Alien
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Donnerstag, 14. April 2005

Bilderrätsel

Hier sehen Sie eines der neusten Werke eines jungen Talentes. Was will uns der Künstler sagen? Frau Araxe sah eine Vollmondlandschaft tiefnächtens, mit einer Blutlache auf der Wiese. Leider falsch. Zur Deutung des Bildinhaltes sind Sie alle herzlich eingeladen. Bei reger Beteiligung wird es dann auch bald eine Erklärung seitens des Künstlers geben.
Ach ja, drehen Sie ruhig den Kopf zur Seite oder machen Sie gar einen Kopfstand - die Positionierung des Bildes muss hier nicht richtig sein.

Mittwoch, 13. April 2005

Schöntrinken

Gestern Abend sollte ich missioniert werden. Das Heil war angeblich auf ein paar CDs verborgen - die Botschaft, um aus mir eine Tocotronic-Jüngerin zu machen. Eilige Alkoholika wurden ins Gruselkabinett eingeschleust. Aber diesen hinterhältigen Versuch einer Beeinflussung bzw. Einflößung habe ich sofort durchschaut und dementsprechend boykottiert. Pure Langeweile darf niemals siegen. Die Musik finde ich sehr unspannend und die Texte arg bemüht. Und damit habe ich so meine Probleme, mit dem Bemühten. Aber Geschmäcker sind halt verschieden, was auch gut ist. "Wat dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall." Musik kann sehr wichtig sein (siehe unten), ist aber auch nicht alles.

Dienstag, 12. April 2005

Interpol

Zum dritten Mal hielt ich nun ein Ticket in der Hand. Auf dieses Konzert hatte ich mich schon lange gefreut, vor allem da ich bei den vorherigen wenig bis gar kein Glück hatte. Blog sei Dank lief es diesmal anders ab (sehr rücksichtsvoll). Das zweite Album Antics hatte es mir ja noch mehr angetan als das Debüt Turn on the Bright Light . Diese Band kann man gar nicht hoch genug loben. Vergleiche wie z. B. mit Joy Division sind sicher gerechtfertigt, aber Interpol ist an erster Stelle Interpol. Das Konzert war in der Großen Freiheit , somit fiel der Charme, den gerade diese Band in einem kleinen Club bei ihrem ersten Gig hatte, leider weg. Beeindruckend war es dort natürlich trotz der Menschenmassen (für mich zumindest) und irgendwie traf man sogar auch alle Bekannten. Dass Interpol nur ihr Set runterspielen, ohne überhaupt das Publikum wahrzunehmen, konnte man diesmal nicht behaupten, trotzdem Paul Banks sicher nach wie vor nicht zu Small Talk neigt, bedankte er sich diesmal auch auf deutsch. Die Stimmung ließ an diesem Abend jedenfalls nichts zu wünschen übrig, auch wenn von alten Ritualen abgewichen wurde (die Kippen kamen diesmal erst später zum Einsatz) - diese Band ist einfach nur cool. Anschließend habe ich mich noch zu einem Clubbesuch mitschnacken lassen. Die Musik dort war mäßig bis grauenhaft, aber so erfuhr ich u. a. was Antiquitätenhändler privat so treiben oder wie erheiternd Beruferaten sein kann.

Ein sehr schöner Abend.

Can you see what you’ve done
to my heart and soul?
This is a wasteland now

Interpol

Montag, 11. April 2005

Die Jugend heutzutage

Hotel Mama ist angesagt. Auch das kleine Monster ist da keine Ausnahme. Vor kurzem verkündete es, erst mit 40 aus dem Gruselkabinett auszuziehen. Zuvor aber schon die Familienplanung in Angriff zu nehmen. Zwei Kinder sollten es werden. Dazu bedarf es natürlich noch einer Frau. Und eine zu finden, ist ja nicht so einfach, meinte das kleine Monster etwas stöhnend. Sein bester Freund solle aber auch noch mit einziehen, als Co-Vater. Was da wohl noch alles auf mich zukommen wird ...?

Liebe und Begehren

... immer wieder gern verwechselt.

Sonntag, 10. April 2005

Zeit vergeht ...

Under Ben Bulben

Cast a cold eye
On life, on death.
Horseman, pass by!

William Butler Yeats

Lange ist es her, dass ich die grüne Insel bereiste.
Die Vergangenheit scheint so unendlich fern. Von Sehnsüchten, die damals wie Feuer brannten, ist nicht mal mehr die Asche geblieben. Ja, die Zeit vergeht - schneller als man denkt.

Weiter, nur weiter.

