Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Sonntag, 8. März 2009

Heimathafen

Grau ist der Himmel, von Wolken schwer. Es regnet mehr, als dass es nicht regnet.

Als ich hinausgehe, ist es nicht das Nasskalte, das ich spüre, sondern ein Gefühl von Geborgenheit. Das überrascht mich etwas. Es ist zwar schon lange her, dass ich in diese Stadt gekommen bin, aber eigentlich empfand ich bisher nicht, dass ich auch angekommen wäre. An diesem idealen Ort für alle Heimatlosen – eine Hafenstadt, bei der man an Land geht und die man mit dem nächsten Schiff wieder verlässt. Oder mit dem übernächsten.



Jaja, es ist schön hier. Aber das ist es woanders auch. Die Superlative der Einwohner für ihre Stadt wirken befremdlich. Das Wetter, das für diese Stadt so typisch ist und weitaus vertrauter, wandelte sich indes in einen sonnigen Sonntag und alle Straßen und Wege glänzten golden.

Undenkbar wäre eine Verbundenheit ohne den großen Strom. Ein Spaziergang am Elbstrand lässt erahnen, warum man immer noch hier ist. Man hört zu, was einem die Wellen und der Wind erzählen. Auf diese Geschichten würde man ungern verzichten und alle Städte, die nicht wenigstens an einem großen Fluss oder See – wenn es schon nicht das Meer ist – liegen, erscheinen einem tot. Es ist gleichgültig, ob einem der Regen ins Gesicht peitscht oder plötzlich auch die Elbe voller Gold ist und das Blau des Himmels unendlich – es ist immer gut.



Den Schiffen wird man aber wohl immer voller Sehnsucht hinterherschauen. Quiddje bleibt man ein Leben lang.

Mittwoch, 4. März 2009

Schlaflos im Gruselkabinett

Das fängt ja gut an ... Die ganze Nacht habe ich kein Auge zugetan, weil der neue Untermieter mich bis zum frühen Morgen unterhalten hat, um seine Haut zu retten. Das ist ihm auch gelungen. Erst einmal.

Samstag, 28. Februar 2009

Der Makel der Gegenwart

Echte Erfüllung kann es bringen, das Leben voll und ganz im Hier und Jetzt. Wenn man mit allen Sinnen sich seiner selbst und seiner Umgebung bewusst ist und nichts wahrer ist als der Augenblick. Aber es ist nicht nur die Vergangenheit und die Zukunft, die dabei unwichtig werden. Auch die Träume gehen verloren.

Dienstag, 24. Februar 2009

Der außerirdische Indianer

Wie der aussehen soll? Weiß ich auch nicht. Und genau genommen weiß ich auch nicht, wie ein Außerirdischer aussieht. Somit wurde diesmal ein Motto der Faschingsfeiern gestrichen (zugegebenermaßen auch mehr aus Bequemlichkeit, denn aus Einfallslosigkeit, da solche Aktionen doch recht anstrengend sind, wenn man zum Umkleiden nur die Mittagspause hat) und übrig blieb die etwas rote Rothaut.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Umkleidekabinen in Zeiten von Schäuble



Überall wird einem hinterhergeschnüffelt.

Freitag, 13. Februar 2009

Die Zeiten ändern sich

Früher bin ich extra nach Wien geflogen, um andere Blogger zu treffen. Heute mache ich es mir auf dem Sofa bequem und warte nur darauf, dass es klingelt.

Sonntag, 8. Februar 2009

Es ist so einfach

Man nehme eine Tätigkeit, die einen voll in Anspruch nimmt und bei der man hinterher sehen und fühlen kann, was man getan hat. Alle grüblerischen Gedanken, alle Wäre, Hätte, Könnte haben keine Chance, wenn man nur erst einmal anfängt. Ist man erst einmal dabei, gibt es nur noch das Sein. Mehr braucht man doch gar nicht.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Zonenlos

Es war schon ziemlich seltsam, als ich bei der Anmeldung als Geburtsland ein Land angab, das es nicht mehr gibt.
Zumindest offiziell.

Montag, 2. Februar 2009

Besser wegschließen

Mit dem kleinen Monster muss ich dringend mal ein ernstes Wort reden. Nun ist schon zum wiederholten Male eine große Tafel Schokolade verschwunden. So kann das nicht weiter gehen. Auch wenn die Schokolade jedes Mal scheinbar unbemerkt wieder ersetzt wurde, sollte sich das kleine Monster doch besser einen Tresor für seine Vorräte anschaffen.

Freitag, 30. Januar 2009

Tag der Entscheidung

Heute werde ich es tun. Dabei meinte gestern noch jemand zu mir, ich würde überhaupt nicht katholisch aussehen (leider habe ich nicht nachgefragt, wie man dann aussehen würde). Jedenfalls bin ich sehr gespannt, ob und wie das wird.

Dienstag, 27. Januar 2009

Wenn die Neugier nicht wäre ...

Dann würden einem sicher solche schönen E-Mails entgehen:

Von: Angst War Gestern

Betreff: Tablette Gegen Ende Der Welt! Wirklichkeit

Angst und Stress haben andere! Ab sofort duerfen Sie nur an das Gute denken! Finanzkriese? Interessiert Sie nicht mehr.

Lassen Sie sich nicht von Angst beeinflussen. Einfach Pillen bestellen und schon haben Sie alles hinter sich.


So neugierig, dass ich den nachfolgenden Link angeklickt hätte, war ich dann aber doch nicht.

Sonntag, 25. Januar 2009

Das Leben ist bunt

Draußen wurde es vorgestern weiß, drinnen wurde mir schwarz vor Augen. Schwarz bin ich zwar sehr zugeneigt, aber so eng muss die Bindung dann doch nicht sein. Gestern wurde das Rot, das seine Restaurationszwecke erfüllt hat, in den Keller getragen. Außhäusig belebte nur ein Rotkehlchen das Grau. Dass der heutige Tag sehr blau und lau ist, hat nichts mit Restalkohol und Leidenschaftslosigkeit zu tun, sondern vor allem damit, dass es sich um einen Sonntag handelt, der sich schon fast frühlingshaft gibt und man noch ein paar Tage Zeit hat, um wichtige Entscheidungen zu fällen und sich somit gern eine lässige Entspanntheit auf dem heimischen Sofa breit machen darf, die in allen Farben des Regenbogens schillert. Mag diese auch einer Seifenblase gleich am Montagmorgen platzen.
Heute ist heute.