Sonntag, 9. Januar 2011
Die Reise ins Glück
Regie: Wenzel Storch
Darsteller: Jürgen Höhne, Jasmin Harnau, Holger Müller, Jörg Buttgereit, Bernward Klimek, Ralph Meyer, Harry Rowohlt (Sprechrolle)
Nach „Der Glanz dieser Tage” und „Sommer der Liebe” darf der letzte Film von Wenzel Storch nicht fehlen, welcher der von mir zuerst gesehene war. Hätte ich 2004 zur Zeit des Fantasy Filmfestes schon gebloggt, so bräuchte ich nur einen Link in die Untiefen des Gruselkabinetts setzen. Mein Erstaunen nach dem erstmaligen Sehen dieses Films ist mir aber noch sehr gut in Erinnerung geblieben. Nachdem man wieder halbwegs einen Gedanken fassen konnte, was nicht so einfach war, kam als erstes die endlos wiederholte Frage „Was war das denn?” Man fühlte sich so, als hätte die im Film für Gehirnwäsche (Schmutzige Gehirne inklusive Gedanken werden nicht nur sauber, sondern rein. Danach ist kein Grauschleiher mehr vorhanden. Und das Beste: am Stammhirn bleibt auch kein Kragenspeck zurück.) zuständige Clementine das eigene Gehirn etwas zu heiß gewaschen. Dieses psychedelische Märchen hat zwar eine Handlung, der man schon folgen kann, was aber nicht heißt, dass man dadurch diesen Film versteht. Es gab reichlich Zuschauer, die von diesem Werk angepisst waren, was nicht nur an den dauerurinierenden Propagandaministern lag. Massentauglich sieht anders aus. Alle anderen staunen über eine rauschhafte Ausstattung und sinnlosen Inhalt, die selbst im Traum nur schwer vorstellbar sind. Keine harmlose Droge, denn dieser Film kann auch noch Jahre später Backflashs auslösen. Auf die Filmmusik sei auch noch mal hingewiesen, speziell auf den von Max Raabe gesungenen Tellerlip Girl Song.
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Trailer
Samstag, 8. Januar 2011
Sommer der Liebe
Regie: Wenzel Storch
Darsteller: Jürgen Höhne, Alexandra Schwarzt u.v.a.
Die beste Kritik vom Katholischen Filmdienst vorweg: „Ein Film, der einem den Feierabend gründlich vergällt.”
In diesem Film spielen Popel und Nonnen ebenfalls eine Rolle, wenn auch keine Hauptrolle, denn hierbei handelt es sich um einen Langhaarigen-Report. Der wilden Zeit der Blumenkinder wird psychotrashiges Leben eingehaucht, das manchmal nach Spekulatius riecht. Es versteht sich von selbst, dass das alles eine überbordende Farborgie (mit tofften Mustern!) ist, ganz sicher noch bunter als die echten 70er. Sexszenen dürfen selbstverständlich nicht fehlen: allerheißester Blümchensex – mit der verbotenen Kameraeinsellung gedreht. Drogen soundso – Willy Brandts Nasenhaare kann man rauchen. „Darfste nicht zu viel von nehmen, sonst kommste nicht wieder von runter.” Aber auch Blutiges wird wieder geboten mit abgesägten Beinen und Poppwurst aus im Wald gemetzelten Tramperinnen. Alle Keksliebhaber sollten in der Vorweihnachtszeit in einem Kloster ihr Winterquartier einrichten. Da gibt es nämlich Kekse satt. Auch Waffelkekse. Dass nicht nur die Kekse einen an der Waffel haben, muss man wohl nicht erwähnen. Zum Glück, denn Normalität wird viel zu oft überbewertet.
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Kein Trailer (aber die weltberühmte Hühner- und Eierherapie des Sexualtherapeuten Rolf Eiermann, Schüler des großen Werner Höfer)
Freitag, 7. Januar 2011
Der Glanz dieser Tage
Regie: Wenzel Storch
Darsteller: Wenzel Storch, Jürgen Höhne, Bernward Herkenrath,
Sabine Meyer, Alexandra Schwarzt
„Folterkammer filmischer Idioten.”
