Alien
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Dienstag, 15. August 2006

Brick

USA, 2005
Regie: Rian Johnson
Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Nora Zehetner, Lukas Haas, Noah Fleiss,
Matt O’Leary, Emilie de Ravin, Noah Segan

Eine gelungene Mischung aus Film noir und High-School-Film. Wie? Das geht nicht? Doch sehr gut. Ein cooler Anti-Held versucht sich als Detektiv, als seine Ex-Freundin verschwindet. Und das erfolgreich. Genau das ist aber das Problem des Films. Auch wenn der Hauptdarsteller auf Grund seines Außenseiterstatus oft Sympathiepunkte sammeln kann, ist man aber dann doch schnell wegen seiner allgegenwertigen Coolness genervt. Wenn er was auf die Schnauze bekommt (das bekommt er oft), die Situation noch so vertrackt ist (das ist sie oft) - immer, immer bleibt er der toughe Guy. Die einzige uncoole Handlung ist, dass er auf Grund eines Anrufs seiner Ex-Freundin sofort die Spur aufnimmt, wenn dies zunächst auch etwas widerwillig erfolgt. Ein Anruf aus einer Telefonzelle. Denn in diesem Film gibt es nur ein einziges Mobiltelefon. Nichtsdestotrotz wird pausenlos unterwegs telefoniert. Aus Telefonzellen. In heutiger Zeit für manchen undenkbar.
Gute Situationskomik gibt es in diesem Film des Öfteren, die zwar keinen Szenenapplaus wert ist, aber es ist allein schon recht lustig, dass all die knallharten Gangster (ja, das sind sie wirklich) noch bei Muttern wohnen.
Fazit: Ein durchaus sehenswerter Film und auch überzeugend von den Darstellern und der Ausstattung her. Allerdings ist der Hype, der um diesen Film schon existiert, doch sehr übertrieben.

Deutscher Kinostart: 21.09.2006

Montag, 14. August 2006

Schwarze Strümpfe und schwarze Magie

Kniestrümpfe mag ich sehr gern. Weniger mag ich es, wenn diese rutschen. Überhaupt nicht mag ich es mit "Darf ich deine Kniestrümpfe hochziehen?" angesprochen zu werden. Ein Blick meinerseits reichte dann, dass der Fragende sein Mobiltelefon fallen ließ und es durch den Aufprall auf dem Boden in all seine Einzelteile zerlegt wurde.

Renaissance

Frankreich, 2006
Regie: Christian Volckman

Eine schwarz-weiße Zukunftsvision von Paris im Jahre 2054. Wirklich nur schwarz und weiß, ganz ohne Grauabstufungen, in hartem Kontrast (die paar Sekunden, wo es mal farbig wird, kann man ignorieren). Dieser Animationsfilm, der per Motion Capturing aufwendig in Szene gesetzt wurde, bietet wirklich atemberaubend schöne Bilderwelten - vor allem auf Großleinwand ein wahrer Genuss. Die Story ist zwar nicht besonders originell, aber doch noch immerhin so spannend, dass einem nicht langweilig wird. Wenn es ein normaler Spielfilm gewesen wäre, dann hätte es mich allerdings nicht besonders interessiert. Aber die visuelle Faszination lässt dies mit Leichtigkeit vergessen. Impressionnant!

Samstag, 12. August 2006

Spätes Geständnis

Über manches wundert man sich dann doch noch.

The Woods

USA, 2006
Regie: Lucky McKee
Darsteller: Patricia Clarkson, Bruce Campbell, Agnes Bruckner

Wie bei vielen anderen Filmen, die auf dem FFF gezeigt werden, sind die Informationen auch zu "The Woods" recht mager. Neu-England 1965 - Man sollte sich besser nicht in die ein Mädcheninternat umgebenden Wälder wagen - so ließe sich der Inhalt in einem Satz zusammenfassen. Es gibt zwar eine offizielle Seite, die ist aber mehr als nichtssagend. Ich brauchte allerdings keinerlei Überzeugungsarbeit, mir diesen Film anzusehen. Dass vom gleichen Regisseur "May" stammt, war Referenz genug. Und so gab es denn auch ähnlich sensibel ausgearbeitete Charaktere, die ebenso authentisch gespielt wurden und sehr stimmungsvoll-düstere Bilder in angenehm gedeckten Farben zu sehen. Ein sehr schöner Film, könnte man also meinen. Aber halt, etwas sehr wichtiges habe ich vergessen - den Plot. Und der war leider 08/15. Zumindest nach dem Erstling des Regisseurs Lucky McKee hatte ich da mehr erwartet, um nicht zu sagen sehr viel mehr. Das Geheimnis der Wälder war schon sehr schnell mindestens erahnbar - die einzige Spannung bei dem Film war, ob es das nun wirklich sein sollte. Dem Horror, der aus dem Dickicht kam, hätte es auch gut getan, wenn man ihn etwas subtiler dargestellt hätte. Und so werde ich auch weiterhin gerne in Wälder gehen und Milch trinken (das sollte man in diesem Film nämlich auch besser vermeiden).

