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Montag, 25. Juni 2007

Prophylaktische Rettungsmaßnahme

Eigentlich brauche ich ihn nicht, konnte aber doch nicht widerstehen, ihn ins Gruselkabinett mitzunehmen.
Man kann ja nie wissen, ob man vielleicht nicht doch einmal etwas Rettung gebrauchen kann.

Freitag, 22. Juni 2007

Monströse Ingredienzien

Die ersten Erfolge beim Kochen konnte das kleine Monster zwar schon früh verbuchen, inzwischen ist aber ein deutlicher Karriereknick zu verzeichnen. Zudem kommt noch hinzu, dass das kleine Monster Tendenzen zeigt, normal zu werden und Gemüse nicht mehr unbedingt ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht. Es bestand also dringender Handlungsbedarf. Meine Idee, wie man diese Zustände ändern kann, wurde auch begeistert aufgenommen: selbst kochen und zwar nach Rezept aus einem Kochbuch. Einem Gemüsekochbuch (so dachte ich zumindest). Das kleine Monster konnte sich lange nicht entscheiden, da viele Bilder einfach zu lecker aussahen, aber dann wurde doch endlich eine Wahl getroffen und ich bat das kleine Monster, mir die Zutaten zu sagen. Und es begann mir vorzulesen: „Augenringe ...”

Mittwoch, 20. Juni 2007

Blasen

Mit krachendem Donner und zuckenden Blitzen entlädt sich die Schwüle des Tages. Sanft fallen die ersten Tropfen, um alsbald mit voller Kraft die Wege und Straßen sturzflutartig mit ungeheuren Wassermassen heimzusuchen. Kein Ende scheint in Sicht. Es regnet und regnet, als wenn die ganze Stadt im Wasser versinken soll. Aber dann sehe ich Blasen auf den Pfützen (eigentlich ist ja alles nur noch eine Pfütze) und mir fällt Herr Lehmann ein, der von Sven Regener. Wie er sagte, dass es dann bald aufhört zu regnen. Nie und nimmer, denke ich, so wie das da von oben hernieder prasselt.

Eine Viertelstunde später war der Himmel blau und die Sonne schien, als wär’ nichts gewesen. So leicht kann man sich irren und so schnell kann sich etwas ändern.

Montag, 18. Juni 2007

Fleisch auf nackter Haut

... oder der Augennachobenverdreher des Tages.

Es hat nie etwas Gutes zu bedeuten, wenn vor einem in der Schlange an der Kasse im Supermarkt eine Oma steht. Das geringste Übel ist es, wenn nur endlos das Kleingeld zusammengesucht wird. Doch, doch - dafür habe ich noch Verständnis. Im Alter dauert eben alles etwas länger, auch wenn ich mich immer wieder frage, warum Rentner vornehmlich zu Zeiten einkaufen gehen, in denen dies die meisten Berufstätigen tun. Weitaus schlimmer ist es, wenn sich gesprächssuchend umgesehen wird und kein kommunikationsabweisender Blick davor Rettung bringen wird. Und schon geht es los: „Unmöglich, was die Leute immer alles im falschen Regal liegen lassen, besonders, wenn es Sachen sind, die ins Kühlregal gehören, aber dieses - hierbei wurde ein Packung ominösen Inhalts (,Schinkenschmecker’ stand darauf, sicher so eine Art Formpressfleisch aus Resten der Fleischindustrie) triumphierend hochgehalten - habe ich gerettet. Das wurde erst vor kurzem da im Weinregal abgelegt. Fühlen Sie mal, das ist noch ganz kalt.” Da erst wurde bemerkt, dass ich keine Hand mehr frei hatte, da ich zu den Einkaufswagenverweigerern gehöre. Aber ehe ich mich versah, presste sie mir das Fleisch auf den Arm ...

Freitag, 15. Juni 2007

Outing

So, nun möchte ich es aber wissen. Wer googelt sich hier immer aus Baden-Württemberg ins Gruselkabinett und kann sich nicht die drei „m” merken? Ich habe doch extra so eine unkomplizierte URL gewählt.

Edit: O.K. - stillschweigende Besuche werden also vorgezogen. Schade, ich bin doch so neugierig.

Donnerstag, 14. Juni 2007

Zurück in die Steinzeit

Der eine oder andere Leser (die gesonderte Ansprache an die Leserinnen lasse ich als Ostzivilisierte weg, aber selbstverständlich sind auch diese gemeint) ist im Besitz der Nummer meines Mobiltelefons. Dieser Besitz wurde enteignet - mit anderen Worten: diese Telefonnummer können Sie löschen. Ich leiste mir nämlich nun wieder den Luxus, nicht ständig erreichbar zu sein.

