Freitag, 5. April 2013

Was einfach mal gesagt werden muss

Da jammert man über das Wetter (berechtigt) oder über die Arbeit (temporär berechtig), aber eigentlich geht es einem doch ziemlich gut. Das muss ich mir sehr oft anhören bzw. höre schon floskelhaft jederzeit ein „Hach, geht’s dir gut!”. Aber das stimmt dennoch gewissermaßen. Sicher gibt es unerfüllte Wünsche, aber so wie es läuft, läuft es sicher nicht schlecht. Das vergangene Jahr und all das, was es einem unvergesslich beibrachte, was Leben und Sterben betrifft, war alles andere als leicht. Aber all das wäre sicher unerträglich gewesen ohne diesen bedingungslosen Beistand. Und das ist das Gute, was mir nach wie vor zur Seite steht. Man sagt viel zu wenig „Danke” (weil man mit der Situation soundso überfordert ist; man selbst keinen Wert auf Danksagungen legt, weil das, was man tut Selbstverständlichkeiten sind), aber nun ist es längst an der Zeit, einfach mal ein fettes DANKE zu sagen.
NeonWilderness - 2013.04.07, 16:45

Keine Ursache! Herr Pathologe wünscht sich dafür 3 kg kalorienarmen Schnittkäse, Herr Mahakala, dass Sie für ihn seine Knöllchen in den nächsten 6 Monaten bezahlen und ich eine Flasche Talisker 18 Jahre Single Malt, welchen ich zu degustieren beabsichtige, während Sie sich (immer noch dankbar) in einem brombeerfarbenen Strandbikini wahlweise in Nutella oder Erdnussbutter wälzen.

Monsterkeks - 2013.04.07, 18:44

Ich bin für Ednussbutter! :-)
C. Araxe - 2013.04.07, 19:14

Ich kann nicht ganz nachvollziehen, Herr Neon, dass Sie sich (ebenso wie den Herrn Pathologen und Herrn Mahakala) gleich angesprochen fühlen. Und noch viel weniger, dass Sie nun gleich Forderungen stellen. Zu Ostern habe ich ein Buch geschenkt bekommen: „Die Kunst des klaren Denkens”. Nach erstem Reinlesen etwas oberflächlich bzw. vollgestopft mit Binsenweisheiten. Es gibt da auch ein Kapitel – „Warum Sie sich keinen Drink spendieren lassen sollten.” Kurz gefasst geht es darum, dass man sich immer in der Pflicht sieht, eine Gegenleistung zu erbringen. „Erst schenken und dann fordern.” Laut Buch sollte man sich gar nicht erst auf Geschenke einlassen, weil man sich angeblich nur schwerlich dem Zugzwang einer Gegenleistung entziehen kann. Sehe ich nicht so. Ich kann. Erst recht, wenn Sie sich bei Ihren Forderungen vertan haben, was die Zielperson betrifft. Ich bin nämlich nicht Frau Caliente.
NeonWilderness - 2013.04.07, 19:34

Mir ist(&war) ganz und gar bewusst, dass Sie mit Ihrem Dank keinesfalls uns gemeint haben könnten (die Herren Mahakala/Pathologe sind an meiner egozentrierten Interpretation im Übrigen völlig unschuldig, da von mir hinterrücks instrumentalisiert).

Ich hingegen scheue mich nicht, grundlose Geschenke anzunehmen, insbesondere ohne Gegenleistung und wenn diese sowieso für andere Zielpersonen bestimmt waren. Fühlen Sie sich deswegen also nicht gehemmt. Sie wirken eh in letzter Zeit ein wenig verkopft - vielleicht tut Ihnen da ein selbstloses Bad in Erdnussbutter ganz gut.

Frau Caliente wird sich sicher morgen für mich zum Dank in Nutella wälzen, wenn ich ihr zum Geburtstag gratuliert haben werde. Insofern: first things first und alles der Reihe nach.
C. Araxe - 2013.04.07, 19:45

Verkopft? Inwiefern? Übers Wetter zu bloggen, finde ich beispielsweise nicht sehr intellektuell (aber das musste einfach sein). Und kopflastige Sachen sind bei mir davon abgesehen auch per se nicht gehemmt. Ich verweise da nur mal auf Georges Bataille.
pathologe - 2013.04.09, 14:24

...und

wo bleibt nun mein Schnittkäse, Herr Neon?
Orinoko - 2013.04.10, 19:40

No cheese today, his milk was gone away...

Für den lieben Dank singe ich Ihnen natürlich gern etwas vor :-D.
NeonWilderness - 2013.04.10, 22:08

@Frau Araxe - den mögen Sie doch auch nur weil er Lingchi in Ihren Kopf gepflanzt hat.