„Ein Schundprodukt, aus der Unterhose gefilmt.”
„Dieser Film ist schlicht und einfach eine Zumutung.”
„Hier wird derart ausgelassen in die klerikale Kacke getreten, dass es nur so spritzt.”
Genug der lobenden Zitate. Hierbei handelt es sich um den ersten Teil der Jürgen-Höhne-Triologie, der auch schon bei seinem Debüt durch seine unschauspielerische Darstellung Glanzlichter der Unfilmgeschichte setzt. Laut Wenzel Storch handelt es sich bei diesem Werk um einen römisch-katholischen Propaganda-Film, der ohne Zustimmung und hinter dem Rücken der Katholischen Kirche gedreht wurde. Ich habe die vage Vermutung, dass es nicht so gut ankommen würde, wenn das kleine Monster dieses katholische Wunderland aus Sperrmüll als Lehrmaterial für den Religionsunterricht vorschlagen würde. Nun ja, es geht auch etwas blutig zur Sache, aber für den wahren Glauben kann sich ein Priester schon mal die Hand abhacken. Immerhin kann man aus den Knochen später ein hübsches Mobilé basteln. Der Film hat soundso viel mit Basteln zu tun – bei den Specialeffekten kommt Ed Wood schwerlich mit. Selbstverständlich kam nach dem Film wieder einmal die Frage nach Drogen auf, wobei der Regisseur beteuerte, dass während der Dreharbeiten keine konsumiert wurden, privat natürlich schon ... Im Film tauchen dennoch Drogen auf: kriminell angeeignete Ministrantenpopel (schließlich sind diese ausschließlich dem Vatikan vorbehalten), die für pseudoreligiöse Rauschzustände missbraucht werden. Irgendwie haben Sie das Gefühl, dass dieser Film nichts mit Glauben zu tun hat? Nehmen Sie die eben dort angepriesene Glaubenssalbe zu sich und auch Sie werden ausrufen: „Ja! Ich kann wieder glauben! Ich glaube, ich spinne.”
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Donnerstag, 6. Januar 2011
Kriegswinter
Mitten in der Stadt liegen schmutziggrau die Schneereste aufgetürmt wie die Trümmerhaufen nach einem Großbombardement. Als nächstes folgte
Mittwoch, 5. Januar 2011
Das Ohr von Giacometti
Freitag, 31. Dezember 2010
Ende Neu
Von daher wünsche ich allen die Wunder des Neuen in all ihren positiven Möglichkeiten und deren Erfüllung für
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Donnerstag, 23. Dezember 2010
Tage des Grauens
This is Halloween, this is Halloween
Halloween! Halloween! Halloween! Halloween!
... ach, nee – Weihnachten. Na, egal. Machen Sie das Beste daraus!
Sonntag, 19. Dezember 2010
Das Internet macht dumm
So könnte man wohl die Quintessenz dieses Buches zusammenfassen. Gelesen habe ich es (noch?) nicht, sondern ganz der Thematik entsprechend, hier mal etwas gegoogelt, da mal etwas kurz überflogen, dorthin schnell den nächsten Link angeklickt. Dass das nicht ohne Folgen bleibt, sich das Gehirn diesem Verhalten anpasst und/oder davon überfordert ist, wird jeder sicher mit etwas Reflexion schon selbst festgestellt haben. Es geht alles nicht mehr schnell genug, wenn man glaubt, mit diesem Tempo mithalten zu können – im Offlineleben reichen eben oft nicht nur ein paar Klicks. Und/oder es fehlt die Zeit, all diese online schnell zur Verfügung stehenden Informationen wirklich verarbeiten zu können. Ein Leben ohne Internet ist indes nicht mehr vorstellbar. Die Zeit, in aller Ruhe z. B. in einem richtigen Buch zu lesen, sollte man sich von daher ganz bewusst gönnen (wenn man es denn noch kann). Aber Sie klicken nun wahrscheinlich doch lieber weiter, oder?
Dienstag, 14. Dezember 2010
Heimweh
Montag, 13. Dezember 2010
Ihr Kinderlein kommet
