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Freitag, 3. April 2009

Kein Blog für Öl

Beinahe hätte ich die E-Mail von twoday.net übersehen. Etwas wunderte ich mich darüber, als ich sie anklickte. Noch mehr wunderte ich mich, als ich den Inhalt las. Ich wurde gebeten, dringend anzurufen. Nach dem Telefongespräch war ich noch viel mehr verwundert, aber dann ging alles ganz schnell. Plötzlich saß ich mittendrin zwischen Saudis in einem Konferenzzimmer. Die Verhandlungen hatten schon begonnen, obwohl ich keinerlei Interesse bekundet hatte. Irgendein Ölscheich wollte ins Gruselkabinett investieren. Dazu, dem ganzen Irrsinn ein Ende zu bereiten, kam ich nicht. Und auch nicht, überhaupt erst einmal nachzufragen, wie man auf diesen Schwachsinn kommen konnte. Ich bin dann nämlich aufgewacht.

Montag, 30. März 2009

Teufel noch mal



Den Teufel soll man nicht an die Wand malen, so wird gesagt (bzw. so hat’s Wilhelm Hauff in den „Mitteilungen aus den Memoiren des Satan” geschrieben). Aber nirgends ist die Rede davon, ihn nicht an die Wand zu hängen. Und so wanderte gestern eben jener von einem meiner Lieblingsflohmärkte an eine Wand im Gruselkabinett. Vielleicht wird er Falada gleich zu mir sprechen. Zumindest wird er aber bestimmt dafür sorgen, dass das Gruselkabinett auch im Sommer (inzwischen glaube ich wieder daran, dass der kommt) von Fliegen verschont wird. Allein muss er den Job ja nicht machen – schließlich gibt es hier schon eine ständige Vertretung aus der Hölle.

Mittwoch, 25. März 2009

Voodoo vs. Vergesslichkeit

Dick und fett stand da am Ende des Briefes: „Wenn uns die Anmeldung Ihres Kindes nicht bis zum 03.03.09 vorliegt, besetzen wir den Platz mit einem Kind der Warteliste.”
Ja, das hatte ich gelesen. Und nach dem Intelligenz- und Mathetest an der Uni habe ich mich auch sehr für das kleine Monster über dieses Schreiben gefreut, durch das es an einem Förderprogramm an der Uni teilnehmen konnte. Tja, wenn – wenn ich rechtzeitig geantwortet hätte. Aus mir nicht bekannten Gründen habe ich das nämlich nicht getan. Vielleicht werde ich auch nur einfach alt. Aber mal nachfragen, ob das nicht doch geht, kann man ja trotzdem. Und vorher noch etwas Beistand von den Mitbewohnern aus dem Kongo holen. Ich weiß ja inzwischen, dass die viel bewirken können, dennoch war ich etwas erstaunt mit welcher Selbstverständlichkeit die Anmeldung am Telefon bestätigt wurde. Nun brauche ich wohl bald wieder mal neue Opfergaben.

Montag, 23. März 2009

Des Lebens ganze Schärfe

Es ist schon etwas länger her, dass sich das kleine Monster in diesem Zustand befand. Lange hatte es gedauert, bis es wieder etwas Scharfes anrührte. Mit aller Vorsicht. Nun stand ein erneuter Besuch des Gewürzmuseums bevor. Den Adel, der die Stadt aufsuchte, zog es dorthin – für Küchenbedienstete reicht es anscheinend nicht mehr, so dass die eigenen diesbezüglichen Kenntnisse bereichert werden mussten. Jedenfalls beschloss das kleine Monster am Abend zuvor im trauten Gruselkabinett erneut eine Chilischote zu essen. Die eingelegten Chilis sind ja nicht so scharf ... Dieser Mut erfreute mich. Sicher, aus Fehlern lernt man. Aber kann man wirklich genau den gleichen Fehler noch mal machen? Alles ändert sich und ich finde es bedauerlich, wenn man sich wegen einstmals gemachten Erfahrungen selbst beschränkt. Da mag man zwar auf der sicheren Seite sein – Schärfe ist ja nicht immer angenehm –, aber so ganz ohne ist doch alles recht fad.
Die imaginäre Chilischote lässt sich überall finden. Wenn man denn dazu bereit ist.

Freitag, 20. März 2009

Die lieben Kollegen, Teil 4

Es ist einfach unmöglich, dass das unbemerkt bleibt, wenn ich keinen Kaffee trinke. Sofort wird von allen Seiten nachgefragt, ob ich krank sei. Nun, ja. Allzu lernfähig scheine ich bei manchen Angelegenheiten nicht zu sein. Aber die Armada an Heilkräutern im Gruselkabinett wurde schon in Stellung gebracht, so dass dieser gerade überhaupt nicht passende Angriff schnell der Vergangenheit angehören dürfte.

