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Dienstag, 30. Oktober 2007

Man stirbt nur einmal

So lautet der Titel eines Buches mit heiteren Geschichten übers Grab hinaus, welches mir vor kurzem aus dem Wiener Bestattungsmuseum (nebst ein paar kleinen Feuerbestattungen) ins Gruselkabinett importiert wurde. Kaum habe ich darin ein paar Seiten gelesen (die alles andere als todlangweilig sind), kam schon die nächste Lieferung: „Morbides Wien”.
Mit der Bibliothek des Bestattungsmuseums, die über 2500 Bücher umfasst, kann ich noch lange nicht mithalten, aber die Anzahl der Bücher zu dieser Thematik steigt dennoch stetig an. Passend zu diesen Tagen, morgen und übermorgen, und auch gerade zum heutigen Tage. Kein Leben ohne Tod – das kann man sich nicht oft genug in Erinnerung rufen. Um so intensiver lässt es sich im Hier und Jetzt leben. In Lateinamerika weiß man das sehr gut, vor allem in Mexiko.

„Der Kult des Todes ist, wenn er tiefgründig und vollkommen ist, auch ein Kult des Lebens. Beide sind untrennbar. Eine Kultur, die den Tod verleugnet, verleugnet auch das Leben.”
(Octavio Paz)

¡Viva la Muerte! schallt es derzeit auch aus der europäischen Nekropole. Es führt kein Weg an Wien vorbei, wie es scheint. Den Tod suchen und das Leben finden kann man aber überall, wenn man es denn will.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Hinterhältiger Diebstahl

Wie war das? Dieses Wochenende ist eine Stunde länger? Bei mir ist die nicht angekommen. Irgendjemand muss mir diese Stunde geklaut haben. Sachdienliche Hinweise werden auch streng vertraulich entgegen genommen; lieber ist es mir allerdings, wenn der gemeine Dieb öffentlich an den Pranger gestellt wird. Zur Abschreckung, damit so etwas nie wieder passiert. Sollte es sich doch nicht um einen Diebstahl handeln, sondern diese Stunde durch Eigenverschulden abhanden gekommen sein, so erhält der ehrliche Finder den üblichen Finderlohn von 10 Prozent einen Finderlohn von 18 % (wegen Konkurrenz editiert)!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Abgetaucht



Blubb

Blubb

Blubb

...


Die Wellen aller Ozeane schlagen über mir zusammen. Entgegen allen physikalischen Gesetzen gleite ich immer schneller in die Tiefe. Dort unten herrscht auch entgegen allen Vorstellungen keine entspannte Ruhe, sondern ein sehr reges Treiben, dass dennoch keine Hektik kennt. All die Ungeheuer der Tiefsee bekomme ich gar nicht zu sehen, weil es viel zu dunkel ist. Und so wühle ich mich durch die Schwärze. Ohne dass ich Luft und Licht vermissen würde. An ein Auftauchen ist noch länger nicht zu denken, was mich aber alles andere als beunruhigt. Bin ich doch in meinem Element. Ja, ich lebe noch (besorgte Nachfragen waren also überflüssig). Und wie!

Freitag, 19. Oktober 2007

Vorbildfunktionäre

Was kümmert es einen, wenn es draußen zunehmend kälter wird, solange man drinnen einen warmen Platz hat? Überhaupt wird der äußeren Kälte zu viel Beachtung geschenkt. Hauptsache, im Innern ist ausreichend Wärme vorhanden.

Und manch einer mag behaupten, dass man in schwarzer Bettwäsche wie in einem Grab schläft. So tief und fest, als ob man tot wäre, schläft man darin allerdings auch. Das wurde inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen. So ein Schlaf ist also sehr erholsam. Und nicht nur das. Man wacht sogar wieder auf.

