Mittwoch, 10. September 2008
Sonntag, 7. September 2008
Unterwegs mit der Seniorengruppe
„Lasst uns mal nicht so spät treffen, sonst bin ich schon zu müde, um wegzugehen.”
„Nee, da gehe ich nicht mehr hin. Da sind mir zu viele Kiddies.”
(Seltsamerweise werden die Kiddies immer älter.)
„Plötzlich haben alle Regenschirme dabei!”
„Ich brauche unbedingt etwas zum Sitzen.”
„Boah! Du warst sogar einmal auf der Tanzfläche.”
„Das ist ja doch mehr Musik aus den letzten Jahren und kaum etwas aus den 80ern und gar nichts aus den 70ern.”
„4 Uhr soll noch früh sein? Also, ich fahre jetzt nach Hause und will nur noch schlafen.”
„Ein ganzes Bier schaffe ich nicht mehr, wollen wir uns eines teilen?”
„Ohne Kaffee geht das jetzt gar nicht.”
„Das sollten wir unbedingt mal wieder machen. Man kann ja auch mehr als einmal im Jahr weggehen.”
Montag, 1. September 2008
Wissenswertloses Wunschdenken
Die Müdigkeit klebt wie ein an einer Schuhsohle festgetretener Kaugummi an mir. Zu vieles von dem, was ich in der letzten Woche erfahren habe liegt mit bleierner Schwere auf meinen Gliedern und Lidern. Zu vieles, was man gar nicht wissen will.
Warum muss man überhaupt etwas wissen, vor allem wenn dieses Wissen nichts zu ändern vermag? Erholsamer wäre es sicher ohne Wissen und den damit verbundenen Gedanken.
Müde, so müde und einfach nur schlafen, um danach aufzuwachen und auf alles Vergangene wie auf einen wirren Traum zu blicken, den man im nächsten Augenblick schon wieder vergessen hat.
Freitag, 29. August 2008
Die lieben Kollegen, Teil 2
Mittwoch, 27. August 2008
Blut – dünner als Wasser
Montag, 25. August 2008
Opferanode
Donnerstag, 21. August 2008
Potenzierung der Seltsamkeiten
Noch seltsamer – heute arbeiten.
The Red Inn
Regie: Gérard Krawczyk
Darsteller: Christian Clavier, Josiane Balasko, Gérard Jugnot, Jean-Baptiste Maunier, Sylvie Joly, Anne Girouard, Urbain Cancelier, François-Xavier Demaison
Hierbei handelt es sich um ein Remake des gleichnamigen Fernandel-Films, den ich leider nicht kenne. Ein Mordsspaß verpackt in historischem Gewand. In einer einsamen Herberge, gelegen in grandioser Landschaft, ist kein Gast in Sicherheit. Mit herrlich französischer Leichtigkeit wird hier ein Mord nach dem anderen begangen oder zumindest geplant. Sehr nette Unterhaltung, voller Witz und schön anzusehen.
„Eine tote Ratte im Wein ist ein schlechtes Zeichen.”
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Downloading Nancy
Regie: Johan Renck
Darsteller: Maria Bello, Jason Patric, Rufus Sewell
Unaufhaltsam bewegt sich dieser Film auf den unvermeidlichen Abgrund zu. Für die seit 15 Jahren verheiratete Nancy gibt es kein Entkommen. Man könnte sagen, „Downloading Nancy” ist das hoffnungslose Gegenstück zu „Secretary”. Hierbei gibt es kein Happy End – nur eine bittere Form von Erlösung aus dieser bodenlosen Verzweiflung. Durch die Einfühlsamkeit in die Charaktere entstehen glaubwürdige Portraits. Alles in allem keine leichte Kost.
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Mittwoch, 20. August 2008
Dorothy Mills
Regie: Agnès Merlet
Darsteller: Carice Van Houten, Jenn Murray, Gary Lewis, David Wilmot
Eine bigotte Dorfgemeinschaft am Rande der Welt von Irland hat einige Probleme. Vor allem mit der 15-jährigen Dorothy. Offensichtlich leidet sie unter einer Persönlichkeitsstörung oder hat das Mädchen doch paranormale Fähigkeiten? Eine Psychologin aus Dublin will helfen, gerät aber selbst immer tiefer in die rätselhaften Ereignisse hinein.
