Alien
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Samstag, 12. Juli 2008

Die schönste Art, Geld auszugeben

Es geht auch sehr schnell – eine kurze Reise nach Italien und man ist zwar um einiges ärmer, aber sehr froh gestimmt. Eben gerade bin ich von meinem Ausflug dorthin, der knapp eine Stunde dauerte, zurückgekehrt und musste wieder mal feststellen, dass ich nie, absolut niemals, mit auch nur einem leichten Hungergefühl im Gepäck dahin gehen sollte.
(660 Nudelsorten sind übrigens wirklich sehr viel.)

Donnerstag, 10. Juli 2008

Fingerz(w)eig


Dienstag, 8. Juli 2008

Kafkaeskes Vorkommnis am Morgen

Es gab kein Entkommen. Finstere Mächte schienen sich verschworen zu haben, die ebenso undurchdringlich und dunkel wie der Himmel über der Stadt anmuteten. Sie wollten, dass ich zu ihnen komme. Mich ausweise und etwas bestätige, dessen Bestätigung sie mir zugesandt haben. Dass es sich wirklich darum handelte, was bestätigt wurde, interessierte sie nicht.

(sie = Hauptzollamt)

Freitag, 4. Juli 2008

Erregend

Reger Regen regeneriert das Regen.

Und so frage ich die Sonnenkinder, für die jeder Tropfen schon zu viel ist: Wie wäre es, wenn die Sonne immerdar scheinen würde, kein Winkel nicht von ihr erleuchtet wäre? Sicher, kein Grau würde das Licht trüben. Gar jegliche Dunkelheit würde nicht vorhanden sein. Alles wäre eitel Sonnenschein.

Nur würde nicht alles verdorren? Wäre nicht alles nur noch Wüste? Und sämtliches Leben verwüstet sein?

Es regnet, es regnet noch, es regnet noch und nöcher.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Wegwerfgesellschaft

Ein heißer Tag, die Sonne gibt ihr Bestes und der Eisladen ruft. Aus dem großen Angebot an Eissorten sucht sich der kleine Junge mehrere Kugeln aus. In die vorhandenen Waffeltüten passt die Eismenge nicht hinein, aber es gibt auch Waffelbecher. Die gefallen dem kleinen Jungen nicht, wie er feststellt, als er das Eis erhält. Er möchte unbedingt eine Waffeltüte. Die Eisverkäuferin bietet ihm zusätzlich eine leere Waffeltüte an. Aber das ist keine zumutbare Lösung für den kleinen Jungen. Er möchte ein neues Eis in einer Waffeltüte. Das andere soll weggeworfen werden. „Wegschmeißen!”, fordert er lautstark.

Der kleine Junge hat sehr viel Glück, dass er nicht mein Kind ist. Ansonsten hätte er womöglich nie wieder ein Eis bekommen.

Samstag, 28. Juni 2008

Und es ist da in mir

Und es brüllt und es zerrt.
Und es will einfach nur leben.
Und selbst im Abgrund, tief am Boden - es wartet nur auf seinen Ausbruch.
Und keine Kette ist stark genug, es im Zaum zu halten.
Und es wird unruhig, wenn man es mit nichtigen Ausreden zu beschwichtigen versucht.
Und es wird wütend, wenn man es betäuben will.
Und es bäumt sich auf, wenn Alltägliches es einlullen will.
Und keine Vergangenheit, keine imaginäre Zukunft kann es aufhalten.
Und es kennt kein Erbarmen, weil es sein will.
Einfach nur sein will. Hier und jetzt.
Und es pulsiert in meinen Adern. Laut pocht es in meinem Blut.
Jetzt. Genau in diesem Augenblick. In jedem Augenblick.
Leben. Leben. Leben.