Mittwoch, 9. August 2006

S.O.S.

Das hat jetzt nix mit irgendwelchen Bewässerungsaktionen zu tun. Jedenfalls bitte ich alle, die mit mir elektronische Post austauschen wollen, eine Mail zuzusenden oder wie auch immer, mir ihre Mail-Adressen zukommen zulassen, da sich mein Mail-Programm dazu entschlossen hat, mit mir nicht mehr zu kooperieren.

c.araxeATweb.de

Vielen Dank!

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

Gut gemeint war es sicher, als das kleine Monster zur Gießkanne griff und der Flora des Gruselkabinetts Wasser zukommen lassen wollte. Dass es dabei etwas plemperte, wäre an sich auch nicht so schlimm gewesen.
Gar nicht gut war es allerdings, dass es eine Steckdosenleiste gleich mitgegossen hat ...

Dienstag, 8. August 2006

Wer schreit denn da?

Die Tage sind gezählt. Der Sonne wird man nicht mehr ansichtig sein. In tiefer Dunkelheit und Kälte eine Gänsehaut verspüren, unabhängig der kühlen Temperaturen - umgeben von Grauen. Blut wird fließen in endlosen Strömen.

Es ist wieder so weit.

Montag, 7. August 2006

Zur Unkenntnis genommen

Gut, dass wir darüber vorbeigeredet haben.
(Fortsetzung)

Sonntag, 6. August 2006

Der nachfolgende Spielfilm ...

... ist für Zuschauer unter 16 Jahren nicht geeignet.
Alle anderen dürfen sich jetzt Donnie Darko auf Vox ansehen.
(sehr spontaner TV-Tipp)

Freitag, 4. August 2006

Oh Morpheus!

Oh Hypnos!

Den ganzen Tag schon säuseln mir die beiden ins Ohr, reden beschwörend auf mich ein. Dabei brauche ich gar nicht mehr überzeugt werden. Nur mit Mühe kann ich ihnen Widerstand leisten. Es kostet mich wirklich allergrößte Anstrengung, mich von ihnen nicht fort, ins Bett zerren zu lassen. Aber bald ...
Ich glaube, ich werde das ganze Wochenende mit den beiden verbringen.

Donnerstag, 3. August 2006

Mahlzeit!

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"Lunch" - Teil 2 aus der Triologie "Food" von Jan Svankmajer

"Das Essen stellt einerseits eine der primären Tätigkeiten des Menschen dar, die er betreiben muss, um nicht zu sterben. Obwohl, man kann sterben, auch wenn man isst. Das Essen stellt für mich persönlich ein Kindheitstrauma dar, da ich als Kind nicht essen wollte und dazu stets gezwungen wurde. Und das Kindheitstrauma, wie wir von Freud wissen, verfolgt den Menschen sein Leben lang. Andererseits stellt das Essen ein wunderbares Symbol unserer Zivilisation dar, die alles - ganze Ethnien, die Natur und Kultur schluckt, sie dann verdaut und zu Geld macht." (Jan Svankmajer)

Augenfutter von Svankmajer nehme ich liebend gerne jederzeit zu mir. Um so erfreuter bin ich, dass es mittlereweile wieder einen neuen Film gibt. Sílení (Lunacy), beeinflusst von Edgar Allan Poe und Marquis De Sade, dem die Genres Gesellschaftskritik, Wahnsinn, Horror und Drama zugeordnet werden. Guten Appetit!

Dienstag, 1. August 2006

Schwuler Bigamist

Gleich nach dem Urlaub auf Borkum wollte ich eigentlich darüber schreiben, aber wie so vieles andere landete das Thema erst einmal in gedanklicher Versenkung. Da ruht so einiges sehr gut. So gut, dass ich es wieder vergesse. Und über was muss man denn auch wirklich bloggen? Genau genommen ist das nichts. Ja, da könnte man es auch gleich lassen, aber man hat sich dann doch mit dem Blog-Virus infiziert, dass man meint über dies und das schreiben zu müssen. Und so wurde auch diese Thematik wieder am vergangenen Wochenende ins Blogger-Bewusstsein gezerrt. Dabei handelt es sich um eine ziemlich komplizierte Angelegenheit. Also, Heiraten an sich ist ja schon nicht unkompliziert, aber hierbei habe ich auch keinen Rat mehr. Das kleine Monster stieß nämlich auf Borkum in Angesicht des dortigen Neuen Leuchtturms (der auch schon nicht mehr so neu ist, da 1879 erbaut) ein inbrünstiges "ich liebe diesen Leuchtturm" heraus. Bald darauf war es wild entschlossen diesen Leuchtturm zu heiraten. Dann erfolgte die Begegnung mit dem Alten Leuchtturm (wirklich alt - Baujahr 1576), welche zunächst sehr von ängstlicher Ehrfurcht geprägt war. Die Metallgitterstufen, von denen man in gähnende Abgründe schauen kann, sagten dem kleinen Monster jedenfalls nicht sehr zu. Aber auch dieser Leuchtturm wurde schnell ins Herz geschlossen und es gab nunmehr zwei Heiratskandidaten. Das beschäftigte das kleine Monster sehr und so sinnierte es dann, dass ja Leuchttürme männlich seien und ob man Männer heiraten könne. In dem Punkt konnte ich es beruhigen. Ja, einen Mann kann man inzwischen heiraten. Das Dilemma besteht nun darin, dass es eben nur ein Mann ist. Wenn ein Leuchtturm weiblich wäre, so sagte ich ihm, dann hätte er damit keinerlei Probleme beispielsweise in Saudi-Arabien. Aber zwei Männer heiraten? "Kann man das denn wirklich nirgendwo?", fragte das kleine Monster. Und ich wusste keine Antwort. Mal ganz davon abgesehen, ob man überhaupt Leuchttürme heiraten kann. Aber vielleicht wissen die Leser des Gruselkabinetts mehr?