Samstag, 9. April 2005

Der böse, böse Staubsauger

Charlotte Roche klärt hier gemeinsam mit Heinz Strunk nochmals über die Gefahren bei dem Umgang mit Staubsaugern auf - Vorsicht ist geboten.

Ach ja ...
AKTUELL: Die 120 Tage vom Gruselkabinett

Freitag, 8. April 2005

Heimsuchung

Ein sehr unerwarteter Besuch. Überrumpelungstaktik nennt man so etwas wohl. Einige Zeit ist vergangen. Gegen ein Treffen oder auch mal wieder gemeinsame Unternehmungen hätte ich nichts gehabt. Nun habe ich aber wieder Zusagen getroffen, die ich im Nachhinein eher nicht getroffen hätte, da ich doch recht überrascht war und keine Zeit und Ruhe zum Überlegen hatte, ob ich das überhaupt will. Es nähert sich zum dritten mal ein Abend, den ich gerne mal zur Abwechslung vollkommen unproblematisch genossen hätte ...

Kindersärge

Ich habe ein Problem. Ja ja, nicht nur eins, aber das interessiert jetzt nicht. Es hängt mit meiner Körpergröße zusammen. Sicher, es mag Vorteile haben, wenn eine Frau hoch gewachsen ist. Im Berufs- und Geschäftsleben wird man meist ernster genommen, unabhängig davon wie man sonst auftritt, lange Beine gelten als Attraktivitätsmerkmal usw. Aber dass da sehr wahrscheinlich auch große Füße dran hängen, wird weitaus weniger wahrgenommen. Vor allem nicht von den Schuhherstellern. Dabei steigt die Durchschnittsgröße kontinuierlich und damit doch auch der Bedarf an größeren Schuhen. So ganz verstehe ich dann nicht, dass das Angebot im Gegenteil eher kleiner wird. Das hängt sicher damit zusammen, dass Sitze und vor allem Sitzabstände in Bus und Bahn ebenfalls ständig reduziert werden. Aber warum?
Ich hätte sicher keine 200 Paar Schuhe (oder wie viele hat man so als Durchschnittsfrau?) im Schrank stehen, selbst wenn ich eine gängigere Größe hätte, aber es kommt vor, ab und zu - so alle 10 Jahre -, dass ich mir doch mal ein Paar neue Schuhe kaufen möchte oder sogar muss, da man nicht überall und immer barfuß gehen kann. Wenn ich mich dann umsehe, werde ich entweder wütend oder traurig mangels der Auswahl. Manchmal lache ich auch, da man sich sehr oft entschlossen hat, unter den jeweiligen Modetrends die hässlichsten Modelle in großen Größen auf den Markt zu bringen. Tja, viele Frauen sind gar nicht aus Schuhläden raus zu bekommen. Ich gehe lieber erst gar nicht rein, weil es so sinnlos ist.

Donnerstag, 7. April 2005

Bizzaria - 555 japanische Eigenarten

Immer wieder stößt man auf Unverständnis, wenn es um die japanische Kultur oder Sprache geht. Auch meine Kenntnisse sind da nicht sehr groß.
Dieses kleine Büchlein kann da zumindest etwas Abhilfe schaffen. Neben einigem Bekannten wie die Existenz von Automaten für getragene Unterwäsche (Buchcover) erfährt man z. B., dass auch die Stille ein Geräusch macht: shiiin, seikô suru sowohl Erfolg haben als auch Vögeln bedeutet, Saunas als preiswerte Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden, besonders niedliche Kinder oder Haustiere mit dem Ausspruch "Es würde nicht mal weh tun, wenn du's ins Auge tätest." bedacht werden, es für das Öffnen einer Chipstüte recht vulgäre Ausdrücke gibt, man den Selbstmord, bei dem man vor einen fahrenden Zug springt als "Unfall mit Verletzung einer Person" umschreibt, Ohrenschmalz mimi-kuso "Ohren-Scheiße" gennant wird, es ein spezielles Straßenreinigungsgerät zum Entfernen von Kaugummis gibt und noch vieles mehr. Dazu gibt es auch noch ein paar hilfreiche Worte für sexuelle und Yakuza-Ausdrücke, nebst Adressen.
Ansonsten hätte man letzten Sonntag bei der "Sendung mit der Maus" ebenfalls etwas dazu lernen können, da die Maus offizielle Botschafterin des Deutschlandjahres in Japan ist. Online gibt es hierzu auch ein Special. Wieder mal ein Beispiel wie beliebt Kindersendungen für Erwachsene (oder so) sein können.

