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Montag, 14. September 2009

Kleine Sprünge kurz vorm Herbst

Dem Sommer, der eigentlich schon fast Herbst ist, noch ein paar Stunden abtrotzen und ins doch schon recht kühle Wasser springen. Nur noch etwas in diesem Sommer verweilen, der trotz aller Widrigkeiten so viel zu bieten hatte, dass der Abschied schwer fällt und das, obwohl die nachfolgende Jahreszeit eigentlich die liebste ist. Später dann ein kurzer „Sprung aus den Wolken” und in andere Gefilde, die eine Großstadt nächtlings zu bieten hatte. Die heimelige Geborgenheit kann noch warten. Später dann, wenn nur noch Regen und Sturm da draußen herrschen, ist es bloß ein Katzensprung in wohlige Wärme, der man sich noch zur Genüge widmen kann, wenn einem nicht danach ist, sich den spröden, aber nicht minder leidenschaftlichen Naturgewalten hinzugeben. Irgendwie wird sich das auch verbinden lassen.

Freitag, 11. September 2009

Nicht zu vernachlässigende Maßeinheiten

Auf die man nicht erst durch Dante Gabriel Rossettis „First Fire” via Ken Russels „Dante's Inferno” aufmerksam gemacht werden sollte.

„ ... her brow five kisses broad, her neck ten kisses long”

Oder um Galileo Galilei zu Wort kommen zu lassen:
„Alles messen, was messbar ist - und messbar machen, was noch nicht messbar ist".

Mittwoch, 9. September 2009

Unterforderung im Berufsleben

„Sie werden mich töten ...”
Nachdem geklärt ist, warum ich das tun werde, frage ich erst einmal nach, welche Art und Weise bevorzugt wird.
„Kurz und schmerzlos”, antwortet der Kunde, „Jedenfalls nicht lange und qualvoll.”

Nee, also so kann ich nicht arbeiten.

Montag, 7. September 2009

Theatralische Erkenntnis vom Wochenende

Per Kardinal eine Beziehung zu beenden hat schon was.

Freitag, 4. September 2009

Nach den Ferien ist vor den Ferien

Das mit dem frühen Aufstehen habe ich schon wieder ganz verlernt. Wie schnell das gehen kann ... Als geborenes Nachtwesen waren diese sechs Wochen etwas, das mir sehr entgegen kam. Dementsprechend war diese eine Woche des neuen Schulanfangs mehr als gewöhnungsbedürftig. Die ganz große Herausforderung war dann heute mit einer 0. Stunde Unterrichtsbeginn für das kleine Monster. Vor der Schule schnappte ich ein paar Gesprächsfetzen auf: „Meine Mutter weckt mich nicht mehr zur 0. Stunde ...” Ja, ich weiß – es gibt eine Menge Leute, die sehr viel früher aufstehen müssen. Aber muss das denn wirklich immer sein? Kann man nicht ein Grundrecht fürs Ausschlafen einführen? Sicher, der Club der unausgeschlafenen Verrückten würde dann wohl einen immensen Mitgliederschwund haben, aber wie sieht das eigentlich mit den Parteiprogrammen zur kommenden Bundestagswahl aus? Gibt es da irgendeine Partei, die sich das auf die Fahnen geschrieben hat oder hätte man die selbst gründen müssen? Da hätte man zur Anmeldung wohl früher aufstehen müssen. Immerhin ist jetzt erst einmal Wochenende.

Donnerstag, 3. September 2009

Kalt weht es nach wie vor

Es sind nicht nur die ersten Blätter, die fallen. Auch Menschen fallen aus bisher Gemeinsamen heraus. Wenn es so langsam vor sich hinkriselt, hat man sich schon fast daran gewöhnt. An die kleinen Schritte am Abgrund. Letzte Tage, auch wenn es nicht die eigenen sind, zwingen einen hingegen, wieder genau hinzusehen und hinzufühlen. Gedankenlose sind ausverkauft.

