Nixen - besonders den grünhaarigen Koketten - bereitet es nämlich ein geradezu pathologisches Vergnügen, den in seine Arbeit vertieften Forscher mit Wasser zu bespritzen oder mit Schlamm zu bewerfen. Auch auf die schwierige Thematik der Beringung (in der Ornithologie hat sich diese Methode ja schon sehr bewährt, bei den Nixen hat man damit erst vor kurzem begonnen) wird eingegangen. Schwierig deshalb, da Nixen bekanntlich sehr menschenscheu sind. Aber Schmuck lieben sie größtenteils sehr, so dass sie sich gern selbst beringen. Dies kann aber auch zu Problemen führen, wie sie ein bekannter Najadologe erleben musste. Bei seinen Beobachtungen verlor er seinen Ehering. Am nächsten Tag entdeckte er ihn schon am Finger einer Schönhaarigen (Euplocamidae). Durch den Verlust des Ringes erwarteten dem Forscher daheim große Unanehmlichkeiten, die schließlich zur Scheidung führten. Die Ehefrau legte dem Gericht zum Beweis, wie unmoralisch ihr Mann sei, eine Sammlung prächtiger Nixenfotos vor, die sofort als pornographisch erkannt wurden. Da das Gericht keinen Najadologen als Sachverständigen bestellt hatte, glaubte niemand den Beteuerungen des Forschers. Aber das ist ja auch nichts neues, dass die Wissenschaft Opfer fordert.
Dieses hoch amüsante streng wissenschaftliche Werk wäre aber nur halb so interessant ohne die zahlreichen (648 S/W-Abbildungen sowie 16 Farbtafeln) Illustrationen von Kat Menschik.

Hier als Beispiel eine keifende Hochbrüstige:

keifende

Irische keifende Hochbrüstige
mit Push-up BH für Kleinbrüstige.

Freitag, 21. Januar 2005

Was in diesem Haushalt fehlt

Wintergewitter. Dieses Wort tauchte diese Woche vermehrt im Wetterbericht auf und wahrlich nicht als Fehlankündigung. Ich meinerseits grummelte diese Woche ebenfalls vermehrt vor mich hin. Hach, endlich Freitag, dachte ich heute und daran, dass nun diese etwas missglückte Woche ein Ende finden würde. Zu früh gefreut. Es gibt Leute, die meinen, ich würde ohne aufgetragene Tätigkeiten auf dumme Gedanken kommen (was teilweise nicht so ganz unrichtig ist) und sorgten zuvorkommend dafür, dass ich auch am Wochenende beschäftigt bin.

Dringend benötigt:

blitzableiter

Helden in Strumpfhosen

"Ich sehe jetzt cool aus, oder?", sagte das kleine Monster, nachdem es seine Hose ausgezogen hatte.

Donnerstag, 20. Januar 2005

Die Rätsel von Raum und Zeit

Warum gibt es jetzt schon wieder Ostereier zu kaufen?

Mittwoch, 19. Januar 2005

Die Welt da draußen

butcher

Dienstag, 18. Januar 2005

Memento

memento

"Oh nein, kein Gott kann so viel Leiden
über uns verhängen wie ein Mensch."

Henry de Montherlant
"Erbarmen mit den Frauen"

Montag, 17. Januar 2005

La Bas

Es ist dunkel hier unten. Es müssen viele Treppenstufen sein, die in diese Tiefe führen. Sicher eine alte, enge Wendeltreppe, bei deren zu hastigem Betreten einem leicht schwindelig werden kann und sehr schnell die Gefahr besteht, hinabzustürzen.
Ich kann nichts erkennen. Eine undurchdringliche Schwärze umgibt mich. Unter mir spüre ich den feuchtkalten Grund. Von irgendwoher ist ein monotones Tropfen zu hören. Vorsichtig tastete ich mich mit einer Hand voran. Ich berührte kaltes Mauerwerk. Ein Luftzug wurde spübar. Meine Finger umschlossen ein rostiges Gitter. Dahinter wieder nur Finsternis. Es ist schon länger her, da meinte ich in der Ferne schlurfende Schritte gehört zu haben und das kaum wahrnehmbare dumpfe Klirren von Schlüsseln. Ich musste mich getäuscht haben. Nun kauerte ich wieder auf dem Boden. Die Kälte breitet sich in mir aus. Und ich denke an nichts mehr.

Sonntag, 16. Januar 2005

Schni schna schnappi

Das Geheimnis des Erfolges: Eine zunehmende Infantilisierung der Gesellschaft, allgegenwertiger Ödipuskomplex oder eine Hymne auf den Turbo-Kapitalismus ("Ich schnapp mir, was ich schnappen kann")?

Angep*sst

Das Internet ist zu klein. Zumindest dann, wenn man erkennt, dass es wirklich ein Netz ist und alles auf irgendeine Art und Weise miteinander verknüpft ist. Als wenn es nicht reichen würde, dass Träume immer wieder Verbindungen herstellen, die man sich nicht wünscht.