Mittwoch, 6. April 2005

Die Wahrheit

Eines Tages im Garten Eden sagte Eva zu Gott: "Gott, ich habe ein Problem!" "Was ist das Problem, Eva?" "Gott, ich weiß, dass Du mich erschaffen hast, mir diesen wunderschönen Garten und all diese fabelhaften Tiere und diese zum totlachen komische Schlange zur Seite gestellt hast, aber ich bin einfach nicht glücklich." "Warum bist Du nicht glücklich, Eva?" kam die Antwort von oben. "Gott, ich bin einsam, und ich kann Äpfel einfach nicht mehr sehen." "Na gut, Eva, in diesem Fall habe ich die Lösung für Dein Problem. Ich werde für Dich einen Mann erschaffen und ihn Dir zur Seite stellen." "Was ist ein Mann, Gott?" "Dieser Mann wird eine missratene Kreatur sein, mit vielen Fehlern und schlechten Charakterzügen. Er wird lügen, Dich betrügen und unglaublich eitel und eingebildet sein. Im Grossen und Ganzen wird er Dir das Leben schwer machen. Aber er wird größer, stärker und schneller sein und er wird es lieben zu jagen und Dinge zu töten. Er wird lächerlich aussehen, wenn er erregt ist, aber da Du Dich ja beschwert hast, werde ich ihn derart beschaffen, dass er Deine körperlichen Bedürfnisse befriedigen wird. Er wird dumm sein und solch seltsame Dinge wie Kämpfen und einen Ball herumkicken über alles lieben. Er wird auch nicht viel Verstand haben, so dass er Deinen Rat brauchen wird, um vernünftig zu denken." "Klingt ja umwerfend", sagte Eva und zog dabei eine Augenbraue ironisch hoch. "Wo ist der Haken, Gott?" Also ... Du kannst ihn unter einer Bedingung haben." "Welche Bedingung ist das, oh Gott?" "Wie ich schon sagte, wird er stolz und arrogant sein und sich selbst stets am meisten bewundern ... Du wirst ihn daher im Glauben lassen müssen, dass ich ihn zuerst geschaffen hätte. Denk dran, das ist unser beider kleines Geheimnis ...Du weißt schon - von Frau zu Frau."

(Autor unbekannt)

Dienstag, 5. April 2005

Singen mit toten Tieren

cock-a-doodle-doo, doodle-do, doodle-do

Die lieben Kollegen ...

... vermissen mich meine Arbeitskraft sehr und schickten Genesungswünsche mit Blumen. Soll ich die jetzt zur schnelleren Heilung essen, einen Tee oder eine Salbe davon bereiten? Ich werde den Strauß wohl erst einmal stehen lassen und nur ansehen.

blumen

Sonntag, 3. April 2005

Exorzismus

Es kommt ja immer mal wieder vor, dass man im Leben von bösen Geistern heimgesucht wird und man sich müht, diese wieder zu vertreiben. Wem dieses Werk nicht reicht bzw. durch Vaterverlust das Vertrauen gemindert wurde, dem seien hier noch zwei Rezepte verraten:

Black Lamp
(To repel an enemy)

INGREDIENTS:
- Crab shell or pumpkin guard and wick
- Pair of bones
- Castor oil
- Pimen chen (a hot pepper, such as a bird's eye chili pepper)
- Powdered lizard (or an item to represent the enemy)
- Graveyard dirt or dirt from a crossroads
- Red precipitate (red oxide of mercury)
- Soot or powdered charcoal

The black lamp is exercised in order to repel an enemy, remove a disturbing neighbor, or assuage potent evil forces. Agwe is the guardian of the black lamp. Fill a crab shell or pumpkin gourd with the ingredients, then suspend the wick over them using crossed slivers of bone. The ingredients must be refilled every Friday for seven weeks and then thrown in the sea to satiate Ague Spirit of the ocean.)

Für Ungeduldige:

Bottle Lamp
(to exorcise and enemy)

INGREDIENTS:
- Bottle and cork
- Whiplash
- Contents of the black lamp

The bottle lamp has the same ingredients as the black lamp, but they should be placed in a bottle rather than a shell or guard. Suspend the wick in the bottle and light it After it has burned for a whole day, blow it out and cork the bottle. Hand the bottle lamp in the yard and whip it every day with a whiplash. The bottle produces the same results as the black lamp, but the process is severely accelerated by the thrashing.

black_bottle

Freitag, 1. April 2005

Kleine perverse Vorlieben

Im Schutze der Dunkelheit, spät abends, nachts, hinter verschlossenen Vorhängen - dann tue ich es oft, sehr oft. Das Vorspiel beginnt in der Küche, im Schlafzimmer geht es weiter. Ich trinke eine heiße Milch und ...


(ACHTUNG!)


... esse die Haut.

haut-neu