Montag, 31. August 2009

Diabolisches Intro

Es muss heute Morgen mit dem Teufel zugegangen sein ...
Der erste Schultag vom kleinen Monster sollte mit einem Gottesdienst in der Herz Jesu Kirche beginnen. Das Gotteshaus war allerdings verschlossen und weder Pfarrer noch Küster ließen sich auftreiben. Ein Schlüssel wurde dann doch noch gefunden, aber das Wort Gottes erklang nur sehr leise, da das Mikro nicht angeschlossen werden konnte und der ausführende Pfarrer über alles andere als ein gewaltiges Stimmorgan verfügte. Auf die vorherigen Instruktionen durch die Frau Sünderin hätte man auch verzichten können, da der Heidenanteil anscheinend doch recht hoch war bzw. das doch alles recht lässig gehandhabt wurde.

Sonntag, 30. August 2009

Pilzkopf

Gestern Abend habe ich noch einmal diesen wunderbaren Film angesehen. Mir war ganz entfallen, wie das mit den fruchtbaren Gedanken war. Ich bin bestimmt auch infiziert. Muss gleich mal nachsehen, ob da was aus meinem Kopf wächst ...

Donnerstag, 27. August 2009

I Sell the Dead

USA, 2008
Regie: Glenn McQuaid
Darsteller: Dominic Monaghan, Ron Perlman, Larry Fessenden, Angus Scrimm, John Speredakos, Eileen Colgan

Leichenräuber haben es im Irland des 18. Jahrhunderts überhaupt nicht leicht. Forderung nach Mehrarbeit durch den Arbeitgeber, Untote, die Konkurrenz und vieles mehr machen diese Tätigkeit zum wahren Knochenjob. Und am Ende wartet auch noch die Guillotine. Tragisch ist das alles aber überhaupt nicht, sondern höchst lustig. Eine Horror-Komödie, die anzusehen einfach Spaß macht.

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Dread

Großbritannien, 2009
Regie: Anthony DiBlasi
Darsteller: Harry Treadaway, Greg Wise, Alex Jennings, Tom Felton, Finlay Robertson, Nikki Amuka-Bird, Ros Leeming

Clive Barker bin ich ja nicht so ganz abgeneigt, auch wenn ich kein Fan bin. Aber auf das Ansehen dieser Verfilmung einer Kurzgeschichte hätte man sehr gut verzichten können.
Drei Studenten befragen ihre Kommilitonen nach ihren Ängsten – fast alle sehr banal und es ist nicht mal die Angst davor, dass keine Schokolade mehr im Haus ist dabei. Spannung sollte dann wohl aufkommen, als einer der Studenten diese Studien „etwas” ausweitet, was aber alles andere als spannend ist. Der Appetit ist mir nach der Gammelfleisch-Szene auch nicht vergangen. Gute Horror-Filme sehen anders aus.

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Mittwoch, 26. August 2009

Polytechnique

Kanada, 2009
Regie: Denis Villeneuve
Darsteller: Maxim Gaudette, Sebastien Huberdeau, Karine Vanasse, Évelyne Brochu, Johanne-Marie Tremblay, Pierre Yves Cardinal

Ein Amoklauf an einer Schule – lange vor den Ereignissen in der Columbine High School, die einem zu dem Thema wohl als erstes einfallen. Diese Tat zeichnet der Film in stillen, monochromen Bildern nach, die einen von Anfang an hypnotisch in die Handlung hineinziehen. Mit 77 Minuten ist der Film zwar recht kurz – er kommt einem aber noch wesentlich kürzer vor. Zu gebannt verfolgt man das Geschehen, so dass jegliches Zeitgefühl abhanden kommt. Neben dem Tag des Massakers, werden auch die Folgen sehr eindringlich dargestellt. Ein Leben ohne Angst ist nicht mehr möglich. Oder es ist überhaupt kein Leben mehr möglich. Durch überragend agierende Schauspieler und die unprätentiöse Herangehensweise, die sich jeder Wertung der Ereignisse entzieht, wirkt dieser Film fast dokumentarisch. Sehr beeindruckend mit Langzeitwirkung.