@Herr Pathologe - wie Sie oben lesen können, sind wir nicht satisfaktionsfähig, will heißen: unser unablässiges, selbstloses Kommentieren in diesem Tagebuch des personifizierten Bösen, unsere unermüdlichen Aufmunterungen in grausamen Phasen des Schokoladenmangels, unsere warmherzigen Karriere- und Erziehungstipps, und ja, auch unser freundschaftliches Stillschweigen über seltsam verschwundene Untermieter werden nicht einmal mit 3 kg Schnittkäse honoriert. Er müsste ja nicht mal kalorienarm sein. Welch' niederschmetternde Enttäuschung... Meine besten Jahre habe ich einsam und fokussiert hier verbracht und nun dies... Wofür... Was jetzt... *Atemnot*Ohnmacht*
C. Araxe - 2013.04.11, 09:38

Also, noch mal: mit Forderungen kommt man hier nicht weiter.

Es wäre sehr mager, wenn da nur Lingchi wäre, Bataille ist eine viel fettere geistige Beute.

„Meine besten Jahre” ... sooo lange gibt's diesen Blog nun auch noch nicht.
NeonWilderness - 2013.04.11, 17:32

Wie sagte Robert Enke 2008 in einem Interview: "Meine besten Jahre kommen noch.".
C. Araxe - 2013.04.11, 17:58

Jetzt wird mir einiges klar. Ihr ganzer Geiz, was zum Beispiel Blutspenden betrifft ... als nicht mehr unter den Lebenden Weilender haben Sie damit natürlich ein Problem.
C. Araxe - 2013.04.12, 18:32

Einzig einen Eintrag bei 117+ rücke ich heraus, Herr Neon.
NeonWilderness - 2013.04.13, 13:14

Lame! ;-P
C. Araxe - 2013.04.13, 13:32

Heute ist übrigens 8-jähriges Jubiläum, was ein Statement zu 117+-kompatibler Musik betrifft.
NeonWilderness - 2013.04.13, 13:57

Ich hatte eigentlich keinen Zweifel, dass Ihr schlechter Musikgeschmack weit in die Vergangenheit zurückreicht.
C. Araxe - 2013.04.13, 14:16

In Ihren Kommentar hat sich ein Fehler eingeschlichen.
NeonWilderness - 2013.04.13, 14:19

Stimmt. Es muss "ultraschlechter" heißen.
C. Araxe - 2013.04.13, 14:22

Nimmt Sie das Nutella-Wrestling gedanklich sooo in Anspruch, dass Sie keinen vernünftigen Kommentar mehr zustande bekommen?
NeonWilderness - 2013.04.13, 15:53

Nein, ich bin grad in der Mitte eines 2-wöchigen Heilfastens und habe schlechte Laune, weil ich die nicht abbestellten Croissants nicht essen kann darf will.
C. Araxe - 2013.04.13, 16:03

Also Croissantspenden nehme ich auch gern entgegen.
NeonWilderness - 2013.04.13, 16:15

Da muss ich Sie als Spendenwunschprofi leider enttäuschen: gleich kommt der kleine Neon aus Bochum, und so wie ich ihn kenne, wird er davon nicht einen Krümel übrig lassen. Herrje, sicher mit Nutella...

...was mich wieder zu Fräulein Caliente bringt, die, so meine ich, immer eher zurückzieht, wenn's Nutella-schmutzig wird. Ich glaube, sie quält eine abstrakte Angst, ihre Jungfräulichkeit und damit ihre Anrede zu verlieren.
C. Araxe - 2013.04.13, 16:22

Vielleicht geht’s Fräulein Caliente weniger um die Jungfräulichkeit, sondern eher um diesen Kontext im aktuellen Sprachgebrauch des Wortes „Fräulein”:

„Das Wort wird kreativ eingesetzt, um anders nur schwer ausdrückbare Sachverhalte zu vermitteln; der Begriff enthält dabei zumeist Konnotationen wie ,(sehr) jung’, ,attraktiv', ,energiegeladen’ und ,einsatzfreudig’.”
(Wiki)

Und der kleine Neon sollte nicht so verfressen sein! Richten Sie ihm das bitte aus.
NeonWilderness - 2013.04.13, 16:39

Hm, "sehr jung" kann man wohl ausschließen *), "attraktiv" würde ich mal annehmen, und Attribute wie "energiegeladen" und "einsatzfreudig" wären Einschätzungen, die ich erst nach ekstatischem Nutella-Wälzing zu bestätigen bereit wäre.

*) bei der Anzahl Hausmeister, vor denen sie schon ihre Jeans verloren hat
bonanzaMARGOT - 2013.04.14, 12:26

Bitte!

C. Araxe - 2013.04.14, 19:18

Wieso fühlt sich bei einer Danksagung eigentlich jeder angesprochen?
joss - 2013.04.17, 14:30

Vermutlich, weil man sich den Dank ebenso allgemein vergeben vorstellt und wünscht wie im Falle der Bücher und Schokolade. Ich hab auch manchmal das Bedürfnis, wenn Menschen irgendwo nett zueinander sind, mich einfach so dazuzustellen. Als gebürtiger Verschlechterer mache ich es natürlich nicht, um meinen Teil am Fortbestand unserer Art zu leisten.
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