Die lieben Kollegen, Teil 2
Und dann war da noch der Kollege aus China, der diesmal mich korrigieren wollte, weil er meinte, bei dem englischen Text handelt es sich um Deutsch, nur weil da der deutsche Straßenname steht.

Im Wald ist es still. Vergangene Schlachten, gegenwertig tobende Stürme – all das schluckt diese Stille, die dennoch voller Leben ist. Und Tod.
Fremdheit und Vertrautheit verbinden sich für kurze Zeit zu einer kühlen Nähe, ähnlich dem, wie wenn man beim Streicheln einer Schlange merkt, dass das nicht die warme Flauschigkeit von Fell ist.

Nach „Der Glanz dieser Tage” und „Sommer der Liebe” darf der letzte Film von Wenzel Storch nicht fehlen, welcher der von mir zuerst gesehene war. Hätte ich 2004 zur Zeit des Fantasy Filmfestes schon gebloggt, so bräuchte ich nur einen Link in die Untiefen des Gruselkabinetts setzen. Mein Erstaunen nach dem erstmaligen Sehen dieses Films ist mir aber noch sehr gut in Erinnerung geblieben. Nachdem man wieder halbwegs einen Gedanken fassen konnte, was nicht so einfach war, kam als erstes die endlos wiederholte Frage „Was war das denn?” Man fühlte sich so, als hätte die im Film für Gehirnwäsche (Schmutzige Gehirne inklusive Gedanken werden nicht nur sauber, sondern rein. Danach ist kein Grauschleiher mehr vorhanden. Und das Beste: am Stammhirn bleibt auch kein Kragenspeck zurück.) zuständige Clementine das eigene Gehirn etwas zu heiß gewaschen. Dieses psychedelische Märchen hat zwar eine Handlung, der man schon folgen kann, was aber nicht heißt, dass man dadurch diesen Film versteht. Es gab reichlich Zuschauer, die von diesem Werk angepisst waren, was nicht nur an den dauerurinierenden Propagandaministern lag. Massentauglich sieht anders aus. Alle anderen staunen über eine rauschhafte Ausstattung und sinnlosen Inhalt, die selbst im Traum nur schwer vorstellbar sind. Keine harmlose Droge, denn dieser Film kann auch noch Jahre später Backflashs auslösen. Auf die Filmmusik sei auch noch mal hingewiesen, speziell auf den von Max Raabe gesungenen Tellerlip Girl Song.
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Trailer
Die beste Kritik vom Katholischen Filmdienst vorweg: „Ein Film, der einem den Feierabend gründlich vergällt.”
In diesem Film spielen Popel und Nonnen ebenfalls eine Rolle, wenn auch keine Hauptrolle, denn hierbei handelt es sich um einen Langhaarigen-Report. Der wilden Zeit der Blumenkinder wird psychotrashiges Leben eingehaucht, das manchmal nach Spekulatius riecht. Es versteht sich von selbst, dass das alles eine überbordende Farborgie (mit tofften Mustern!) ist, ganz sicher noch bunter als die echten 70er. Sexszenen dürfen selbstverständlich nicht fehlen: allerheißester Blümchensex – mit der verbotenen Kameraeinsellung gedreht. Drogen soundso – Willy Brandts Nasenhaare kann man rauchen. „Darfste nicht zu viel von nehmen, sonst kommste nicht wieder von runter.” Aber auch Blutiges wird wieder geboten mit abgesägten Beinen und Poppwurst aus im Wald gemetzelten Tramperinnen. Alle Keksliebhaber sollten in der Vorweihnachtszeit in einem Kloster ihr Winterquartier einrichten. Da gibt es nämlich Kekse satt. Auch Waffelkekse. Dass nicht nur die Kekse einen an der Waffel haben, muss man wohl nicht erwähnen. Zum Glück, denn Normalität wird viel zu oft überbewertet.
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Kein Trailer (aber die weltberühmte Hühner- und Eierherapie des Sexualtherapeuten Rolf Eiermann, Schüler des großen Werner Höfer)