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Sonntag, 18. September 2016

Get Shorty

Dieser Jahrgang zum Jubiläum ist weitaus besser als das Jahr zuvor, hat aber auch seine schwachen Beiträge. Arcana macht den besonders langweiligen Anfang – das einzige Geheimnis ist hierbei, wie man auf die Idee kommen konnte, dass aus allerlei „gruseligen” Zutaten ein guter Film entstehen könnte. Es folgt der Zombiefilm Twenty Fourty Three, der schon wesentlich besser ist, aber auch nicht wirklich richtig gut. Interesting Ball ist dagegen richtig interessant und wartet mit ebenso vielen phantasievollen Ideen auf wie der Swiss Army Man der beiden Regisseure. Von den Nöten eines Heranwachsenden erzählt Growing Pains auf sehr herzerwärmende Weise. In Seth hat es ein junger Mann auch nicht leicht, vor allem, wenn es um die Liebe und Anerkennung seines Vaters geht – eine rührende Tragikomödie, die in ihren lustigen als auch bedrückenden Momenten gekonnt umgesetzt wurde. Uncanny Valley setzt auf hochtechnische Optik und das war es dann aber auch schon. Ein optisch und inhaltlich richtiger Leckerbissen ist dagegen Decorado, der im Gegensatz zum Vorgänger eben nicht nur Fassade ist. Der Gewinner der diesmal erstmals prämierten Kurzfilme dürfte jedoch mit ziemlicher Sicherheit zu recht The Black Bear sein – perfekt inszenierter schwarzer Humor, der durchweg bestens unterhält. Zum Abschluss gab es zum Nachtisch Kookie – ein kleiner, netter Horrorfilm, der zeigt, dass heimliches Naschen unheimlich werden kann.

Verlinkt sind jeweils (so weit vorhanden) Teaser, Trailer, Ausschnitte oder der komplette Film.
 

The Ones Below

Großbritannien, 2015
Regie: David Farr
Darsteller: Laura Birn, Deborah Findlay, Stephen Campbell Moore, David Morrissey, Clémence Poésy

Kate und Justin erwarten ihr erstes Kind und ziehen vor der Entbindung noch in ein Zweifamilienhaus um. Als Kate mitbekommt, dass die unter ihnen wohnende Theresa ebenfalls schwanger ist, ist die Verbindung zu den Nachbarn schnell geknüpft. Etwas seltsam wirkt Theresa von Anfang an. So überfreundlich und perfektionistisch – da kann einfach etwas nicht stimmen. Auch ihr Mann Jon sieht immer wie aus dem Ei gepellt aus. Aber sollte man seinen Nachbarn wirklich misstrauen, nur weil sie beispielsweise ihre Schuhe akkurat vor die Tür stellen? Was ist hier gesunder Instinkt und was übertriebene Paranoia? Ein gemeinsames Abendessen endet mit einem verheerenden Vorfall, der für die nachbarschaftliche Beziehung alles andere als förderlich ist. Die Spannung ist hier latent immer vorhanden, wird aber auch nie wirklich erhöht. Überraschende Twists gibt es ebenfalls nicht und vieles ist recht vorhersehbar. Es handelt sich also eher um einen recht ruhig inszenierten Psychohriller, der sehr professionell gemacht daher kommt und dessen Darsteller eine sehr gute Leistung zeigen. Etwas straffer inszeniert hätte das sein können und die Spannungsschraube mehr angezogen werden sollen. So ist es kein Hitchcock, aber dennoch gut gemacht.

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