Mittwoch, 13. Juni 2007

Zettelwirtschaft

Auf den Straßen, auf den Wegen – überall liegt Müll. Es wird einfach weggeschmissen, was nicht mehr gebraucht wird. Aber ist das wirklich alles Müll? Kommt darauf an, was man daraus macht ...
So entstand letztes Jahr bei einer Abschlussarbeit der HfbK aus weggeworfenen Zetteln Kunst. Wesentlich länger werden hier solche Fundstücke gesammelt. Nun ist eine Auswahl davon als Buch in deutscher Übersetzung erschienen. Das ist natürlich sehr wenig, wenn man allein daran denkt, was man selbst schon so alles für Zettel erhalten (und auch weggeworfen) hat – rührende, erheiternde, zärtliche, bitterböse, banale – die könnten schon mehrere Bände füllen. Aber zum einen gibt es Leute, die Bücher bevorzugen und sagen: „Ein Internet werde ich mir nie kaufen.”, zum anderen findet man die eigenen Zettelwelten nur halb so spannend wie die anderer Menschen, meint man doch, sich in seinem eigenen Leben auszukennen. Dass ein Buch (oder auch mehr) nicht ausreicht, ist aber offensichtlich, daher wird auch auf deutschen Straßen fleißig für virtuelle Seiten gesammelt. Genau das richtige für Blogleser, möchte ich behaupten – sind das doch Voyeure par excellence.

Sonntag, 10. Juni 2007

Alles Leben entstand im Wasser



Alles Überleben ebenfalls.

Freitag, 8. Juni 2007

Wochenendeinkauf

Gerade beschlossen, für dieses Wochenende nichts einzukaufen.

Außer ein paar Kilo Eis.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Das ist zu schwul

Ich glaubte, nicht richtig gehört zu haben als die Kontakterin ein Bild mit diesen Worten ablehnte. Ja, wo lebe ich denn?
Bisher dachte ich, dass es sich um eine Stadt handeln würde, die für ihre Offenheit bekannt ist. In der es einen schwulen Bürgermeister gibt und einen Stadtteil, St. Georg, in dessen Hauptstraße sich an mindestens jedem zweiten Geschäft eine Regenbogenfahne befindet. Aber es muss sich wohl doch ums tiefste Bayern oder so handeln.
Noch schlimmer wurde es, als ich eine „Expertenmeinung” einholte und unseren Agenturschwulen befragte und er der Aussage zustimmte. Es handelt sich bei dem Kunden, für den das Bild bestimmt ist, nämlich nicht um einen Erzkonservativen. Hatte ich doch erst vor kurzem gehört, dass der eine Geschäftsführer linker als Gysi sein soll. Aber das war gleichgültig, die Schere im Kopf setzte sofort ein.
Ich dachte, die Zeiten hätten sich geändert ... wohl nicht.
Und das ist nicht gut so.

Montag, 4. Juni 2007

Unter Honecker wäre das nicht passiert

Da wird derzeit so viel darüber geredet, wie viel besser gewaltfreie Demos sind und dass man damit doch auch sehr viel in der Vergangenheit erreicht hätte. Als wenn es nur der friedlichen Montagsdemos bedurft hätte, um die Wende in der DDR und schließlich ihren Untergang herbeizuführen. Der Einfluss, den friedliche Demonstrationen haben können, ist leider nicht sehr groß. Steine und brennende Auto bewirken allerdings auch nicht mehr, nur das Gefühl der Ohnmacht wird zeitweise etwas kleiner.

Freitag, 1. Juni 2007

Überfall

Es geschah am hellichten Tag. Plötzlich sah ich mich einer ganzen Horde – ich habe sie nicht gezählt, aber es waren sehr viele dieser kriminellen Elemente – gegenüber. Meine Aufmerksamkeit war anscheinend auf anderes gerichtet oder gar nicht vorhanden, denn beinahe wäre ich direkt in sie hineingelaufen. Was äußerst fatal gewesen wäre. Verlassen diese Räuber ihren Hinterhalt doch nur, wenn Sie auf der Suche nach neuer Beute sind. Und da kam nun ich ahnungslos des Wegs, an nichts Böses denkend und wäre mit Sicherheit ihr Opfer geworden. Wenn, ja wenn ich nicht in letzter Sekunde beiseite gesprungen wäre ...

Wer sich Fotos (ich habe sie unter Todesangst gemacht, aber was tut man nicht alles, wenn es ins Blog soll) dieser heimtückischen Bande ansehen will, kann dies hier tun.