Das kleine Monster mit dem Neuen Leuchtturm (keine Foto-Montage!)

Wunde Piraten und tote Minzbonbons

Und einen Schatz gab es auch noch dazu, vielmehr ein Schätzchen. Sehr schön wurde meine Ungeduld belohnt. Nun werde ich, wenn ich zukünftig das kleine Monster verarzte (oder auch mich selbst) die "Seeräuber-Jenny" pfeifen und einen tödlich frischen Atem haben. Ein Monster-Dankeschön geht nach Neu-England bzw. nach Wien!

Montag, 31. Juli 2006

Einzig mögliche Handlung

Nachts, als der Sturm das Baumgipfelmeer zum Tosen brachte, die Blitze zuckten und der Donner über den Dächern hallte. Als der Regen die Hitze in den Straßen prasselnd zum Schweigen brachte. Da gab es nur noch eines: Fenster aufreissen, sich aufs Fensterbrett setzen, die Beine auf dem Dach und die Sturzflut genießen, die dort herunterkam. Endlich.

Sonntag, 30. Juli 2006

Eine Hochzeit und ein Todesfall

Oder vielleicht auch zwei Todesfälle. Ich sterbe ja immer noch den langsamen Hitzetod.

Das Wochenende verbrachte ich bei einer bei mir nicht in hoher Gunst stehenden Festlichkeit bzw. auf Bahngleisen Aber da mochte ich doch nicht absagen, wenn mich eine Freundin, die ich seit Kindertagen kenne, zu ihrer Hochzeit einlädt. Und auch wenn ich bisher nie verstanden habe (kurz glaubte ich es mal), warum Leute heiraten, habe ich mich doch sehr für sie gefreut, dass sie nun darin ihr Glück gefunden hat. Die Trauung gab's im Doppelpack mit einer Taufe und zwar kirchlich. Was ich noch weniger verstanden habe, aber nun gut. Jedenfalls stand ich am Samstag vor einer kleinen Dorfkirche in Süddeutschland. Sie haben mich dann sogar reingelassen. Zuvor entdeckte ich aber vor der Kirchenpforte einen Leichnam. Ein Friedhof war in der Nähe, aber da sollte er nicht beerdigt werden. Fast niemand nahm Notiz von dem Toten, aber ich erblickte ihn sofort und als allererstes dachte ich daran, dass ich meine Digi-Knipse nicht mitdabeihatte. Es gab allerdings nette Menschen dort (die ich zuvor nicht kannte), die für meine Lage vollstes Verständnis hatten und sollte alles klappen, dann wird ein Foto nachgereicht. Ich zuckte dann aber etwas zusammen als die Hilfeleistung mit den Worten: "Dann kannst du das veröffentlichen und etwas dazu schreiben." kommentiert wurde. Vorsichtig hakte ich nach: "Du kennst Weblogs?" "Ja, klar." Jeder Blogger zumindest in Deutschland weiß, dass das nicht so klar ist. Und noch mehr erstaunte mich, dass sofort gruselkabinetttypische Sujets erkannt wurden. Kann man mir also schon an der Nasenspitze ansehen, dass ich die Betreiberin des Gruselkabinetts bin? Paranoia machte sich breit ... Ganz so war es aber doch nicht, stellte ich erleichtert fest und wandte mich dem Leichnam zu. Ein Kuss hätte ihn vielleicht erlösen können, als er noch lebte. Aber wer glaubt schon noch an Märchen und so hatte sich niemand gefunden, der den nun erstarrten Frosch geküsst hätte.

Edit:
Das Warten hat sich gelohnt, nun gibt's die Froschbilder zu sehen und ich zitiere mal knallhart aus der begleitenden Mail:
"Und schon mußte ich entdecken, daß Deine Fangemeinde aus lauter Singles bestehen muß, da sie wohl alle den Frosch ihres Lebens kennenlernen wollen."