Klugscheißer
"Ach, und du bist kein Kind?"
"Doch, aber ich bin schlau."

Pfadfinderlager. Appelle am frühen Morgen, fast noch in der Nacht. Schokolade und Kaugummi aus DDR-Produktion, eigentlich ungenießbar, die gegen alles getauscht wurden - meist Uniformteile, sogar das Czuwaj-Kreuz (bei Entdeckung des Fehlens gab es mächtig Ärger). Dauerregen und knöcheltiefer Schlamm im Zelt. Plumpsklos, die mit Eimer und Schaufel geleert werden mussten (z.B. wenn man sein Czuwaj-Kreuz verscherbelt hatte). Wilde alkoholische Mischungen aus Sprit und Cola. Ich kann mich nur an eine Nacht erinnern, in der ich nüchtern blieb. Und das war nicht die, in der es spät abends Alarm gab. Nachtwanderungen, besoffen im Wald ohne Taschenlampe (die waren verboten) und jede Wurzel mitnehmend, machen jedenfalls nicht so viel Spaß. War aber eine sehr lustige Zeit. Bigos esse und koche ich immer noch sehr gern.

Edit:
Heute wurden Entscheidungen mit Hilfe des lieben Gotts getroffen.
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Weg zum Gruselkabinett bei Sonnenschein |
Mit dem Sommer ist es seit ein paar Tagen wieder vorbei. Gestern sah ich jemanden mit Schal und meine Kollegin hat ihre Strickjacke (neben zwei Pullovern und Daunenjacke oder so noch zusätzlich) wieder an. Das stört mich allerdings überhaupt nicht. An die Hitze kann ich mich zwar nach einiger Zeit gewöhnen, aber ohne ist es doch besser. Und man kann wunderbar Songs wie diesen hören:
In the middle of the summer
I'm not sleeping
Cold wind blowing
Cold Wind , The Arcade Fire

Nein, dieser Film ist nicht von Tim Burton. Könnte es aber sein. Ja, es ist eine Hollywoodproduktion. Ja, es spielt Jim Carrey mit. Und trotzdem kann man sich diesen Film ansehen. Mit einem kleinen Monster muss man dies.
"Der Film, denen wir Ihnen ans Herz legen möchten, ist äußerst unerfreulich. Nicht nur, dass es in dieser Geschichte kein glückliches Ende gibt - sie hat auch keinen glücklichen Anfang. Und auch in der Mitte gibt es wenig Beglückendes."
Die tragische Odyssee der Baudelaire-Waisen, ihr nicht endender Kampf gegen das Böse bzw. den Bösewicht ist ein schöner Film der Düstergattung. Leid und Elend können einem allerdings nichts anhaben, solange man etwas zu erfinden, lesen und beißen (mitnichten ist die Nahrungsaufnahme gemeint) hat. Ganz klar wurde hier erkannt, was wirklich existenziell ist. Nun bin ich doch etwas auf die Bücher neugierig geworden - sicher gute Gute-Nacht-Geschichten.