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Donnerstag, 18. September 2014

Metalhead

Island, 2013
Regie: Ragnar Bragason
Darsteller: Þorbjörg Helga Dýrfjörð, Halldóra Geirharðsdóttir, Thora Bjorg Helga, Ingvar E. Sigurðsson


Die 12-jährige Hera verliert ihren Bruder durch einen blutigen Arbeitsunfall. Sein Tod ist der Auslöser, ihm in seine musikalische Welt zu folgen und das ist die des Heavy Metal. Das ist nun nicht so meine Welt, aber da es sich vornehmlich eher um die Easy-Listening-Variante handelt, also eher klassischen Metal, stört die größtenteils eingesetzte Musik wohl niemanden weiter. Auch als junge Erwachsene ist die Hauptdarstellerin ihrem Musikgeschmack treu geblieben und macht inzwischen ihre eigene Musik. In ländlicher Einöde ist sie damit sehr einsam, aber sie will auch bewusst Außenseiter sein. Den Tod ihres Bruders hat sie ebenso wie ihre Eltern immer noch nicht verarbeitet. Verständnis findet sie (fast) nirgendwo. Ihr Rebellieren mutet allerdings mitunter etwas pubertär an, trotzdem sammelt sie mit ihrer Emotionalität mühelos Sympathiepunkte. Die isländische Umgebung passt sehr gut zu diesem melancholischen Außenseiter-/Jugenddrama, dass sich eher spröde und still (Musik mal außen vor) gibt. Schön anzusehen – allerdings wenn auch nicht oberflächlich, so doch auch nicht mit sehr viel Tiefgang versehen.


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Starred Up

Großbritannien, 2013
Regie: David Mackenzie
Darsteller: Scarlett Johansson, Paul Brannigan, Scott Dymond, Krystof Hádek, Jeremy McWilliams, Michael Moreland


Knastfilme, auch mit jugendlichen Straftätern, gibt es eigentlich schon genug. Wenn aber David Mackenzie der Regisseur ist, dann kann man (oder zumindest ich) davon ausgehen, dass man es hier mit einem einzigartigen Film zu hat, der einen straken Eindruck hinterlässt. Die Atmosphäre dieses Films ist voll angestauter Aggression, die man förmlich riechen kann. Eine Kleinigkeit genügt und schon explodiert alles in Brutalität. Das passiert sehr schnell und sehr oft. „Starret Up” ist ein englischer Ausdruck für die frühzeitige Überführung aus dem Jugendknast in ein Erwachsenengefängnis. Der 19-jährige Eric Love ist so ein Fall – hoffnungslos scheint es, dass er seinem Gewaltpotential je entkommen kann. Nun verlegt in den Hochrsikobereich, sind es nicht nur korrupte Wärter und andere gewalttätige Häftlinge, mit denen er nur schwer klarkommt, sondern auch sein Vater befindet sich hier. Die ambivalente Beziehung der beiden zueinander wird sehr facettenreich dargestellt. Auch wenn das Gewalttätige bei mehr oder weniger allen Darstellern dominiert, kann man trotzdem sehr nachvollziehbar die Verletzlichkeit dahinter erkennen. Insgesamt ergibt das eine so realistische Intensität, der man sich nicht entziehen kann, auch wenn man es vielleicht oft möchte. Sehr sehenswert, wenn man es aushält.


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