Alien
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Montag, 2. Juni 2008

Unter grünschattigem Dache

Die ersehnte Kühle finden. Und weiche Hirschnasen. Die Spuren suchen und die Zeichen deuten. Es lohnt sich auch, den kleinen Wasserläufen zu folgen. Irgendwann werden sie auch größer. Irgendwann fließen sie in noch größere Wasserströme. Und irgendwann münden diese wiederum im Meer.

Daran muss man aber nicht denken, wenn man bei den Bäumen und bei den Tieren ist. Da ist das Irgendwann egal – später ist erst später und nicht jetzt.

Trotzdem ist einem die Begrenztheit der Zeit, die man hat, bewusst. Auch die von der Zeit, die man hatte. Rabenfedern der Erinnerung. Jegliche Begrenzungen kann man erkennen. Frei ist niemand. Die Zäune und Mauern und Gräben gibt es überall. Dem Wildschwein in die Augen schauen – es ist ein Lebewesen, genau wie man selbst.




Wegweiser

Mittwoch, 28. Mai 2008

Haut retten

Hm ... sollte man jetzt die Haut ins Trockene oder vielmehr deren Träger vermehrt ins Kühle bringen?

Sonntag, 25. Mai 2008

Da oder auch nicht da

Inzwischen gibt es im Gruselkabinett wieder einen neuen Untermieter. Oder auch nicht. So genau weiß ich das nicht. Ich habe ihn nämlich tagelang nicht gesehen. Ganz genau erinnere ich mich daran, wie er hier spät abends vor einigen Tagen ankam. Der Strom war im Treppenhaus ausgefallen, so dass weder Klingelanlage, noch Licht funktionierten und ich ihm mit einer Taschenlampe den Weg durch die Dunkelheit bahnte. Tja, und das war’s dann auch. Ich grübelte an den folgenden Tagen, ob ich das doch nur geträumt hatte. Dann wiederum schaute ich mir genau meine Fingernägel an, ob da vielleicht ein paar Blutreste zu erkennen waren. Letzte Woche war ja schließlich Vollmond. Manchmal vergisst man ja auch so einiges.
Aber nun wurde ich seiner doch wieder ansichtig. Es schien also alles in Ordnung zu sein, so dachte ich zunächst. Er teilte mir dann allerdings mit, dass er für eine Woche oder so verreisen würde. Sehr seltsam. Irgendjemand muss ihn gewarnt haben. Oder sollte ihn etwa schon ein Rundgang durchs Gruselkabinett so verängstigt haben, dass er nun die Flucht ergriffen hat?

Donnerstag, 22. Mai 2008

Gruselkabinett 2.0

Es bloggt, es bloggt, es bloggt!

Hier.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Draußen kein Kännchen

Gestern begab es sich, dass sich Frau Nessy mit der Frau Gräfin (die später hinzu kam), dem kleinen Monster und mir traf. Wir setzten uns zu diversen Kaffeekreationen u. a. draußen an die Alster und zu meiner Verwunderung bestellte Frau Nessy kein Kännchen. Naja, gut - da will ich mich mal nicht über mangelnde Corporate Identity beschweren, schließlich war ich selbst auch nicht komplett in Schwarz gekleidet. Frau Nessy war wiederum etwas erstaunt über mein Alter, schätzte sie mich vom Äußeren her doch jünger ein. Bevor angebliche Schönheitspraktiken der Bathory zur Sprache kamen, lenkte das kleine Monster geschickt, wenn auch weniger charmant, vom Thema ab, in dem es behauptete, dass das am Make-up läge. Misstrauisch blieb Frau Nessy dennoch, wagte sie sich doch nicht ins Gruselkabinett. Es war trotzdem nett. Und weiterbloggen kann Frau Nessy nun auch noch.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Minimal-Bacchanal

Der Ruhe bedürftig, flossen die Tage langsam dahin. Träge wie der kleine Bachlauf, an dessen Ufer ich weilte. Am Rand des Teiches, den Schildkröten gleich, die dort regungslos verharrten, saß ich mir selbst genügend da. Schaute wie der Graureiher einfach nur aufs Wasser. Man braucht nicht viel zum Glücklichsein. Das vergisst man nur immer wieder. Die Schönheit der ersten Blüten der wildwachsenden Orchideenarten erweckt dann aber doch Sehnsucht nach etwas mehr Leben, nach etwas mehr Lebendigkeit.

Knabenkraut (Orchis) – wegen der Ähnlichkeit der zwei Knollen mit den Hoden stammt der botanische Name vom griechischen Wort όρχις orchis (Hoden). Der griechische Philosoph Theophrastos von Eresos war der erste Naturforscher, der etwa 300 Jahre vor Chr. die Knabenkräuter wissenschaftlich erwähnte. Wegen der doppelten Wurzelknollen und der Ähnlichkeit mit den männlichen Genitalien benannte er sie „Orchis”. […] In der klassischen griechischen Mythologie wurde Orchis, der Sohn eines Satyrs und einer Nymphe, von Bacchanten getötet. Durch die Gebete seines Vaters wurde er in eine Pflanze verwandelt, die nun seinen Namen trägt.
(Wiki)


Und mir fällt die angefangene Flasche Wein ein, die seit Wochen herumsteht und nur noch den Durst des Spülbeckens löschen wird. Die Zeiten des exzessiven Weingenusses und anderer Ausschweifungen scheinen vorbei zu sein. Lange her. Aber heute Abend, ja da könnte man eigentlich doch mal wieder wenigstens einen neuen Wein öffnen und trinken. Bacchus, du sollst leben!