Montag, 23. Juni 2008

Der Wind, der Wind, das höllische Kind

Er saust und braust. Und raunt und wispert. Wirbelt alles durcheinander und kann sich für keine Richtung entscheiden.
Bis alles ins Trudeln gerät und nur noch um sich selbst tanzt.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Gehirnwäsche

Spät abends, wenn meine Augen trotz interessanter Lektüre müde geworden sind, also kurz bevor ich einschlafe, lasse ich mein Gehirn in das große mit Wasser gefüllte Glas auf meinem Nachtisch gleiten. Leise platscht es und treibt auf den Grund zu. Sprudelnd löst sich die hinzugegebene Reinigungstablette auf.

Am nächsten Morgen – gleich, wenn ich aufgewacht bin – nehme ich das gereinigte Gehirn wieder zu mir. Sauber ist es. Bar jeder Ablagerung. Ich werde den Tag beginnen, als sei es mein erster.

Nicht dass ich nun unbedingt etwas gegen schmutzige Gedanken hätte. Und es ist auch nicht so, dass alle Erfahrungen und Erinnerungen unnötiger Ballast wären. Ja, selbst die, über die man lieber nicht verfügen würde, können sehr hilfreich sein und haben letztendlich einen nicht unerheblichen Anteil an dem, was man ist. Aber manchmal wünscht man sich dann doch eine vollkommen unbeschwerte Leichtigkeit, die überhaupt keine Vergangenheit kennt. Eine absolute Reinheit.

Montag, 16. Juni 2008

Kein Grund zur Sorge

Manchmal verschwinden Leute einfach. Sie wollen nur mal kurz zum Zigarettenautomaten und werden danach nie wieder gesehen. Auch Nichtraucher können auf einmal einfach weg sein. Eigentlich ist das nicht so verwunderlich, wenn es sich dabei um jemanden handelt, der soundso nicht da ist. Trotzdem wird es da und dort infarme Unterstellungen geben, dass ich etwas mit diesem Abhandenkommen zu tun habe. Und bevor jetzt gleich das Mobile Einsatzkommando vor der Tür steht, gebe ich hiermit bekannt, dass sich der ehemalige Untermieter per Mail gemeldet hat. Und zwar mit der folgenden Nachfrage:
„Ist mein plötzliches Verschwinden denn auch schon verbloggt?”

Mittwoch, 11. Juni 2008

Erkenntnisse aus dem Traumland

„Und da wusste ich es: – Die Welt ist Einbildungskraft, Einbildung – Kraft. Überall, wohin ich ging und was ich trieb, war ich bemüht, meine Freuden und Leiden zu verstärken, und heimlich lachte ich über beides. Wusste ich es doch jetzt sicher, dass das Hin- und Herpendeln ein Gleichgewicht darstellt; gerade bei der weitesten und heftigsten Schwingung kann es sich am deutlichsten fühlbar machen. [...]
Dem Nichts mussten sie ihre eingebildete Welt abringen, und von dieser eingebildeten Welt aus das Nichts erobern. Das Nichts war starr und wollte nicht, dann fing die Einbildungskraft an zu summen und zu schwirren, und in allen Skalen formte, tönte, roch und färbte es sich – da war die Welt da. Aber das Nichts fraß das Geschaffene wieder auf, da wurde die Welt matt, fahl, das Leben verrostete, verstummte und zerfiel, war wieder tot – nichts –; und wieder fing’s von vorne an. So war’s erklärlich, warum sich alles ineinander fügte, ein Kosmos möglich war. Das alles war furchtbar mit Schmerz durchwebt. Je höher man wuchs, desto tiefer musste man wurzeln. Will ich Freuden, dann will ich zugleich Leid. Nichts – oder alles. In der Einbildungskraft und dem Nichts musste der Urgrund liegen; vielleicht waren sie eins.”

Alfred Kubin: Die andere Seite

Sonntag, 8. Juni 2008

Beelbung



... und wieder einmal sorgte einzig die Flucht ans und ins Wasser für Belebung.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Gute Nachricht

Es gibt Eis!