Geschickt und sehr nett (Irland!) aufgemachter Mystery-Thriller. Auch wenn er sicher nicht zu meinen absoluten Lieblingsfilmen zählen wird, schaut man sich so etwas doch sehr gern an.
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Dienstag, 19. August 2008
How to Get Rid of Others
Regie: Anders Rønnow Klarlund
Darsteller: Søren Pilmark, Søren Fauli, Louise Mieritz, Lene Tiemroth, Lene Poulsen, Poul Glargaard, Marie Caroline Schjeldal, Rasmus Botoft, Tommy Kenter, Jesper Langberg, Kirsten Peüliche
Endlich wird mal durchgegriffen! Das ganze asoziale Pack – Behinderte, Alkoholiker, Arbeitslose etc. wird in Dänemark durch ein neues Gesetz interniert und wenn sich im Verhör die Nutzlosigkeit dieser Individuen bestätigt hat, werden sie getötet. So kann jeder Staatshaushalt ganz einfach saniert werden, wenn es keinen mehr gibt, der dem Staat auf der Tasche liegt. Diese zynische Gesellschaftskritik kommt als rabenschwarze Komödie daher. Der Humor ist leider oft sehr platt („Folke - Volkswagen” *gähn*). Wer also so etwas wie „Dänische Delikatessen” oder „Adams Äpfel” erwartet hat, wird hierbei nicht so ganz fündig. Nichtsdestotrotz ein Film, der zum Nachdenken anregt.
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Blind
Regie: Tamar Van Den Dop
Darsteller: Halina Reijn, Joren Seldeslachts, Jan Decleir, Katelijne Verbeke
Ein blinder Jüngling trifft auf eine albinotische Frau, die ihm vorlesen soll. Er ist wütend und verzweifelt. Sie zurückhaltend, aber selbstbewusst. Natürlich finden die beiden zueinander. Das ist in solchen Filmen immer so, die sich einer bittersüßen Romantik verschrieben haben. Und natürlich enden diese Filme nicht glücklich, schließlich handelt es sich immer um eine tragische Liebesgeschichte. Wahre Liebe ist dann nicht nur blind, sondern bleibt auch unerfüllt. Das alles muss auch mit märchenhaft schönen Bildern serviert werden, damit es perfekt ist. Und am Ende des Films sagt man: „Hach ....”
und seufzt tief.
Sicher – das ist alles recht kitschig, aber genau deswegen mag man diese Art Film. Wem beispielsweise die Verfilmung von „Das Parfüm” gefallen hat, sollte sich „Blind” nicht entgehen lassen.
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Tale 52
Regie: Alexis Alexiou
Darsteller: Yorgos Kakanakis, Giasemi Kilaidoni, Argiris Thanasoulas,
Orfeas Zafeiropoulos, Dafni Labroyanni, Serafita Grigoriadou
Am Anfang schaut man über die Weite des Meeres. Dies ist der einzige klare Moment, den es gibt. Zuerst, so scheint es, erfährt man, wie es war, als sich Iasonas und Penelope kennen lernten und was danach geschah. Aber dann werden einem gefühlte tausend neue Möglichkeiten gezeigt, wie es ebenfalls gewesen sein könnte. So wie das Meer immer wieder neue Wellen an Land spült, die sich zu ähneln scheinen, aber doch nie gleich sind. Das mag manchmal ermüdend sein, faszinierend ist es dennoch und man kann ebenso wie vom Meer den Blick nicht abwenden. Die Wahrheit wird man nie erfahren. Spätestens nach diesem Film wird man daran zweifeln, dass es so etwas wie Wahrheit überhaupt gibt. Nicht nur das Verwirrende an diesem Film, auch die Bilder erinnern sehr stark an David Lynch. Das mag man nun simpel als Plagiat ansehen, aber es ist auf jeden Fall sehr, sehr gut gelungen. Und man muss, kann, möchte diesen Film gern noch einmal oder noch mehr sehen.
„Sometimes your mind is the most dangerous place to be.”