Freitag, 9. Mai 2008

Kein Plan, nirgends

So wie die Samen des Löwenzahns durch die hitzeflirrende Luft schweben, werde ich mich durch die Tage treiben lassen.
Oh, süßes Nichtstun, sei willkommen!

Dienstag, 6. Mai 2008

Härtetest



Es ist sicher nicht sehr förderlich für die noch recht angeschlagene Physis, wenn man noch recht wacklig auf den Beinen ist, ein Konzert zu besuchen. Unbestuhlt, versteht sich. Und ich habe es überlebt. Es ist deweiteren bestimmt auch nicht gut, wenn man sich bei eben diesem Konzert direkt vor die Lautsprecher stellt. Vor allem, wenn man weiß, dass es sich um eine Band handelt, die zwar auch die leisen Töne, vor allen Dingen aber die sehr lauten Töne sehr gut beherrscht. Gespannt harrte ich, welches Trommelfell zuerst zerstört werden würde. Eines von den malträtierten Trommeln auf der Bühne oder eines im eigenen Ohr. Und ich habe es überlebt. Und dann, dann war das ja nicht irgendein Konzert, sondern von XIU XIU. Und da steht das Erleben im Vordergrund. Immer und immer wieder das Erstaunen, mit welch einer Präzision diese kakophonisch anmutende Sammlung von Tönen zueinander gefügt werden. Die Lieder höchstens ansatzweise wie auf den Alben klingen, man sie aber trotzdem sofort wieder erkennt. Wie Jamie Stewart alles gibt, sein Innerstes nach außen kehrt, so dass man nicht zu sagen vermag, ob sich Tränen mit dem Schweiß vermischen. Ein sehr intensives Konzert. Und ich habe es erlebt.

Samstag, 3. Mai 2008

Die lieben Kollegen

... haben auch an mich gedacht:

Donnerstag, 1. Mai 2008

Transgression meines Horizonts ohne Exzess

„Das Sein wird uns nur in einer unerträglichen Entgrenzung unseres Seins geschenkt, die nicht weniger unerträglich als der Tod ist. Und da es uns im Tod zugleich geschenkt und wieder entzogen wird, müssen wir es in der Fühlung des Todes suchen, in den unerträglichen Augenblicken, in denen wir zu sterben scheinen, weil das Sein in uns nur noch Exzess ist, wenn die Fülle des Schreckens und die Fülle der Freude zusammenfallen.
Selbst das Denken (die Reflexion) vollendet sich in uns nur im Exzess. Was bedeutet Wahrheit, außer Vorstellung des Exzesses, wenn wir nur das sehen, was über die Möglichkeit zu sehen hinausgeht, was zu sehen unerträglich ist, wie es in der Ekstase unerträglich ist, zu genießen? – wenn wir das denken, was die Möglichkeit zu denken, übersteigt?*

*Ich bitte um Verzeihung, wenn ich hier hinzufüge, dass diese Definition des Seins und des Exzesses philosophisch nicht begründet werden kann, da der Exzess die Begründung aufhebt: der Exzess ist gerade das, wodurch das Sein zuerst und vor allen Dingen außer allen Grenzen ist. [...]

(Georges Bataille)

Oder um einfach eine Frage zu stellen, deren Antwort sich mir entzieht: Was ist an Gina Lollobrigida transgressiv?

Das soll jetzt kein Blog-Bashing sein; ich bin wirklich an einer Antwort interessiert.

Dienstag, 29. April 2008

Das Unvermögen des Fieberdeliriums

Eigentlich, so dachte ich, würde eine erhöhte Körpertemperatur für wilde Phantasien und verworrene Gedanken sorgen. Aber irgendwie habe ich momentan nur Matsch im Kopf. Oder Leere. Nicht einmal das kann ich unterscheiden.

Samstag, 26. April 2008

Die Zeit, dieser Gierschlund

Verschlingt die Tage und Wochen als wären es nur Sekunden. Man könnte meinen, dass dies zu Adipositas führen würde, aber ganz im Gegenteil macht sich nur Schwund breit. Dieser Nimmersatt nimmt alles, was er nur kriegen kann und nichts bleibt übrig. Kein Augenblick, kein Wimpernzucken. War’s nicht erst gestern, dass der neue Mitbewohner vor der Tür stand? Tja, und nun, nun ist er schon wieder von dannen gezogen. Ich muss irgendetwas falsch machen mit der Zeit. Nicht mal mehr zu Gesicht bekomme ich sie. Und ich fürchte, dass ich auch keinen Erfolg haben werde, wenn ich sie suchen werde. Kostet ja auch nur alles wieder Zeit.