Freitag, 4. September 2009
Donnerstag, 3. September 2009
Kalt weht es nach wie vor
Montag, 31. August 2009
Diabolisches Intro
Der erste Schultag vom kleinen Monster sollte mit einem Gottesdienst in der Herz Jesu Kirche beginnen. Das Gotteshaus war allerdings verschlossen und weder Pfarrer noch Küster ließen sich auftreiben. Ein Schlüssel wurde dann doch noch gefunden, aber das Wort Gottes erklang nur sehr leise, da das Mikro nicht angeschlossen werden konnte und der ausführende Pfarrer über alles andere als ein gewaltiges Stimmorgan verfügte. Auf die vorherigen Instruktionen durch die Frau Sünderin hätte man auch verzichten können, da der Heidenanteil anscheinend doch recht hoch war bzw. das doch alles recht lässig gehandhabt wurde.
Sonntag, 30. August 2009
Pilzkopf
Donnerstag, 27. August 2009
I Sell the Dead
Regie: Glenn McQuaid
Darsteller: Dominic Monaghan, Ron Perlman, Larry Fessenden, Angus Scrimm, John Speredakos, Eileen Colgan
Leichenräuber haben es im Irland des 18. Jahrhunderts überhaupt nicht leicht. Forderung nach Mehrarbeit durch den Arbeitgeber, Untote, die Konkurrenz und vieles mehr machen diese Tätigkeit zum wahren Knochenjob. Und am Ende wartet auch noch die Guillotine. Tragisch ist das alles aber überhaupt nicht, sondern höchst lustig. Eine Horror-Komödie, die anzusehen einfach Spaß macht.
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Dread
Regie: Anthony DiBlasi
Darsteller: Harry Treadaway, Greg Wise, Alex Jennings, Tom Felton, Finlay Robertson, Nikki Amuka-Bird, Ros Leeming
Clive Barker bin ich ja nicht so ganz abgeneigt, auch wenn ich kein Fan bin. Aber auf das Ansehen dieser Verfilmung einer Kurzgeschichte hätte man sehr gut verzichten können.
Drei Studenten befragen ihre Kommilitonen nach ihren Ängsten – fast alle sehr banal und es ist nicht mal die Angst davor, dass keine Schokolade mehr im Haus ist dabei. Spannung sollte dann wohl aufkommen, als einer der Studenten diese Studien „etwas” ausweitet, was aber alles andere als spannend ist. Der Appetit ist mir nach der Gammelfleisch-Szene auch nicht vergangen. Gute Horror-Filme sehen anders aus.
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Mittwoch, 26. August 2009
Polytechnique
Regie: Denis Villeneuve
Darsteller: Maxim Gaudette, Sebastien Huberdeau, Karine Vanasse, Évelyne Brochu, Johanne-Marie Tremblay, Pierre Yves Cardinal
Ein Amoklauf an einer Schule – lange vor den Ereignissen in der Columbine High School, die einem zu dem Thema wohl als erstes einfallen. Diese Tat zeichnet der Film in stillen, monochromen Bildern nach, die einen von Anfang an hypnotisch in die Handlung hineinziehen. Mit 77 Minuten ist der Film zwar recht kurz – er kommt einem aber noch wesentlich kürzer vor. Zu gebannt verfolgt man das Geschehen, so dass jegliches Zeitgefühl abhanden kommt. Neben dem Tag des Massakers, werden auch die Folgen sehr eindringlich dargestellt. Ein Leben ohne Angst ist nicht mehr möglich. Oder es ist überhaupt kein Leben mehr möglich. Durch überragend agierende Schauspieler und die unprätentiöse Herangehensweise, die sich jeder Wertung der Ereignisse entzieht, wirkt dieser Film fast dokumentarisch. Sehr beeindruckend mit Langzeitwirkung.
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The Disappeared
Regie: Johnny Kevorkian
Darsteller: Harry Treadaway, Greg Wise, Alex Jennings, Tom Felton,
Finlay Robertson, Nikki Amuka-Bird, Ros Leeming
Anfangs weiß dieser Film durchaus zu gefallen. Dreckig ausdrucksstarke Bilder von London am Rande der Gesellschaft, wo nur noch Tristesse herrscht. Eigentlich ist es da nicht so verwunderlich, wenn da ein kleiner Bruder verschwindet, während der Ältere Party macht. Dass das ganze kein reines Sozialdrama werden wird, sondern sich in Mystery-Gefilde begibt, wusste ich ja vorher ... Aber dass dies so grottenschlecht, d. h. vor allem einfallslos umgesetzt wird, hätte ich nicht gedacht. Das ist einfach nur peinlich, mit was da aufgeboten wird. Wenn die Darsteller teilweise nicht sehr gut agiert hätten, wäre das alles nach dem gelungenen Beginn einfach nur zum Gähnen.
