Samstag, 17. Oktober 2009
Dienstag, 13. Oktober 2009
Wissen, was gut ist
Sonntag, 11. Oktober 2009
Gedanken aus der Provinz
Nach wie vor kann ich nicht so recht begreifen, wie die Weite der Landschaft, die Unendlichkeit des Himmels jenseits der Häuserschluchten, mit so viel Begrenztheit aufwarten kann. Wenn ich es inzwischen nicht schon anders erlebt hätte, dann könnte man meinen, dass einfach die Inspirationen des Großstadtlebens fehlen, wobei diese auch zu Stumpfsinn führen können oder eben erst gar nicht ein Entkommen vor diesem bieten. Und dann kommt auch still und leise die Frage auf, ob das, was ich als Mangel empfinde – das Fehlen von etwas, was man als open-minded bezeichnen könnte, das Einlassenkönnen und auch Wollen auf all das, was über das Alltägliche hinausgeht – , nicht eigentlich das Normale ist. Das Leben einfach nur bedeutet, dass die elementaren Grundbedürfnisse befriedigt werden, etwas Unterhaltung zur reinen Zerstreuung eingeschlossen. Und das reicht dann auch schon. Für mich ist es trotzdem nicht nachvollziehbar, dass es da keinen Hunger gibt, der nicht den Magen meint. Diesen könnte ich sogar weitaus besser ignorieren, als wenn es mich nach geistiger Nahrung verlangt. Oder den Drang nach Kreativität. Ja, das mag nicht lebensnotwendig sein und sogar teilweise dem Leben entgegengesetzt gegenüber stehen, wenn sich die Gedanken von allem gegenwärtigen Sein lösen und eigene Welten beleben, die unabhängig davon sind. Auf dieses Mehr könnte ich allerdings nie verzichten.
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Nur ein winziger Tropfen
Montag, 5. Oktober 2009
Die Dauer der Unendlichkeit
Sonntag, 4. Oktober 2009
In Vollmondnächten
Freitag, 2. Oktober 2009
Null Sommer
Mittwoch, 30. September 2009
Servicewüste Gruselkabinett
Dienstag, 29. September 2009
Nur fürs Bett

Montag, 28. September 2009
Wahlergebnisse
Ausschlafen, Lieblingsflohmarkt besuchen, letzte Sonne an der Elbe genießen, Nachtisch, der nichts mit Tisch zu tun hatte.
Weniger gute Wahl:
Fauler Abwaschservice.
Schlechte Wahl:
Angelegenheit von Mehrheiten.
Montag, 21. September 2009
Ein ganz besonderer Saft
Mittwoch, 16. September 2009
Antichrist
Regie: Lars von Trier
Darsteller: Willem Dafoe, Charlotte Gainsbourg
Das Böse ist Satan, ist Natur, ist eine Frau. Die Natur ist nicht nur im Wald dort draußen, im schon lange verlorenen Paradies, das immer noch Eden genannt wird. Tief im Innern, genährt von Angst, lauert es auf seinen Auftritt. Die Ängste sind groß und so wächst das Böse. Trauer, Schmerz und Verzweiflung – die drei Bettler, die als Reh mit Totgeburt, sprechender Fuchs und nicht tot zu kriegender Rabe erscheinen – geben sich nicht mit kleinen Almosen zufrieden. Bei diesem Film geht es aufs Ganze. Dem Zuschauer wird viel, vielfach auch alles abverlangt. Kein Popcornkino und demzufolge alles andere als leicht verdaulich, was nicht nur an den detaillierten Gewaltszenen liegt. Mag da manchmal auch etwas zu viel Pathos aufgetragen und zu viel Symbolik hineingestopft sein, zu sehr (küchen-)psychologisiert oder zu sehr misogyne Klischees bemüht werden – sehr beeindruckend ist das zweifelsohne und deswegen auch wieder passend, auch wenn es alles andere als angenehm ist. Eine beunruhigende Wirkung, wenn das „Chaos regiert”, wie der sich selbstzerfleischende Fuchs schon weiß, die man so schnell nicht wieder los wird. Ein äußerst faszinierender filmgewordener Albtraum.
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