Freitag, 12. Oktober 2007

Es kommt nicht auf die Länge an

Zumindest gehe ich bei meinem nun bald beginnenden Urlaub davon aus, dass er trotz seiner Kürze sehr schön sein wird. Die Aussichten sind auf jeden Fall vielversprechend.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

„Das freut mich aber!” *

... sagt die Kollegin aus einer anderen Etage, als sie erfährt, dass bei mir die Kaffeemaschine wieder funktioniert. Ich meine, aus ihrer Stimme sehr viel Erleichterung heraus zu hören.
Es muss schrecklich sein, mich im unkoffeinierten Zustand zu erleben ...

*Offizieller Grinsebeitrag

Montag, 8. Oktober 2007

Traumbilder

Als ich während des Traumes feststellte, dass ich keine Kamera dabeihatte, um all das Seltsame festzuhalten, ärgerte ich mich etwas. Aber nur kurz, denn ich sagte mir, dass so etwas soundso nicht dazu geeignet wäre, um es in Bildern erfassen zu können.

Als ich langsam erwachte, während jener Momente, in denen die Träume noch realer sind als die Wirklichkeit und ich die Kälte außerhalb der Bettdecke instinktiv spürte, was mich zum Verweilen im Bett nötigte, als ich also noch nicht wirklich wach war, da bereute ich es doch, dass es keine Kamera gibt, mit der man Träume fotografieren kann.

Sicher, man könnte nach dem Traum sich seiner erinnern und ihn in Bildern oder auch Worten rekonstruieren. Aber es wird immer wie eine billige Kopie wirken. Zu viel geht auch verloren, während man die Traumwelten verlässt. Ach, all die vergessenen Träume ... Wenigstens ein paar Bilder wünscht man sich hie und da. Man könnte sich leichter an die Träume erinnern und vielleicht, ja vielleicht könnte man dem einen oder anderen Traum dadurch sogar Leben einhauchen.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Oh ... wie kreativ!

Jetzt geht das bei den Spams auch schon los ...

Cra,sh! B-oom! B.a-n_g+!

C.W.T._E h,a.s t+h_e potent+i al to retur,n 5-0*0-% to y_o'u,r m'oney wi-thin 7 t'rading d,a'y+s+.
H+o-t n_e*w.s relea s ed today*! C,heck t'h i,s o-u+t'.

c_a-l+l ur brok-er N,O W'.

Montag, 1. Oktober 2007

Strike-Bike

Was passiert, wenn ein Betrieb verheuschreckt wird?
Es gibt ein paar Arbeitslose mehr.
Was passiert, wenn die Heuschrecken verschreckt werden?
Eine Betriebsbesetzung und selbstverwaltete Produktion.
Ein anarchistisches Märchen?
Nein, Realität.

Morgen startet die letzte Bestellrunde.


Freitag, 28. September 2007

Langeweile

Was war das noch mal? Früher meinte ich zumindest, dass ich wenigstens mal davon gehört hätte. Nun bin ich mir nicht mehr so sicher.

Dienstag, 25. September 2007

Neue Haarfarbe

Wenn ich mir nicht ständig die Haare rot färben würde, dann könnte ich sicher bald die ersten weißen Haare entdecken, falls ich nicht schon längst welche habe. Mir scheint allerdings, dass sich das momentan in eine ganz andere Farbrichtung entwickelt. Mindestens eine Strähne ist derzeit tiefschwarz. Als wenn nicht schon genug er-, ver-, zerbrochen wäre – jetzt habe ich mir auch noch ein Bein gebrochen. Nun ja, genau genommen habe nicht ich mir selbst ein Bein gebrochen, sondern die Fellmonster haben sich dafür zu verantworten und es ist auch nur eines von den Beinen, die ich nicht ständig bei mir trage. Aber ärgerlich ist es trotzdem. Und mehr als überflüssig. Denn ich habe durchaus anderes zu tun, als Gipsbeine zu gipsen.

So. Schien- und Wadenbein sind erst einmal
wieder notdürftig zusammengeflickt.
Die Feinarbeit erfolgt morgen. Solange wird der Tisch
als OP-Tisch verwendet werden.
Essen kann man auch auf dem Fußboden
am Küchentisch.

Freitag, 21. September 2007

In meinem Alter

Ist das eigentlich positiv oder negativ zu bewerten, wenn ich von Teens geduzt werde?