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Dienstag, 25. August 2009
Loft
Regie: Erik Van Looy
Darsteller: Koen De Bouw, Filip Peeters, Matthias Schoenaerts,
Bruno Vanden Broucke, Koen De Graeve, Veerle Baetens
Fünf Freunde, fast alle biedere Familienväter, teilen sich ein luxuriöses Loft für ihre Affären und bald auch eine Frauenleiche. Als Täter kommt nur einer von ihnen in Frage. Dieser intelligente Thriller weiß auf ganzer Linie zu beeindrucken. Neben reichlichen Twists, die absolut nicht plump daher kommen, ist sowohl die schauspielerische Leistung als auch das Setting und überhaupt die optische Umsetzung überzeugend. Die Musik ist zudem auch noch sehr gut auf den Film abgestimmt. Zu lachen gab es außerdem sehr viel mehr als im zuvor gesehenen „Wasting Away” und das lag nicht daran, dass sich „klootzak” so lustig anhört. Alles in allem beste Unterhaltung auf hohem Niveau.
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Montag, 24. August 2009
Wasting Away
Regie: Matthew Kohnen
Darsteller: Jose Acevedo, Christopher 'Critter' Antonucci, Betsy Beutler,
Michael Cornacchia, Matthew Davis
Dass an einem Montagnachmittag eine Vorstellung beim Fantasy Filmfest ausverkauft ist, ist wohl noch nie oder höchst selten vorgekommen. Bei diesem Film handelt es sich um eine Zombie-Komödie, die von der Grundidee her auch ganz witzig ist. Die Zombies selbst bemerken nicht, dass sie sich in solche verwandelt haben – ihre Umwelt um so mehr. Beide Perspektiven kann man sehen. Ansonsten sind auch noch ein paar nette Gags dabei, aber sooo witzig ist das alles dann doch nicht. Wer zu dem Film keine Karte bekommen hat, muss sich also nicht weiter darüber ärgern. Das haben Sie bestimmt vorher gewusst, Frau Sünderin!
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Croftsche Herausforderung
Sang pour sang
Sonntag, 23. August 2009
Blood Brothers
Regie: Arno Dierickx
Darsteller: Erik van Heijningen, Matthijs van de Sande Bakhuyzen, Derk Stenvers, Sander van Amsterdam, Carolien Spoor
Sehr unspektakulär kommt dieser Film daher. Wie auch in „Deliver Us from Evil” schleicht sich hier allmählich das Böse ein, nur wird hierbei vollkommen darauf verzichtet, die Handlung in irgendeiner Art und Weise in Szene zu setzen. Geradeheraus wird hier eine Geschichte erzählt, bei der ein paar Jugendliche zu Mördern werden, weil es sich so ergeben hat. Harmlos fängt alles an und mündet in Grausamkeit, die als Ende nur den Tod kennt. Gerade weil das alles so im Alltäglichen stattfindet, wirkt es um so authentischer. Diesen Alltag und diesen Mord in den frühen 60er Jahren in den Niederlanden gab es jedoch wirklich. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Einen Einblick bekommt man bei diesem Gerichtsbericht. Was aus dem Täter aus einfachen Verhältnissen geworden ist, weiß man nicht. Die beiden Brüder aus wohlhabendem Hause zählen heutzutage zu den zehn reichsten Männern der Niederlande, deren Unternehmen für Lebensversicherungen mit dem Slogan „Leuker leven dan je van plan was” wirbt ...