Und mit sonstigen Vorhaben kommt man auch nicht weiter ... *grmpf*

Edit: Mit den Verknüpfugen war ich doch etwas zu schnell bei der Hand. Merke: Keine voreiligen Schlussfolgerungen und etwas weniger Paranoia in der Zukunft.

Freitag, 14. Januar 2005

Was wird jetzt aus Daisy?

Die Beantwortung dieser Frage scheint ja momentan jeden zu beschäftigen. Und natürlich, wer der Mörder ist, sofern es sich wegen dem Telefonkabel nicht um einen Fall von AAD handelt.

Kleine Auswahl aus Blogs:

Daisy darf endlich selber laufen. 

Das Langbeinmeerschweinchen Daisy lebt.

Jetzt sind wir ja gespannt, ob Daisy unter Tatverdacht steht. Oder war es die Tat eines eifersüchtigen Rüden?

Erbt die Hundedame? Kann sie überhaupt erben? Hätte sie als Erbin ein Motiv?

Was wird aus Daisy? Fleischwurst? Katzenfutter? Bettvorleger?

Daisy kann noch keine Interviews geben, zu frisch ist der Schmerz. Sie wird mit ihrer Lieblingsspeise getröstet, in Brandy eingelegt Champagnertrüffel.

Daisy ins Tierheim?

Futter für den Kettenhund ... Vollwaise Daisy

Das gute daran, nun ist Daisy frei.

Daisy, du kleines geldgeiles, erbschleichendes Luder, musstest du dein Herrchen denn gleich erwürgen?

Doch Daisy ist gar nicht Daisy. Schon vor Jahren wurde der Hund vom BND ins Ausland geschafft, da sie zuviel wusste. Sie wurde durch einen mit Fell überzogenen AIBO ersetzt, der die Münchner Schickeria ausspionieren sollte. Das Funkmodul fiel aus und so musste Moshammer sterben, damit der Datendownload manuell vorgenommen werden konnte.

Wie schwer ist Daisy?
Hundefleisch im Tontopf nach Jilin-Art (jilin shaguo gourou)
500 g frisches Hundefleisch
3 Sterne Anis
3 EL Reiswein
2 Frühlingszwiebeln
1 Stück Ingwer
Öl zum Fritieren
2 EL Zucker
1/2 l Hühnerbrühe
5 EL Sojasoße
50g Schweineschmalz
3-4 getrocknete Chillies

Hat schon jemand bedacht, dass das arme Tier ein Trauma haben könne? Am Ende war Daisy Zeuge des Mordes? Da sollte schon mindestens noch ein Besuch bei einer psychologischen Beratungsstelle drin sein.

Katastrophenmeldung

Demnächst werde ich mir wohl einen illegalen Dealer suchen müssen. Denn das, was ich haben will, wird es bald nicht mehr legal geben. Dumm nur, dass die Ware nicht mal eben in ein Tütchen passt. Ich kaufe davon meist zwei Kilo.

Rettet Linda!

Mittwoch, 12. Januar 2005

Google

Da hier nun vermehrt nach Mumien gegoogelt oder z. B. gefragt wird: "Wie sehen Mumien aus?", gibt es jetzt im Gruselkabinett auch eine zu sehen. Es handelt sich um einen Kellerfund, der auf natürlichem Wege mumifizierte und nun seinen Platz bei mir gefunden hat:

mumie

Dienstag, 11. Januar 2005

Metamorphosen eines Brotkastens

Nachtrag zu der Frage:
"Was teibst Du eigentlich so die ganze Zeit?"

anschauen (mov, 48 KB)

Montag, 10. Januar 2005

So schlimm ist es gar nicht

Die Vorstellungskraft übersteigt bei Weitem die Realität, sofern man nicht bar jeder Phantasie ist. Deshalb funktionieren auch Horrorfilme am besten, in denen nichts oder kaum etwas von dem zu sehen ist, was Grauen erregt.
Nun ging heute wieder der Ernst des Lebens los, nach drei Wochen Urlaub. Nicht, dass ich letzten Endes doch sehr viel Spaß an meiner Arbeit habe, aber ich hatte so überhaupt keine Lust. Was noch milde ausgedrückt ist. Heute Morgen war gleich ein Meeting angesetzt; die Vorbereitungen dazu ruhten seit einer Woche in meiner Mailbox. Da habe ich sie auch ruhen lassen, bis ich mich gestern Abend/Nacht dann notgedrungen doch darum gekümmert habe.
Nun, nach der Konfrontation mit der Wirklichkeit, ist das alles wieder weniger erschreckend. Die Projekte (noch) überschaubar. Und das Wetter tut sein Übriges. Hätte man ja gleich entspannter rangehen können. Hätte ...