Alien
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Freitag, 17. August 2007

Ich will hier raus

Die Benutzung der Nachtbusse finde ich meist weniger erfreulich, weswegen ich des Nächtens auch oft zu Fuß nach Hause gehe. Aber nicht immer. Und nicht immer ist eine Fahrt mit dem Nachtbus nur nervig, sondern manchmal auch erheiternd. Besonders wenn der Busfahrer etwas Humor besitzt.

Nachdem der Bus an der dritten Haltestelle stoppte, bei der niemand ausstieg (der Halt erfolgt nur nach Knopfdruck), äußerte sich der Busfahrer mit der Durchsage: „Glückwunsch an das Kleinkind, dass den Knopf gefunden hat. Im Kindergarten kann es bestimmt noch viel bessere Sachen.” Aber das Lob ermunterte dieses Kleinkind nur noch mehr, so dass der Busfahrer den Fahrgästen mitteilte, dass er nur noch auf Zuruf halten würde. Und bald war da und dort ein mal mehr oder weniger verzweifeltes: „Ich will hier raus!” zu hören. Das fanden alle recht lustig, so lange sie nicht selbst aussteigen mussten ...

Dead Silence

USA, 2007
Regie: James Wan
Darsteller: Ryan Kwanten, Amber Valletta, Donnie Wahlberg, Michael Fairman

Von diesem Film habe ich nicht sehr viel erwartet, aber trotzdem wurden meine Erwartungen noch unterboten. „SAW” mag ich ja auch nicht – „Dead Silence” stammt vom gleichen Team –, weil der Film (die Nachfolger habe ich nicht gesehen) mir einfach zu oberflächlich ist und mich dadurch langweilt, denn Blut allein macht mich nicht glücklich. Von „Dead Silence” habe ich auch nicht mehr erwartet, nur dachte ich, dass er doch ganz angenehm für’s Auge sein wird und für etwas Unterhaltung sorgt. Denn ein Gruselfilm nach alter Schule, in dem Puppen vorkommen, hört sich nicht ganz so schlecht an. Aber das Ergebnis war mir einfach zu kitschig (mal ganz abgesehen von den ganzen Fehlern, die von der Handlung her unlogisch waren). Gut, man kann sich den Film ansehen. Muss es aber nicht.

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London to Brighton

Großbritannien, 2006
Regie: Paul Andrew Williams
Darsteller: Lorraine Stanley, Georgia Groome, Johnny Harris, Sam Spruell

Hart und direkt. Eine schon etwas ältere Hure und eine zwölfjährige Ausreißerin sind auf der Flucht. Vor wem und warum sie flüchten, erfährt man in diesem Film. Und auch, wie diese Flucht endet. Am Rande der Gesellschaft geht es brutal zu - das wird einem schonungslos vermittelt, ohne dass hierbei Gewalt nur vordergründig um der Gewalt willen eingesetzt wird. Was in manch anderem Film einfach nur aufgesetzt wirken würde, wie beispielsweise, dass jedes zweite Wort ein „fuck” oder „fucking” ist, wirkt in diesem Film absolut authentisch. Dies ist vor allem der wirklich hervorragenden schauspielerischen Leistung aller (!) Darsteller zu verdanken. Es gibt in diesem bedrückenden Film sogar so etwas wie ein Happy End, wodurch der Film nicht minder glaubwürdig ist, aber man wird das Gefühl nicht los, dass dadurch auch nicht alles besser wird.

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Donnerstag, 16. August 2007

Die Abenteuer bei Uebel und Gefährlich

Wenn sich dort nicht ständig auf der Bühne der Schweiß abgewischt worden wäre und alle um mich herum sich nicht Luft zugefächelt hätten, dann hätte ich gedacht, dass ich zu selten zu Konzerten gehe und ich die dort oft herrschende Atmosphäre einfach nicht mehr gewohnt bin. Aber so war es einfach ein sehr heißes Konzert von CocoRosie und das nicht nur die Temperaturen betreffend. Es stört mich ja überhaupt nicht, dass bei den beiden Casady-Schwestern zunehmend Hip-Hop-Elemente anzutreffen sind. Eher, dass das Publikum immer jünger (man kommt sich da so alt vor, auch wenn es vereinzelt Besucher gab, die deutlich älter als ich waren) und vor allem „normaler” wird. Irgendwie passt das nicht zu dieser verzaubernd-verschrobenen Musik. Egal – man schaut bei Konzerten ja doch eher zu dem, was auf der Bühne passiert, weniger zu dem, was sich vor der Bühne abspielt. Und was dort CocoRosie boten, war soundso jegliche Widrigkeiten wert. Das letzte Album von CocoRosie, „The Adventures of Ghosthorse and Stillborn”, kann man übrigens hier komplett anhören.

Dienstag, 14. August 2007

Auf Pfaden des Grauens

Es gibt Kassen, in deren Schlange man sich gerne einreiht. Durch dieses Ereignis wird sich hier bald wieder wie jedes Jahr die eine oder andere gnadenlos subjektive Filmkritik einfinden.

