Das Glasperlenspiel an der Alster
Händchenhalten mit dem kleinen Monster
Händchenhalten mit dem kleinen Monster
... hörte ich mir noch diese Nachricht an:
"Ich schicke dir gleich eine E-Mail. Bevor du die liest, bitte hinsetzen. Ganz tief einatmen und ausatmen. Einatmen und ausatmen. Und noch mal ein bisschen Ommmmm. Und dann erst lesen."
Die E-Mail schloss mit den Worten: "Ich enthalte mich jeglichen Kommentars und dein Gesicht möchte ich jetzt auch nicht sehen".
Nein, ich auch nicht.
*grrr*
( Es ist sinnlos.)
Zu meiner Freude hat sich wieder eine grüne Fee im Gruselkabinett eingefunden und zwar eine von der Sorte, die man sich gar nicht traut anzufassen. Es handelt sich um einen tschechischen Absinth, der über einen sehr hohen Thujongehalt verfügt. Wie das mit geringerem ausgehen kann, ist mir bekannt ...
Und auch andere Leute sind sich da einig, dass man so etwas nicht so schnell vergisst. Als eine Freundin von mir meinte, sie glaube, schon Absinth zu sich genommen zu haben, wurde dies sofort einstimmig verneint. Denn hierbei handelt es sich nicht um Glaubensfragen, sondern um Erfahrungen, die Wissen emanieren.
Dieses Wissen nun zu vermitteln, ist nicht so einfach, wie die Frau Sünderin mir berichtete (von Herrn Sünder und ihr stammte nämlich dieser nachträgliche Geburtstagstrank - vielen Dank nochmals!). Sie geriet etwas in Erklärungsnot und versuchte es einer Unkundigen mit der Umschreibung, dass es die Essenz wäre, die in den Wahn führe, zu vermitteln. Ja, das wäre ja passend für mich, war die trockene Antwort.
Ja, dann also auf interessante Blogeinträge in Zukunft!
Voll war's. Sehr voll. Und das zu Recht, wenn es um ein Konzert der Editors geht, die - falls es noch nicht alle mitbekommen haben - zweifelsohne die beste Band sind, die es dieses Jahr zu entdecken gab. Auch live waren sie am Samstag im Molotow überragend. Und wäre es nicht schon ohnehin durch die Sardinenbüchsenatmosphäre sehr schweißtreibend gewesen, dann hätte spätestens die Musik dafür gesorgt, die sehr kraftvoll für Bewegung (so es denn möglich war) beim Publikum sorgte. Um es kurz zusammenzufassen: es war ein geniales Konzert. Etwas gab es allerdings doch, was mich gestört hat: es war viel zu kurz. Nun ja, dafür wurde dieser Abend aber trotzdem sehr lang. Wenn man schon mal auf dem Kiez ist und einen freien Abend hat, dann sollte man das auch ausnutzen. Gesagt, getan. Und so waren dann zu später Stunde meine Begleitung (zu der auch die Sünderin zählte) und ich voll. Sehr voll.

El Día de los Muertos ist zwar schon vorbei,
aber wer kann dazu schon nein sagen?
Ich jedenfalls nicht.
Hm. Hm. Hm. Ja, CocoRosie sind schon etwas obskur. Sicher. Gestern Abend war ich bei einem Konzert der beiden Schwestern. Die zwei bisher erschienenen Alben kann man dann doch als sehr homogen bewerten, was man von den inzwischen miterlebten Konzerten sicher nicht sagen kann. Zu den "all those beautiful boyz" zählte diesmal nicht mehr Antony And The Johnsons, sondern ein teilweise rappendes, viel tanzendes Großstadtdschungelkriegertrio. Mit dem ganzen Hip Hop-Kram konnte ich noch nie etwas anfangen. Klar, jeder der zu meiner Generation zählt und in der DDR aufgewachsen ist, weiß sehr gut, dass der Film "Beat Street" Kult war. Aber dennoch kann ich mit diesem Genre nichts anfangen. Nun lassen also CocoRosie die Neger* tanzen. Und singenrappen. Als beim letzten Konzert Antony And The Johnsons den Support gab, war es für mich auch erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig. Falsett-Stimmen haben zwar schon frühzeitig meinen Gehörgang gefunden (Jimmy Somerville), aber zumindest im Alleingang war mir Antony Hegarty doch etwas zu lethargisch. Erst im Zusammmenspiel mit den Casady-Schwestern, vor allem bei "beautiful boyz", entpuppte sich dieses als absoluter Ohrwurm. Was will mir das sagen? Das ich nun demnächst die Rap-Schiene gut finde? Groove hatte das jedenfalls allemal. Optisch war es auch sehr nett anzusehen - das Lidl-Leckerli von der Frau Budenzauberin muss da wohl weiter hinter der Kasse bleiben. Und es wurde auch alles (O.K. - für Insider wohl nur ein Bruchteil) ausgereizt, was es an afrikanischen Einflüssen gibt. Und das an sich meist unterkühlte Hamburger Publikum machte auch brav mit. Es gab viele Dschungelstimmen bei den Zuschauern zu hören, die sich nicht scheuten, den Affen zu machen, denn solche Laute waren gefragt. Erst durch dieses Konzert konnte ich in etwa nachvollziehen, wie es bei Brainwashed zu Rassismusvorwürfen gekommen ist. Man sollte schon einmal darüber nachdenken, wie man mit anderen Kulturen umgeht. Oder das ist eben gerade ein Akt von gegenseitiger Integration. Nun gut, als Fazit kann man nur damit schließen, dass es ein sehr schönes Konzert war.
*In diesem Zusammenhang bewusst so gewählt.
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2 x 3 macht 4 - widdewiddewitt und 3 macht 9e !! Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt .... Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt. Ich hab' ein Haus, ein kunterbuntes Haus ein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus. Ich hab' ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd, und Jeder, der uns mag, kriegt unser 1x1 gelehrt. 3 x 3 macht 6 - widdewidde Wer will's von mir lernen ? Alle groß und klein - trallalala lad' ich zu mir ein. |
Als es dem kleinen Monster schon wieder besser ging und mir noch, besuchten wir Pippilotta Rollgardina Victualia Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf, nahmen auf Königsstühlen sitzend an ihren Abenteuern teil, die nicht nur für kleine Monster sehr unterhaltsam waren. Da konnte man sehr gut darüber hinwegsehen, dass Pippi Langstrumpf gar keinen langen Strümpfe trug - die Doc Martens waren natürlich in Ordnung.
Anschließend ging's zur Freundin vom kleinen Monster, deren Eltern sehr überrascht waren über unseren Besuch. War doch gar keine Geburtstagsfeier geplant gewesen und auch kein Wort über die Einladung gesagt worden. Nichtsdestotrotz wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Es gab Einblicke in die afrikanische Küche und auch reichlich Kostproben. Ob der Unmengen, die gekocht wurden, war ich sehr verwundert. Und auch über eines der anscheinend wichtigsten Gewürze: Maggi. Es gab aber auch ausreichend exotische Zutaten, bei denen ich erst einmal herausfinden muss, ob es dafür überhaupt deutsche Namen gibt. Noch bin ich allerdings nicht sehr an Essen interessiert ...