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Dienstag, 23. Januar 2018

Das Leiden einer Mutter

Fürsorglich zieht man ein Kind (oder mehrere) auf. Versucht das Beste auf dem Lebensweg mitzugeben, was viele Freiheiten als auch klare Ansagen beinhaltet. Und vor allem viele Anregungen zu geben, um zu zeigen, wie vielfältig das Leben und dessen Möglichkeiten sind. Nachvollziehbarerweise geht man von sich selbst aus. Wählt beispielsweise als erstes Kinoerlebnis einen Dokumentarfilm über Max Ernst, besucht Ausstellungen etc. Das wird zunächst auch begeistert aufgenommen, aber dann trennen sich zunehmend die gemeinsamen Wege. Kunst und Kultur (also nur ein Aspekt) spielen keine Rolle mehr, stattdessen aus meiner Sicht weitaus profanere Interessen. Nun ja, ich finde das Thema „Nahverkehr” eher nicht so spannend. Sicher würde ich mir eigentlich wünschen, dass das kleine Monster meine Interessen in irgendeiner Form mehr teilen würde und ich ihm all mein Wissen und vor allem meine Freude daran weitergeben könnte. Aber das kleine Monster ist zwar mein Sohn, aber nicht ich, sondern eine eigenständige Persönlichkeit. Gut und sehr schön ist allerdings, dass es gleichfalls sehr intensiv seinen Interessen folgt. Dies ist bestimmt auch nicht selbstverständlich. Und ich schätze das sehr. Manchmal würde ich mir aber doch mehr kongruierende Interessen wünschen. Andererseits müsste ich mir dann zukunftsmäßig weitaus mehr Gedanken machen. Diese ganze Ausrichtung in spießigere Gefilde (ein Lehramtstudium ist auch noch eine Option) hat also auch seine Vorteile. Letztendlich macht das kleine Monster ganz folgerichtig seine eigene Revolte in gegenteiliger Richtung. Genau genommen bin ich aber einfach nur glücklich, wenn es das kleine Monster auch ist.