Samstag, 14. März 2009

Das Stöhnen des Handwerkers

„Die Waschmaschine ist im Parterre abzuholen?”
„Nein, im vierten Stock.”
”Mit Fahrstuhl?”
„Nein, ohne.”

Es kostete mich einige Überwindung, nach der folgenden Reaktion nicht loszulachen. Das mag gemein sein, aber man hätte ja auch mal nachfragen können, bevor man einen Auftrag annimmt.

Freitag, 13. März 2009

Bastardierte Klänge auf der Bühne



Eigentlich wollte ich ja gar nicht zu dem Konzert von Poni Hoax, denn so vielfältig ihre Songs sind, so vielfältig ist die Resonanz, die sie bei mir hervorrufen. Es ist einfach unmöglich zu beschreiben, was da alles drin steckt. Weniger schwierig ist es hingegen, den gestrigen Abend zu umschreiben. Wer die Franzosen nicht live gesehen hat, hat auf jeden Fall etwas verpasst. Manchmal ist es wirklich gut, wenn man sich zu etwas überreden lässt.

Mittwoch, 11. März 2009

Kleine Dinge, großes Entzücken

Da ein paar Tropfen Blut, dort ein Zahn – es bedarf wirklich nicht viel, um mir eine Freude zu bereiten.
Monsterdank hierfür an dieser Stelle an die edlen Spender.

Sonntag, 8. März 2009

Heimathafen

Grau ist der Himmel, von Wolken schwer. Es regnet mehr, als dass es nicht regnet.

Als ich hinausgehe, ist es nicht das Nasskalte, das ich spüre, sondern ein Gefühl von Geborgenheit. Das überrascht mich etwas. Es ist zwar schon lange her, dass ich in diese Stadt gekommen bin, aber eigentlich empfand ich bisher nicht, dass ich auch angekommen wäre. An diesem idealen Ort für alle Heimatlosen – eine Hafenstadt, bei der man an Land geht und die man mit dem nächsten Schiff wieder verlässt. Oder mit dem übernächsten.



Jaja, es ist schön hier. Aber das ist es woanders auch. Die Superlative der Einwohner für ihre Stadt wirken befremdlich. Das Wetter, das für diese Stadt so typisch ist und weitaus vertrauter, wandelte sich indes in einen sonnigen Sonntag und alle Straßen und Wege glänzten golden.

Undenkbar wäre eine Verbundenheit ohne den großen Strom. Ein Spaziergang am Elbstrand lässt erahnen, warum man immer noch hier ist. Man hört zu, was einem die Wellen und der Wind erzählen. Auf diese Geschichten würde man ungern verzichten und alle Städte, die nicht wenigstens an einem großen Fluss oder See – wenn es schon nicht das Meer ist – liegen, erscheinen einem tot. Es ist gleichgültig, ob einem der Regen ins Gesicht peitscht oder plötzlich auch die Elbe voller Gold ist und das Blau des Himmels unendlich – es ist immer gut.



Den Schiffen wird man aber wohl immer voller Sehnsucht hinterherschauen. Quiddje bleibt man ein Leben lang.

Mittwoch, 4. März 2009

Schlaflos im Gruselkabinett

Das fängt ja gut an ... Die ganze Nacht habe ich kein Auge zugetan, weil der neue Untermieter mich bis zum frühen Morgen unterhalten hat, um seine Haut zu retten. Das ist ihm auch gelungen. Erst einmal.

Samstag, 28. Februar 2009

Der Makel der Gegenwart

Echte Erfüllung kann es bringen, das Leben voll und ganz im Hier und Jetzt. Wenn man mit allen Sinnen sich seiner selbst und seiner Umgebung bewusst ist und nichts wahrer ist als der Augenblick. Aber es ist nicht nur die Vergangenheit und die Zukunft, die dabei unwichtig werden. Auch die Träume gehen verloren.

Dienstag, 24. Februar 2009

Der außerirdische Indianer

Wie der aussehen soll? Weiß ich auch nicht. Und genau genommen weiß ich auch nicht, wie ein Außerirdischer aussieht. Somit wurde diesmal ein Motto der Faschingsfeiern gestrichen (zugegebenermaßen auch mehr aus Bequemlichkeit, denn aus Einfallslosigkeit, da solche Aktionen doch recht anstrengend sind, wenn man zum Umkleiden nur die Mittagspause hat) und übrig blieb die etwas rote Rothaut.