Alien
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Freitag, 20. August 2010

Hidden

Norwegen, 2009
Regie: Pål Øie
Darsteller: Kristoffer Joner, Anders Danielsen Lie, Cecilie A. Mosli,
Bjarte Hjelmeland, Arthur Benning, Karin Park, Marko Iversen Kanic
Originaltitel: Skjult

Hier sitzt jedes Bild – optisch ist alles bestens in Szene gesetzt, so dass es sich allein deswegen schon lohnt, diesen Psycho-Horrorthriller anzusehen. Spannend aufbereitet ist dieser Film ebenfalls, auch wenn man auf manche BUH!!!jetzthabensichaberalleerschreckt-Effekte sicher hätte verzichten können. (Ist dadurch aber trotzdem genau das Richtige, um es sich spätnachts allein anzusehen.) Die Story ist zudem auch halbwegs stimmig und glaubwürdig. Rätselhafte Gegenwart, traumatisierende Vergangenheit und erschreckende Halluzinationen ergeben ein sehr anprechende Mischung.

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Die lieben neuen Kollegen, Teil 4

Es ist wohl ein ungeschriebenes Gesetz, dass Sekretärinnen der Geschäftsführung mehr oder weniger etwas drachenmäßiges an sich haben. Als ich das erste Mal mit dem hiesigen Exemplar zu tun hatte, dachte ich mir sofort: „Oha! Da musst du aufpassen, sonst gibt es Krieg.” Ein Gespräch mit meiner Chefin bestätigte den Verdacht.
Tja, und nun hat mir diese Sekretärin angeboten, meine Pflanzen mitzugießen.

Und dann war da noch der XYZ-Manager, dessen Pressebild ich zum Aufhübschen in der Mache hatte, der ganz aufgeregt nachfragte, ob er schon wie Tom Cruise aussieht.

Dog Pound

Kanada / Frankreich / Großbritannien, 2010
Regie: Kim Chapiron
Darsteller: Adam Butcher, Shane Kippel, Mateo Morales,
Lawrence Bayne, Bryan Murphy

Ein Versuch, über Aggressionen zu reden, ist sehr schnell zum Scheitern verurteilt. Nur mühsam können die Aggressivitäten im Zaum gehalten werden. Die Fäuste sitzen im Jugendknast genauso locker wie auf der Strasse. Aber es ist nicht nur die Gewalt, die hier in aller Brutalität gezeigt wird – die Charaktere sind durchaus vielschichtiger. Dadurch entsteht ein sehr intensiver Film, der durch seine authentische Wirkung zu überzeugen weiß. Und wie im realen Leben gibt es keinen Anspruch auf ein Happy End.

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Donnerstag, 19. August 2010

The Scouting Book for Boys

Großbritannien, 2009
Regie: Tom Harper
Darsteller: Holliday Grainger, Thomas Turgoose, Rafe Spall, Susan Lynch,
Lorraine Bruce, Ann Elsley, Steven Mackintosh, Nicholas Sidi, Susan Earl,
Tony Maudsley, Ewen MacIntosh

Kein großer Sprung ... Genauer gesagt ergeht es diesem Film genauso – was meinen Geschmack betrifft – wie einem seiner Akteure, der nämlich gehörig auf die Fresse fällt, als er von Wohnwagendach zu Wohnwagendach springt. Britisches Independent-Kino – hört sich ja schon mal nicht schlecht an, dachte ich so. Aber auch wenn die beiden Hauptdarsteller von der schauspielerischen Leistung her sehr überzeugend sind, lässt einen dieses Teenager-Drama ziemlich kalt. So kalt wie eine Wasserleiche, die hierin auch auftaucht. Irgendwer behauptete mal, dass sich unweigerlich eine gute Story ergibt, wenn darin das Meer, der Tod und die Liebe (am besten unerfüllt) vorkommen. Stimmt aber nicht.

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The Ape

Schweden, 2009
Regie: Jesper Ganslandt
Darsteller: Olle Sarri, Françoise Joyce,
Niclas Gillis, Sean Pietrulewicz, Eva Rexed
Originaltitel: Apan

Dieser Film beginnt mit einem Haufen Fragen, zu denen sich noch weitere gesellen. Und nicht alle werden beantwortet. In größtenteils ruhigen, minimalistischen Bildern, die fast dokumentarisch real wirken, folgt man Schritt für Schritt dem Leben eines Mannes, das zunächst fast normal scheint – jedoch eine hochgradig innere Spannung zunehmend immer weniger verbergen kann –, bis hin zu dem, was sich hinter jeder Normalität verbergen kann. Das Tier, das in jedem steckt, dessen menschlicher Käfig sich manchmal als zu eng erweist. So etwas weiß man zwar, aber wie bei so vielem, was man weiß, heißt das noch lange nicht, dass man es versteht. Dieses Nichtverstehen macht auch vor einem selbst nicht Halt.
Ein Arthouse-Film, dessen Ansehen sich auf jeden Fall lohnt.

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Dienstag, 17. August 2010

Grauen ohne Urlaub

Nicht dass ich Urlaub grauenhaft finden würde, aber ansonsten nehme ich mir immer extra Urlaub für diese Zeit des Grauens. Es wird dieses Jahr also zumindest grauenhaft anstrengend werden, wenn man nebenbei auch noch arbeiten muss. Da passt es mir ganz gut, dass ich mich morgen diesem Grauen noch nicht zuwenden werde. Es gibt ja auch so genug Grauenhaftes.