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Montag, 18. August 2008
The Investigator
Regie: Attila Galambos
Darsteller: Zsolt Anger, András Márton Baló, Péter Blaskó, Csaba Czene, Katalin Farkas, Tamás Fodor, Zsuzsa Járó, István Juhász, Ilona Kassai, Éva Kerekes
In diesem Film geht es ganz schnell, dass jemand zum Auftragskiller wird. Wenn man täglich mit Leichen zu tun hat wie der Pathologe Malkav, mag das nahe liegend sein, zumal er mit Menschen weniger anfangen kann, wenn sie lebendig sind. Bis auf seine krebskranke Mutter, deretwegen er sich auch auf diesen Mord einlässt. Dass der eigenbrötlerische Hauptdarsteller da doch nicht jemanden umgebracht, mit dem er nichts zu tun hat, erkennt er erst, als er einen Tag nach dem Mord einen Brief von dem Toten erhält. Von da an begibt er sich auf die Suche nach den Hintergründen zu diesem Mord.
Die schauspielerische Darstellung eines Soziophobikers ist sehr gut gelungen, auch die kreative Umsetzung seiner inneren Welten ist ganz nett und auch ansonsten gibt es ein paar schöne Ideen. Insgesamt ist der Film durchaus sehenswert, besonders beeindruckend ist er allerdings nicht.
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Sonntag, 17. August 2008
Kurz, aber nicht schmerzlos
Ansonsten habe ich den gestrigen Nachmittag mit Christopher Lee verbracht. Nostalgie im Doppelpack: „The City Of The Dead” (Trailer) und „Taste The Blood Of Dracula” (Trailer) – so etwas auf großer Leinwand zu sehen lohnt sich immer.
Samstag, 16. August 2008
Sieben Tage Sonntag
Regie: Niels Laupert
Darsteller: Ludwig Trepte, Martin Kiefer, Jil Funke, Jennifer Ulrich, Antonio Wannek, Lenn Kudrjawizki, Andreas Schmidt-Schaller, Karin Baal
Dieser Film beruht auf einer wahren Begebenheit: ein paar gelangweilte Kids aus einer Plattenbausiedlung beschließen jemanden zu töten. Einfach so. Ist ja sonst nichts los. Was vom Thema her ein interessanter Film hätte werden können, gerät zu übelsten Sozial-Kitsch. Die Figuren wirken ziemlich unglaubwürdig, obwohl sie schauspielerisch überhaupt nicht schlecht dargestellt sind. Vor allem bleibt alles sehr oberflächlich. Nicht, dass man da nun tiefgehende Erklärungen für so eine Tat erwarten würde, aber etwas mehr wäre auf jeden Fall wünschenswert gewesen. Fazit: Lohnt sich nicht mal, im Fernsehen anzusehen.
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Mad Detective
Regie: Johnny To, Ka-Fai Wai
Darsteller: Lau Ching-Wan,Andy On, Lam Ka-Tung, Kelly Lin,
Flora Chan, Lee Kwok-Lun, Jo Koo, Jay Lau, Lam Suet
Für diese Art von Durchgeknalltheit wird das asiatische Kino geliebt. Gleich innerhalb der ersten Minuten gab es Szenenapplaus und unmittelbar danach wurden sich neben mir die Augen zugehalten (es wurde ein bisschen van Gogh gespielt). Mit ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden hilft ein schizophrener Ex-Inspektor bei der Suche nach einem verschwunden Polizisten und dessen Dienstwaffe. Er versetzt sich direkt in die Täter und Opfer hinein, indem er das tut, was sie getan haben. Außerdem verfügt er über die Fähigkeit, die inneren Persönlichkeiten von anderen Leuten zu sehen oder vielmehr direkt zu erleben. Das kann dann schon mal recht eng im Auto werden, wenn jemand sieben Persönlichkeiten hat. So verrückt ist das eigentlich mit den verschiedenen Persönlichkeiten gar nicht, wenn man diese nicht unbedingt als reale Persönlichkeiten wahrnimmt. Aber so überzeugend, wie der Hauptdarsteller seine Rolle spielt, gerät auch dies in den Bereich des Möglichen. Für meinen Geschmack hätte man etwas mehr oder auch ganz auf die Actionszenen verzichten können, ansonsten durchaus sehenswert.
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