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The Disappeared

Großbritannien, 2008
Regie: Johnny Kevorkian
Darsteller: Harry Treadaway, Greg Wise, Alex Jennings, Tom Felton,
Finlay Robertson, Nikki Amuka-Bird, Ros Leeming

Anfangs weiß dieser Film durchaus zu gefallen. Dreckig ausdrucksstarke Bilder von London am Rande der Gesellschaft, wo nur noch Tristesse herrscht. Eigentlich ist es da nicht so verwunderlich, wenn da ein kleiner Bruder verschwindet, während der Ältere Party macht. Dass das ganze kein reines Sozialdrama werden wird, sondern sich in Mystery-Gefilde begibt, wusste ich ja vorher ... Aber dass dies so grottenschlecht, d. h. vor allem einfallslos umgesetzt wird, hätte ich nicht gedacht. Das ist einfach nur peinlich, mit was da aufgeboten wird. Wenn die Darsteller teilweise nicht sehr gut agiert hätten, wäre das alles nach dem gelungenen Beginn einfach nur zum Gähnen.

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Dienstag, 25. August 2009

Loft

Belgien, 2008
Regie: Erik Van Looy
Darsteller: Koen De Bouw, Filip Peeters, Matthias Schoenaerts,
Bruno Vanden Broucke, Koen De Graeve, Veerle Baetens

Fünf Freunde, fast alle biedere Familienväter, teilen sich ein luxuriöses Loft für ihre Affären und bald auch eine Frauenleiche. Als Täter kommt nur einer von ihnen in Frage. Dieser intelligente Thriller weiß auf ganzer Linie zu beeindrucken. Neben reichlichen Twists, die absolut nicht plump daher kommen, ist sowohl die schauspielerische Leistung als auch das Setting und überhaupt die optische Umsetzung überzeugend. Die Musik ist zudem auch noch sehr gut auf den Film abgestimmt. Zu lachen gab es außerdem sehr viel mehr als im zuvor gesehenen „Wasting Away” und das lag nicht daran, dass sich „klootzak” so lustig anhört. Alles in allem beste Unterhaltung auf hohem Niveau.

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Montag, 24. August 2009

Wasting Away

USA, 2007
Regie: Matthew Kohnen
Darsteller: Jose Acevedo, Christopher 'Critter' Antonucci, Betsy Beutler,
Michael Cornacchia, Matthew Davis

Dass an einem Montagnachmittag eine Vorstellung beim Fantasy Filmfest ausverkauft ist, ist wohl noch nie oder höchst selten vorgekommen. Bei diesem Film handelt es sich um eine Zombie-Komödie, die von der Grundidee her auch ganz witzig ist. Die Zombies selbst bemerken nicht, dass sie sich in solche verwandelt haben – ihre Umwelt um so mehr. Beide Perspektiven kann man sehen. Ansonsten sind auch noch ein paar nette Gags dabei, aber sooo witzig ist das alles dann doch nicht. Wer zu dem Film keine Karte bekommen hat, muss sich also nicht weiter darüber ärgern. Das haben Sie bestimmt vorher gewusst, Frau Sünderin!

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Croftsche Herausforderung

So, Frau Calientehier ist ein Foto von mir und nun will ich (andere sicher auch) eines von Ihnen sehen. *g*

Sang pour sang

Mit „Le réveil des vampires” von Jean Marigny wurde mir gestern eine Blutspende in Buchform vermacht, über die ich mich sehr gefreut habe. Auch wenn meine Französischkenntnisse sehr eingeschränkt bzw. einseitig sind, ist das ein Geschenk, bei dem ich erst gar nicht Blut zu lecken brauche, um begeistert zu sein. Vielen Dank auch noch mal an dieser Stelle.