Sonntag, 15. August 2010

Die Toten leben

Und kommen wieder. Und wieder. Und wieder ... Es ist schon wieder ein paar Jahre her, aber man sieht immer noch in Gesichter, die man nun schon bald zwanzig Jahre kennt. Etwas weniger Schwarz, aber sonst scheint sich kaum etwas verändert zu haben. Als würde die Zeit stillstehen. Nur man selbst merkt, dass man sich verändert hat, auch wenn das nicht unbedingt sichtbar ist. Schon seltsam, wenn man so in die eigene Vergangenheit für ein paar Stunden reisen kann.

Dienstag, 10. August 2010

Die lieben neuen Kollegen, Teil 3

In Begleitung meiner Chefin kommt Besuch in mein Büro.
Nach kurzem Umschauen: „Sie machen doch die Grafik hier und da haben Sie kein einziges Bild oder so an der Wand hängen?”
Ich: „Nö, dann würde keiner mehr freiwillig hereinkommen.”
Besuch: „???”
Chefin: „Ja, wissen Sie, die Frau Araxe hat einen etwas -ähm- anderen Geschmack.”

Sonntag, 8. August 2010

Augenei



Manchmal findet man Dinge, die zwangsläufig ins Gruselkabinett gehören. Ebenso unweigerlich ist hierbei die Assoziation mit „Die Geschichte des Auges” von Georges Bataille.

Mittwoch, 4. August 2010

Wunschlos glücklich

Immer dran denken – es ist ganz einfach:
keine Wünsche = Glück

Vor allem sollte man sich nie etwas wünschen, das nicht erfüllbar ist.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Schön, wieder daheim zu sein

Spannend ist sicher etwas anderes, auch wenn ich überhaupt keine Zeit hatte, mich zu langweilen. Aber immerhin gab es etwas von dieser roten Flüssigkeit, bei der es sich nicht um Tomatensaft handelt. Nach dem Hinflug stieg meine Chefin blutbesudelt aus dem Flugzeug. Nein, das hat nichts damit zu tun, dass ich neben ihr saß. Die Unterkunft war zwar recht ansprechend, aber ich hatte da eigentlich etwas andere Vorstellungen bei der Einrichtung. Es war nämlich so, dass alle Zimmer nach Rebsorten benannt worden sind. Bis auf eines – das hieß Domina-Kammer – handelte es sich dabei um die gängigen Rebsorten. Und nun raten Sie mal, welches mein Zimmer war ... Ganz genau! Neben den ganzen anderen Sachen, die ich fotografieren musste, kam mir dann doch noch ein totes Tier vor die Linse.  Naja, aber ansonsten ...

Montag, 26. Juli 2010

Verreisen ohne Urlaub

So ein kurzer arbeitsbedingter Ortswechsel ist ja ganz nett, auch wenn es sicher spannenderes als kleine Orte südlich von Bonn gibt. Ganz und gar nicht nett ist allerdings, dass der Abflug quasi mitten in der Nacht erfolgt. Wo bleibt denn da die ansonsten so angenehme Gleitzeitregelung?

Donnerstag, 22. Juli 2010

Doppelt ohne Schnaps



Wenn man Eins und Eins zusammenzählen kann, muss man kein blaues Wunder erleben, aber wundern kann man sich schon, wie schnell die Zeit schon wieder vergangen ist.

Dienstag, 20. Juli 2010

Die lieben neuen Kollegen, Teil 2

Von mir aus kann es noch viel heißer werden. Es ist nämlich so, dass mein neues Arbeitszimmer ausgesprochen kühl ist (ja, ja – vor zwei Monaten fanden das noch alle etwas seltsam, dass ich was ohne Sonne vorzog ...) und das meiner Chefin sich mehr zum Saunen eignet. Als sie mich nun fragte, ob wir nicht mal für ’ne Woche tauschen können, fiel mir natürlich sofort ein, wie das für mich vorteilhaft sein könnte: „Klar kannst du mein Zimmer nutzen ... wenn ich im Urlaub bin.” Noch hat sie sich nicht darauf eingelassen. Noch nicht.

Sonntag, 18. Juli 2010

Süchtig nach ein paar Minuten

Warum sollte man nach passenden Worten für diese Band suchen, wenn kATTWYk schon so treffend beschrieben wurde: „kATTWYk sind vier Hamburger, die die meiste Zeit ihres Lebens immer irgendwie mit Musik zu tun hatten. Seit Mitte 2009 machen sie gemeinsam Stücke. Der Sound platziert sich mühelos im wohl nicht mehr abreißenden 80er-Revival heutigen Indie-Rocks. Dabei legen kATTWYk allerdings Wert auf dramatische Arrangements, die auch mal in Dreivierteltakten schwelgen. Dann wird es plötzlich chansonesk. Und tief melancholisch ist es sowieso permanent. Die Texte sind auf Deutsch, damit man sie versteht. Meistens geht es gleich ums große Ganze. Lyrisch verstiegen, dunkel, dabei nie verlegen um griffige Parolen — hier wird das Politische mit dem Privaten auf frappierende Weise verschliffen. Am Ende hört es sich an, als hätten Peter Hein, Sven Regener und Blixa Bargeld zusammen Songs geschrieben, nachdem sie die Asche von Georg Trakl geschnupft haben. Haben sie aber nicht.”
Auch wenn die Band noch relativ jung ist, hat man gleich das Gefühl, als gehöre sie schon jahrelang zu den Lieblingsbands. Nach dem überzeugenden Live-Auftritt möchte man am nächsten Tag am liebsten endlos diese Musik hören. Noch geht der Griff ins CD-Regal leider ins Leere. Ich hoffe, dass sich dies sehr bald ändern wird.