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Deliver Us from Evil
Regie: Ole Bornedal
Darsteller: Lasse Rimmer, Lene Nystrøm, Jens Andersen, Pernille Vallentin, Bojan Navojec, Mogens Pedersen
Viel Zeit wird sich in diesem Film mit poetischen Bildern in ausgewaschenen Farben gelassen, um die Menschen eines kleinen Ortes auf dem Land kennenzulernen. Alles ganz normale Menschen. Und in fast allen von ihnen kommen nach und nach die menschlichen Abgründe zum Vorschein, die irgendwo in jedem lauern. Oft kann man nicht mehr unterscheiden, wer wirklich Täter und wer Opfer ist. Oder letzten Endes beides. Diese Vielschichtigkeit macht diesen Film, in dem die Situation unausweichlich immer mehr eskaliert, besonders interessant und glaubwürdig. Trotz künstlerisch ambitionierter Inszenierung und minimalen Einschüben von Gore-Elementen.
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Samstag, 22. August 2009
Get Shorty
Hansel and Gretel
Regie: Pil-Sung Yim
Darsteller: Jeong-myeong Cheon, Sim Eun-kyung, Yeong-Nam Jang, Ji-hee Jin, Kyeong-ik Kim, Hee-soon Park, Eun Won-jae
Märchenhaft erscheint einiges in diesem Film in bunten Farben und Dunkelheit. Allerdings kein Märchen für Kinder, auch wenn diese in ihm vorkommen. Ebenso wie ein einsames Haus im finsteren Wald und Brotkrumen. Ansonsten sollte man nicht weiter an die Gebrüder Grimm denken. Was zunächst wie ein klassischer Horrorfilm daher kommt, in dem langsam sehr gekonnt bedrohliche Spannung aufgebaut wird, entpuppt sich nach und nach als Kindheitsdrama, ohne dass die bizarren Märchenpfade wirklich verlassen werden. Neben der beeindruckenden Ausstattung sind die schauspielerischen Leistungen ebenfalls sehr überzeugend. Zu meinen absoluten Lieblingsfilmen werde ich „Hansel and Gretel” sicher nicht zählen, aber wenn man nicht nur auf reinen Horror steht und offen für düster-surreale Welten ist, dann sollte man sich diesen Film nicht entgehen lassen.
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Freitag, 21. August 2009
Idiots and Angels
Regie: Bill Plympton
Manches Arschloch wünscht man sich ja lieber in die Hölle – hier mutiert allerdings ein so richtig „netter” Zeitgenosse zwangsweise zu einem Engel, da ihm Flügel wachsen und diese ihr Eigenleben führen. Da hilft dem Protagonisten nach zahlreichen erfolglosen Versuchen, die lästigen Dinger loszuwerden, nur noch sich selbst die Augen zuzuhalten, um sein erzwungenes Gutmenschentum nicht mit ansehen zu müssen. Bis zum Happy End (ja, so einem Film nimmt man etwas Kitsch nicht übel) passiert noch einiges in diesem sehr schön gezeichneten Animationsfilm. Seien Sie ruhig auch mal etwas netter zu Ihren Mitmenschen, sonst werden Sie womöglich eines Tages ebenfalls beflügelt. Die Flatterdinger sind nämlich wieder zu vergeben.
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Thirst
Regie: Chan-wook Park
Darsteller: Kang-ho Song, Ok-vin Kim, Hae-sook Kim, Ha-kyun Shin, In-hwan Park
Ein Priester wird zum Vampir, bei dem neben dem Verlangen nach Blut auch sexuelle Begierden erwachen. Leicht macht er es sich nicht mit seinen neuen Gelüsten. Und leicht macht es Chan-wook Park (der so unterschiedliche Sachen wie „Oldboy” und „I'm a Cyborg, But That's OK” gemacht hat) dem Zuschauer mit diesem Film ebenfalls nicht, der auf dem Roman „Thérèse Raquin” von Émile Zola basiert, welcher ohne Priester und Vampire auskommt, dennoch aber wiedererkennbar ist. Immer dann, wenn man meint, in diesen sehr ruhig und harmonisch inszenierten Film, der auch visuell sehr reizvoll ist, vollkommen hineinzugleiten, entzieht er sich einem wieder. Hauptsächlich mag das an der Länge liegen. Eine etwas kürzere Fassung wäre sicher besser gewesen. Mein Blutdurst wurde jedenfalls nicht gestillt. Nicht, dass mehr Blut hätte fließen müssen – diese Vampir-Lovestory hatte dann leider doch etwas zu wenig Biss. Aber ein paar Beißspuren hinterlässt sie auf jeden Fall.
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Deutscher Kinostart: 15.10.2009
Mittwoch, 19. August 2009
The Fine Art of Beauty and Violence