Montag, 13. August 2007

Kleine Wunder

Es gibt Orte, die sucht man nicht gern auf. Eine Zahnarztpraxis gehört dazu. Im Laufe des Lebens bin ich aber zu der Erkenntnis gekommen, dass es doch besser ist, wenn man dieses wenigstens einmal im Jahr macht, weil sich ansonsten noch viel Unangenehmeres ergeben kann. Für Kinder hält mein Zahnarzt für diese Heldentat eine Schatzkiste bereit, aus der man sich hinterher etwas aussuchen kann. Das finde ich ja etwas unfair, denn auch wenn man älter (von Erwachsensein spreche ich bewusst nicht) ist, so braucht man doch meist immer noch eine Menge Mut. Die schönste Belohnung ist es allerdings, wenn auf dem Folterstuhl bei akribischer Untersuchung keinerlei kariöse Stellen gefunden werden können. Und das, obwohl meine Zähne in früheren Zeiten dafür besonders anfällig waren - eine Zahnärztin prophezeite mir mal, dass ich mit 20 Jahren keinen einzigen Zahn mehr im Mund haben würde. Nun könnte man meinen, dass ich dieses durch besonders sorgfältige Zahnpflege abgewendet habe. Das kann ich allerdings nicht behaupten. Zumindestens nicht, wenn es um die allabendliche Reinigung geht. Fast jeden Abend beende ich mit einem Buch in der Hand (nein, das ist sicher nicht gravierend) und Schokolade im Mund - und putze dann meist keine Zähne, sondern schlafe dann irgendwann ein. Seit Jahren. Verwunderlich ist es da schon, dass dies offenbar keinerlei Folgen hat.

Sonntag, 12. August 2007

Beschränkt

Weit, weit nach draußen. Herauskommen tut immer gut, auch wenn es nur aus den eigenen vier Wänden ist und weniger aus sich selbst. Aber auch nur bei räumlicher Fortbewegung kann es passieren, dass man nicht weiter kommt. Man kann endlos vor verschlossenen Schranken stehen, wenn man nicht weiß, dass es sich um eine Anrufschranke handelt. Als Stadtmensch kennt man so etwas ja nicht unbedingt.
Aber wie bei so vielem im Leben – reden hilft.
Nur nicht immer.

Mittwoch, 8. August 2007

Kaputt und leer



Weit davon entfernt, ein Sisyphos à la Camus zu sein,
wünsche ich mir manchmal, dass einiges sinnvoll ist
von dem, was ich tue.

Dienstag, 31. Juli 2007

Alles anders



Der Urlaub kam schneller als gedacht, nur war es bisher kein richtiger Urlaub. Die langen Gänge, auf denen Rollstühle fahren, sieht man plötzlich nicht nur in Gedanken, sondern man geht sie entlang. Das Altenheim ist ein Krankenhaus, aber so groß sind die Unterschiede nicht. Krankheiten halten das Alter gern eng umschlungen. Keine schöne Umarmung.

Freitag, 27. Juli 2007

Schöne Gefühle

Morgens, 6.00 Uhr in Deutschland.

Hach, fühlt sich das gut an, wenn um diese Uhrzeit der Wecker loslärmt. Endorphine durchströmen meinen Körper. Das Glück, das ich empfinde, ist unbeschreiblich.

Dies funktioniert aber nur, wenn ich weiß, dass es das letzte Mal für längere Zeit (um genau zu sein: für 26 Tage) ist, dass ich unsanft aus meinem Schlaf gerissen werde.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Früher, vor einem halben Jahrhundert

... oder ist es noch länger her? Manchmal weiß ich das nicht mehr so genau.

Hastig fuhr mich der Pfleger in meinem Rollstuhl durch die langen Gänge des Altenheims. Er hatte wie immer keine Zeit. Wenn ich nicht gerade in Gedanken versunken war, nutzten wir trotzdem die wenigen Minuten für Gespräche. Die Vergangenheit war mir näher als die Gegenwart und so fingen viele Sätze von mir mit einem „Damals” an.

„Ja, es ist schon lange her, da war ich eine Bloggerin.”
„Was ist denn das?”
„Ich hatte eine Website im Internet, auf der ich Beiträge zu allem Möglichen und Unmöglichen veröffentlichte, die Beiträge anderer Blogger las und kommentierte und diese ebenso meine Beiträge.”
„Und wozu hat man das getan?”
„Ach, das wusste ich schon damals nicht.”



Dienstag, 24. Juli 2007

Akut

Narkoleptische Anfälle.

Es müssen tausende Spindeln gewesen sein. Nur mühsam bleiben die Augen offen, bleischwer die Lider. Schlafen, einfach schlafen und nie mehr aufwachen. Kein Kuss könnte diesem Wunsch Einhalt gebieten. Und doch wissen, dass morgen wieder in aller Frühe ein neuer Tag beginnt, der kein Verständnis dafür haben wird. Und ich m

Sonntag, 22. Juli 2007

Beachtenswert

Das kleine Monster war erwacht,
nach dieser schrecklich kurzen Nacht.
Hat sich gefreut und klug gedacht,
dass es wahrhaftig angebracht,
nun Kerzen werden hell entfacht,
Geschenke freudig dargebracht.
Ganz sicher hat es auch gelacht,
denn Jubel herrscht – es ist vollbracht.



Betrachtungen zum Vergleich
(vor zwei Jahren)

Donnerstag, 19. Juli 2007

Die fetten Jahre fangen erst an

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht mit Süßem von einem meiner Kollegen bedacht werde. Heute gab’s einen Schokoriegel und eine Zuckerschnecke, noch bevor ich mein Arbeitszimmer erreichte. Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich ja vermuten, dass er eine Feeding-Beziehung anstrebt.